Baufinanzierung: Annuitätendarlehen gegen Anuitäten inkl. endfälliges Darlehen mit Bausparen

1 Antwort

Tja dazu fallen wir zwei Dinge ein.

  1. Ich habe das Ganze mal in Excel gefasst siehe https://www.dropbox.com/sh/ln2dn15bq6npshd/f6tBCDL89Y
  2. Du musst Dir bei beiden Finanzierungen verdammt sicher sein, dass Du in den nächsten 25 Jahren in der Immobilie bleibst. Und das ist selbst für einen Beamten inzwischen problematisch.

Die meisten Menschen können ihr Leben in den nächsten 25 Jahren nicht so eindeutig planen. Und beide Finanzierungen kosten eine Menge Geld falls Du z.B. eine andere Wohnung kaufen musst oder willst. Wegen Umzug, wegen Familienproblemen, wegen der Arbeit, wegen des Lebens.

Grundsätzlich ist die Volksbankvariante kostengünstiger allerdings erkaufst Du das mit einer Teilunsicherheit.

Ich argumentieren bei meinen Kunden allerdings anders. Ich empfehle sehr, sehr selten eine Bausparzwischenfinanzierung sondern setze auf 10 - jährige oder 15- jährige Zinsbindungen mit Sondertilgungsrecht und als Annuitätendarlehen.

Warum? Nun - falls mal was dazwischen kommt sind die Vorfälligkeitszinsen deutlich geringer als bei den festen Dingen wie Bausparzwischenfinanzierungen oder 25 Jahren Zinsbindung und ich erspare mir in den ersten 10,15 Jahren viel Zins den ich zur (Sonder-) Tilgung verwenden kann. Da die meisten Finanzierung angespannt sind (auch Deine) empfehle ich Tilgungsraten bei 1 bis 1,25% und 5% oder mehr Sondertilgungsrecht.

Warum glaube ich nicht an deutliche evtl. Zinssteigerung? Nun die EZB hat die Aufgabe die Inflationsrate bei 2% zu halten und auch in diesen Krisenzeiten ist sie nicht davon abzubringen. Und das läßt mich max. 3% an Hypothekenzinsen in der nächsten Zinsperiode nach 10 Jahren erwarten. Sollte sich die Inflationsrate und die Hypothekenzinsen deutlich erhöhen ist das auch kein Thema. Inflation bedeutet höhere Kosten, höhere Kosten bedeuteten höhere Arbeitskosten höhere Arbeitskosten bedeutet höhere nominale Gehälter also auch mehr in Deiner Lohntüte. In 10 Jahren müsstest Du sowieso etwa 15 bis 30% mehr verdienen (nominal) als heute.

Ich halte auch die persönlichen Risiken wie Unfall, Scheidung, Kinder bekommen usw. für so gravierend dass ich jedem rate möglichst flexibel zu bleiben.

Einen Link zu einem 10 jährigen Hypothek mit entsprechender Sondertilgung habe ich ins Excel eingefügt. Da sind nach 10 Jahren ca. 65000 Euro offen und evtl. Zinssprüngen ausgesetzt.

Wir haben mtl. Geld übrig, sollen wir damit Sondertilgung auf großes Darlehen machen oder das Geld zum Ablösen des kleinen Kredites nehmen?

Ich stehe vor folgendem Problem/Entscheidung:

Unsere Hausfinanzierung basiert auf zwei Krediten 1) L-Bank Darlehen (1,6 % Zinsen - kein Sonderkündigungsrecht - Laufzeit 10 Jahre- Restschuld ca. 40000 Euro)

2) Anuitätendarlehen (2,3% Zinsen - 2% Tilgung - festgeschrieben für 15 Jahre)

Wir haben monatlich noch ca. 400 Euro übrig. Nun haben wir zwei Möglichkeiten:

I) Wir sparen die 400 Euro im Monat an und lösen nach 10 Jahren den L-Bank komplett ab (danach könnte man die 400 Euro plus die L.Bank Rate in die große Finanzierung stecken) oder II) wir stecken jährlich ca. 5000 Euro als Sondertilgung gleich in den großen Vertrag (und müssten dann den L-Bank Kredit nachfinanzieren)

Was wäre denn die bessere Alternative?!

Vielen Dank schonmal für Eure kompetenten Antworten...

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  • Haltet ihr das für eine gute Idee?
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  • Mir ist Flexibilität sehr wichtig, das heißt, ich möchte die Ansparsumme und damit die Höhe des späteren Darlehens variieren und auch den Verwendungszweck (falls die Zinsen immernoch oder wieder niedrig sind) verändern können. Was ist bei diesem Vorhaben besonders zu beachten und habt ihr vllt. Sogar konkrete Anbieter, die ihr empfehlen könnt?

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