Bauspardarlehen zur Ablöse eines Privatdarlehens für Hauskauf nutzbar?

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3 Antworten

Auch wenn es jetzt weh tun sollte: Ich würde den Bausparvertrag sofort beenden (auch wenn die Abschlussgebühr dann "weg" ist). Warum solltest Du demnächst beim Hauskauf eine Finanzierung aufnehmen und dann noch über ca. Jahre 8 - 11 Jahre (also für eine ungewisse Zeit bis zur Zuteilungsreife) das knappe Geld in einen schlechtverzinslichen Bausparvertrag (anstelle in Sondertilgungen der Haupt-Baufinanzierung) zu stecken, ehe Du das Bauspardarlehn mit einer recht hohen finanziellen Belastung bekommst?

Viel wichtiger als eine so mickrige Bausparkomponente von €K 20 ist eine solide Annuitätenfinanzierung mit einer durchgängigen Festschreibung des Sollzinses bis zur letzten Rate und einer möglichst kostenfreien Option für ein- bis dreimaligen Wechsel der Höhe der Annuität (bei gleichbleibendem Zinssatz!) und mindestens 5 % Sondertilgung p.a. Diese historische Flexibilität bei einer Eigenheimfinanzierung sollte man sich nicht entgehen lassen.

Und sei vorsichtig mit den angepriesenen, momentan günstigen KfW-Förderprogrammen, die für nur max. 10 Jahre einen günstigen Zinssatz bieten und die Dich dann voll dem ("gut" kalkulierten) Marktzinsänderungsrisiko aussetzen. Wenn Du allerdings den Restsaldo der KfW-Finanzierung bei Auslaufen der Zinsvergünstigung aus Erspartem oder einer Erbschaft voll begleichen könntest, dann bliebe diese Finanzierungskomponente eine sinnvolle Option. 

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Vergiss den Bausparvertrag. Lass ihn ruhen, keine Einzahlungen. 

Und denk in ein paar Jahren ob er noch irgendwie in irgendwas passt.( Du wirst feststellen, er passt nicht aber vielleicht kannst Du ihn ja verschenken)

20K Bausparvertrag bringen bei einer Finanzierung praktisch nichts.

Wenn Du für dieses Privatdarlehen 1% Zinsen zahlen musst dann ist der Zins den Du von der Bausparkasse erhälst 1. zu versteuern (Abgeltungssteuer) und 2. weniger als 1%.

Mach eine vernünftige Finanzierung die zu Dir passt (Risikoprofil, vielleicht Riester oder auch nicht, Laufzeit, Zinsbindung) und entweder Du zahlst jetzt mit den 1% gleich mit Raten was zurück oder Du sagst Dir "schaun wir mal was das Leben so bringt". 

Denn in 10 Jahren (oder wann auch immer) 20.000 Euro zurückzuzahlen müsste immer möglich sein sofern der Rest funktioniert (keine Scheidung, keine großen Schicksalsschläge, keine Arbeitslosigkeit, Rückzahlung des Hauptdarlehens erfolgt normal und vielleicht ist auch mal eine Sondertilgung drin). 

Und wenn der Rest nicht funktioniert dann hast Du ein größeres Problem und die Raten für den Bausparer sind auch gefährdet.

Du siehst: Ich bin voll auf Seiten von @LittleArrow.

Und der Nachweis eines Privatdarlehens (falls Du auf dem Vertrag beharrst) würde ich heute und jetzt klären und der Bausparkasse mitteilen, dass Du für den Kauf ein Privatdarlehen (Kopie Darlehensvertrag) aufnimmst und die Spar- und Zuteilungssumme für die Rückführung verwenden willst - und Du bittest um Antwort ob oder ob das nicht möglich ist.

Dann hast Du in x Jahren was in der Hand. Eine Antwort hier im Forum, oder ein Telefonat mit dem Vermittler bringt Dir nix.

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Umschuldungen sind mit Bauspardarlehen grundsätzlich möglich.

Ich denke aber, dass man, weil es sich hier um ein Privatdarlehen handelt dann hohe Anforderungen stellen wird.

Daher empfehle ich genau zu dokumentieren, wie diese 20.000,- verwendet wurden und auch einen schriftlichen Vertrag zu machen.

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