Baufinanzierung ohne Tilgung?

5 Antworten

Vorausgeschickt: Dir gehört nicht das Haus Deines Vaters, sondern Dir gehört ein Haus, das früher einmal Deinem Vater gehört hat.

Die folgender Darstellung soll Dir Hintergrundwissen vermitteln, mit dem Du in ein unbedingt zu führendes Beratungsgespräch mit Deinem Bankbetreuer gehen kannst :

Kredite ohne Tilgung gibt es nicht, denn jeder Kredit ist zurückzuzahlen (=zu tilgen).

Aber es gibt Grundvarianten, wie diese Tilgung erfolgen kann.

  • "Normales" Annuitätendarlehen, bei dem in einer gleichbleibenden monatlichen Ratenhöhe der darin enthaltene Tilgungsanteil ständig ansteigt
  • "Tilgungsausgesetztes" Darlehen, bei dem - je nach Vereinbarung - eine Tilgung zu festgelegten Terminen ("Ballonraten") während oder gar am Schluss einer Zinsbindung (wohlgemerkt: Zinsbindung und nicht Laufzeit) erfolgt.

Zu diesen beiden Varianten existieren Mischformen, also z.B. eine grössere Summe zu einem bestimmten Termin und gleichzeitig ein Tilgungsanteil in der regelmässigen Rate.

Weiters bei den tilgungsausgesetzten Darlehen gibt es dann wiederum viele Varianten, welche von diversen Rahmenbedingungen abhängig sind, z.B. der Fälligkeit einer Lebensversicherung als Tilgungsbetrag, dem Ablösen durch einen als Tilgungsersatz angesparten Bausparvertrag, um nur einige der am Meisten verwendeten zu nennen.

Als Rahmenbedingung für eine dieser tilgungsausgesetzten Varianten ist die Rahmenbedingung "Ableben des Vaters" natürlich ungeeignet, denn Du kannst dazu guten Gewissens keinen fixen Termin nennen, ebensowenig wie zu einem "späteren Verkauf".

  • Falls es finanziell für Dich tragbar ist, dann wähle lieber eine Variante mit laufender Tilgung, denn dann hast Du keinen Zeitdruck und um so mehr bleibt Dir bei einem Verkauf vom Erlös übrig.
  • Ist Dir die finanzielle monatliche Belastung für eine laufende Tilgung zu hoch, dann solltest Du versuchen, eine für Dich bezahlbare Mischform zu finden.

Mit 2% Tilgung wirst Du rechnen müssen. Dann wäre das Darlehen bis zu Deiner Pension getilgt. Die Bank möchte ja trotz alledem Ihr Geld zurück.

Die Ablösung eines PK und andere Finanzierung läuft unter Kapitalbeschaffung. Dafür werden die Zinsen etwas höher liegen (keine Wertsteigerung der Immo).

Geht es Dir um Renovierung oder werterhöhende Sanierungen? Auch hier werden Zinskonditionen unterschiedlich sein.

Also nicht wundern wenn die Angebote etwas höher ausfallen.

Hallo aufgrund der von Ihnen beschriebenen Eckdaten dürfte generell eine Baufinanzierung kein Problem darstellen.
Eine Tilgung ist möglich von 1% bis 5%.
Hier wenn Sie es wünschen ist problemlos ein Tilgungssatz von 1% darstellbar.
Sie wissen aber dass sich die Gesamtdarlehensdauer dann erheblich nach hinten verlängert?

Baufinanzierung Anschlussobjekt mit ungewissem Bezugsdatum

Hallo,

ich besitze derzeit ein Einfamilienhaus (Baujahr 2003) , was einen Wert von ca. 250.00 EUR hat. Es ist eine Grundschuld über 135.000 EUR eingetragen, wobei die aktuelle Restschuld nur noch ca. 60.000 EUR beträgt. Zinssatz hierfür ist aktuell 3,09 %.

Wir möchten nun gerne einen alten Resthof kaufen und sanieren. Dies wird ein etwas längeres Projekt, da wir viel in Eigenleistung machen wollen. Ich kenne den Preis für den Resthof noch nicht, ich denke es werden um die 100.000 EUR. Zudem brauche ich sicherlich noch in mehreren Schritten weitere 150.000 EUR um es bezugsfähig fertigzustellen.

Finanziell dürfte es bei meinem Einkommen klappen, monatlich noch weitere 500 EUR für ein neues Darlehen auszugeben.

Mein Gedanke ist derzeit, aktuell vorerst 150.000 EUR als Annuitätendarlehen zusätzlich aufzunehmen. Damit könnte ich den Kauf des Resthofes und die Rohbausanierung sicherlich bestreiten. Diese Zusatzbelastung könnte ich in der aktuellen Niedrigzinsphase wohl verschmerzen.

Sofern ich dann den Rohbau fertiggestellt habe und ein Ende in Sicht ist, würde ich versuchen unser jetziges Haus zu verkaufen. Sobald ich einen Käufer habe, würde ich dann über eine kurzzeitige Zwischenfinanzierung die Restsanierung des Hofes vornehmen. Die Zwischenfinanzierung könnte ich dann mit dem Erlös aus dem Hausverkauf ablösen.

Bin ich da auf dem richtigen Weg oder gibt es andere Lösungsansätze. Ich möchte mich erst kundig machen, bevor ich mich auf so etwas einlasse....

Danke,

Bernd

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Finanzierung mit Bausparvertrag

Derzeit liegt mir ein Angebot einer Sparkasse vor für eine Baufinanzierung von einem Darlehen von 260.000, abzgl. KFW 70 Kredit, 210.000 Euro. Zins 2,3% und Tilgung (in einen Bausparvertrag - Abschlussgebühr 2100 EUR) ca. 1,7%. Nach 10 Jahren sind (ohne Sonderzahlung) 36.300 Euro zusammengekommen. (Vergleich - Bei einem Annuitätendarlehen wären 40.200 Euro zusammengekommen. - mit Sonderzahlung auf 44.000 Euro) Durch Sonderzahlungen soll man 10 Jahren auf 40.000 Euro kommen. Danach könnten durch den Bausparvertrag von der restlichen Summe von 170.000 Euro, 60.000 Euro durch den Bausparvertrag mit 2,65% Zins mit einer hohen Tilgung finanziert werden. Die Rate muss dann aber bei mindestens für die 60.000 Darlehn bei 600 Euro liegen und 1200 Euro als "Startgebühr" bezahlt werden.

Als restliches Darlehen bleibt 110.000 Euro, dass nach dem Zinsniveau in 10 Jahren bezahlt werden muss.

Bei einem Annuitätendarlehen wäre eine Restschuld von 166.000 Euro da, die nach 10 Jahren nach Zinsniveau anschlussfinanziert werden müsste.

Was ist vorteilhafter?

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Was passiert mit einem Immobilienkredit, der von einem Ehepaar aufgenommen wurde, die sich nun trennen wollen?

Nur mal angenommen: Ein Ehepaar nimmt bei einer Bank einen Immobilienkredit für ein selbst zu bewohnendes und neu zu errichtendes Einfamilienhaus auf. Dieser teilt sich auf ein einen Hauptkredit über 250.000 EUR mit 1,9% Zins und einen KfW-Kredit über 100.000 EUR mit 1,3% Zins, Sollzinsbindung jeweils über 20 Jahre. Das Haus ist gerade gebaut, die Tilgung hat noch nicht begonnen. Das Gesamtobjekt hat einen Gegenwert von 550.000 EUR (ohne Abzug der Spekulationssteuer). Ein weiteres vermietetes Objekt mit einem Gegenwert von 250.000 EUR ist seit drei Jahren im Familienbesitz. Das Haushaltseinkommen liegt bei 3200 + 2700 EUR netto im Monat.

Annahme: Es kommt wie es niemals kommen sollte und einer der Partner will sich trennen, bevor das neue Haus bezogen wird.

Idee könnte sein, das vermietete Objekt abzgl. Spekulationssteuer zu verkaufen. Wäre ein Rest von ca. 190.000 EUR, mit dem man den einen Partner und einen Teil des Kredits bedienen könnte.

Wie würde das für die Kreditverträge ablaufen? Besteht a) die Möglichkeit, dass die Bank und die KfW einen der Schuldner aus dem Vertrag lässt und den Vertrag mit einem Schuldner einfach zu gleichen Konditionen weiterführt? Weiterhin müsste das Grundbuch von zwei auf eine Person umgeschrieben werden.

Oder kann man b) davon ausgehen, dass die Bank und die KfW das komplette Umschulden verlangen und dies dann zu aktuell gültigen Konditionen?

Danke in die Runde für eine Info. Der Hobbyfinanzer

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Schenkungssteuer bei Rückübertragung unter Beachtung von Schuldzinsen

Hallo, folgender Fall: Vater überträgt seinem Sohn vor ca. 5 Jahren sein Haus, was er mit seiner neuen Frau bewohnt. Im Notarvertrag wird vereinbart: die fälligen Hypothekenzinsen (damals 133000 EUR) trägt weiterhin der Vater+Stiefmutter, obwohl Eigentümer der Sohn ist. Wohnrecht aus Lebeneszeiten in Höhe von 10.000 EUR im Jahr wurden eingetragen. Verkehrswert laut Vertrag: 210.000 EUR. Da der Sohn jedoch keinerlei Interesse an dem Haus hat, soll einen Rückübertragung des Hauses erfolgen. Ein weiterer Grund ist auch, dass Reparaturen etc. ja nicht der Eigentümer sondern der Vater tragen muss und Schwierigkeiten hat, von der Bank Geld zu bekommen, da er ja keine Sicherheiten mehr vorzuweisen hat. Die Belastung auf dem Haus betragen nun aktuell ca. 125.000 EUR. Frage: Können bei der Rückübertragung des Hauses die Schuldzinsen bei der Berechnung der Schenkungssteuer abgezogen werden? Die Schuldzinsen wurden ja nicht mit übertragen. Andererseits würde man ja jetzt bei der Rückübertragung von einem viel zu hohem Wert ausgehen. Realistischer Verkehrswert nun 170.000 EUR.

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Der Traum vom Eigenheim, Haus finanzieren trotz laufender Immobilienfinanzierung.

Hallo an alle,

folgendes, ich hege wie wahrscheinlich viele anderen den Traum von einem eigenen Haus mit meiner Freundin. Nachdem ich weiß, dass das alles mal nicht so schnell zu handeln ist möchte ich mich im Voraus so gut wie möglich informieren.

Fakts: Ich, unbefristet beschäftitg, Netto ca. 1800 EUR, lebe zur Zeit in Miete (680 EUR warm) Fremdkapital 12.000 EUR (Rate 325), Eigenkapital: 4.500 EUR (naja nicht viel). Sie, unbefristet beschäftigt, Netto ca. 1750 EUR, finanziert eine Wohnung zu 4,89 % (ca. 60.000 EUR) monatliche Rate ca. 300 EUR. Darüber hinaus hat sie jährliche Ausgaben für Versicherungen Sparverträge etc. von 800 EUR.

Man liest ja immer mehr über 100 % Finanzierungen. Nun ist natürlich die Frage, da Sie bereits eine Immobilie (welche bei Hauskauf vermietet werden würde) finanziert, rest ca. 50.000 EUR.

Können wir trotzdem zusammen etwas finanzieren oder kann man die bestehende Finanzierung in die neue mit reinnehmen? Ich weiß einfach nicht wie ich mich jetzt wirtschaftlich am besten Stelle, aber jetzt noch jahrelang diese Hohe Miete zahlen möchte ich nicht, dass ist doch wenn man sowieso kaufen will irgendwie rausgeschmissenes Geld. In Ihre Wohnung zu ziehen kommt für mich nicht in Frage, da hab ich dann das Gefühl nur zu Besuch zu sein, das geht für mich gar nicht. Ausserdem ist die Wohnung doch etwas klein.

Das muss ja alles irgendwie sau-schnell gehen, Objekt finden und Bank fragen, klingt leicht aber vorbereiten will ich mich irgendwie auch.

Was habt Ihr für Erfahrungen gemacht, vielleicht ähnliche und wie habt ihr das dan gemacht?

Vielen lieben Dank für ein paar nützliche Tipps!

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