Baufinanzierung: Können Außenanlagen wie erforderliche Stützmauern bei einem Hausneubau mitfinanziert werden?

3 Antworten

Eine Bank interessiert in erster Linie, ob eine Finanzierung durch ggf. Eigenkapital und eine hohe Wahrscheinlichkeit der Rückzahlung gedeckt ist. Sie wird sich sicherlich schon das Bauvorhaben bzw. die Baupläne anschauen und auch im Hinblick auf ein etwaiges Risiko der nicht Rückführung des Kredites den Neubau beurteilen. Alleine schon aus der Tatsache heraus, sollte sie ihre Grundschuld geltend machen müssen. Sie muss sich eben gewiss sein, dass das Bauprojekt auch marktgerecht ist und zur Not an einen anderen Käufer veräußert werden kann. Insofern könnten vergoldete Wasserhähne schon ein Thema sein :-) Doch ob jetzt eine Außenanlage mit Rollrasen oder durch Stützpfeiler verschönt wird, ist eher weniger das Thema der Bank :-)

Ich bin mir sicher, keine Bank interessiert sich dafür, ob das Darlehen nun für Stützmauern, massivgoldene Wasserhähne oder einen Hubschrauberlandeplatz drauf geht.

Entscheidend ist nur, ob das Darlehen ausreichend abgesichert ist und der Darlehensnehmer ausreichend zahlungsfähig.

lohepudel

Zu den baulichen Außenanlagen gehören Einfriedungen, Aufschüttungen, Mauern, befestigte Wege, Abwasserkanäle, -rohre und Leitungen. Angemessene Kosten hierfür sind wert relevant und fließen somit in den Beleihungswert ein.

Neubauten werden oftmals mit kümmerlich kargen Außenanlagen angeboten. Statt einer massiven Umfriedung findet man teilweise kleinwüchsige Zwerggehölze, die oftmals die nächste Wärmeperiode nicht überstehen. Und bestenfalls als Hunde-WC dienen. Es folgt die Versiegelung des Vorgartens mit grauem Schotter statt Grün. Und den Gast "begrüßen" sodann Mülltonnen, in fast allen Farben - schwarz, gelb, braun usw. -

Für den Wertermittler wäre eine derartig spartanische Gestaltung der Außenanlagen sicher nicht werterhöhend.

Haus bauen oder weiter sparen?

Hallo zusammen,

meine Frau und ich haben uns vor kurzem nun endlich ein Grundstück über ein Zwangsversteigerungsverfahren ersteigert. Und nun kommen natürlich die Gedanken auf, ob man nun bauen sollte oder ob man lieber noch wartet um weiter zu sparen.

Das Grundstück haben wir für den Verkehrswert von knapp 25.000€ (Gutachten liegt vor) ersteigert. Es hat 850qm und ist rechteckig mit einer Straßenfront von ca. 19m. Nun haben wir derzeit natürlich weniger Ersparnisse. Sie belaufen sich derzeit auf ca. 10.000€. Da ich als Freiberufler selbständig bin und erst im September 2013 für 3 Jahre selbständig bin, bekommen meine Frau, die angestellt ist, und ich erst ab dann einen Kredit. Dies wollen die Banken wohl generell als Sicherheit. Im Prinzip werden wir beide die Finanzierung aufnehmen. Ich verdiene recht gut mit ca. 4.000€ netto und meine Frau mit ca. 1.500€ netto auch nicht so schlecht. Bis Ende nächsten Jahren kommen wir dann schätzungsweise auf ein Eigenkapital von ca. 20.000€ + dem Grundstück.

Wir haben auch schon Kontakt zu einem Hausplaner aufgenommen und er hat uns schon einen ersten Entwurf erarbeitet. Dies kann man jetzt ja schon machen und er weiß auch, dass wir nicht sofort bauen wollen. Wir planen ein Fachwerkhaus, welches insgesamt ca. 270.000€ kosten wird inkl. aller Ausstattung, wie Küche, Kamin, Sauna, Terrasse etc. Dies ist natürlich nicht allzu günstig und wir brauchen schon eine recht hohe Kreditsumme. Nun frage ich mich, ob man die günstigen Zinsen derzeit auch mit recht wenig Eigenkapital nutzen sollte oder lieber noch 1-2 Jahre länger warten, um das Eigenkapital zu steigern. Aber andererseits werden die Zinsen sicher wieder steigen und die Preise zum Hausbau auch. So frisst dieser Anstieg eventuell die Ersparnisse wieder auf.

Was würdet ihr tun? Und was macht bei unserer Situation Sinn?

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