Barkauf besser als SchuldzinsAbschreibung bei vermiet.Immobilie?

4 Antworten

Es lohnt sich dann Kredit zu finanzieren wenn man sein eigenes Geld besser anlegen kann. Sonst lohnt es sich nicht.
Mit 100000 kann man eine Wohnung kaufen oder zwei zur Hälfte zahlen.

Ob sich das rechnet muss man "ausrechnen". Im Einzelfall. Es gab mal eine Untersuchung einer großen Zeitung die haben ermittelt das "private" Anlegen mit Wohnungen eher Geld verbrennen als machen.
Der einzge Vorteil ist das man 30 Jahre nicht mehr an das Geld kommt und dann zu alte ist das zu verbrassem

DER Deutsche wenn Steuerersparnis hört ist meist sowieso erblindet auf mindestens einem Auge. Deshalb finde ich die Frage allein schon wunderbar.

Allerdings dürfte eine solch vereinachte Gegenüberstellung nicht wirklich weiter helfen. Am ende wird es immer eine Grenzkostenrechnung werden in die folgende Faktoren einfliessen sollten. 1. Was für andere Abschreibungen kann ich auf das Gebäude geltend machen, z.B. Erwerbsnebenkosten, Renovierungen im Rahmen des Erwerbs, sonstige Kosten die im Betrieb ausgelöst werden. Da gibt es einen weiten Gestaltungsspielraum jenseits der reinen Zinsabschreibung die, im Falle einer Wahlmöglichkeit sehr viel mehr Sinn machen können. Seit dem Verbot der Gegenrechnung von Verlusten aus verschiedenen Einnahmequellen ist ein über die Erträge hinausgehender Verlust nicht mehr verrechenbar, verpufft also.

2.tens stellt sich die Frage, was mache ich mit der Liquidität die ich nicht in der Immoblie anlege. Bin ich z.B. bereit diese in einen alternativen Energienfonds anzulegen, gibt es einige Angebote die jenseits der 6% rentieren wäre das kontraproduktiv. Was zu der Frage führt:

3tens welches Risikoprofil will ich für die Geldanlage. Soll in erster Linie ein Werterhalt sicher gestellt werden (auch wieder die Frage wo ist dieser größer, ich teile die derzeitige Panikmache nicht) oder mische ich.

4tens ist der Bonitätszuschlag zu sehen welcher den Zinssatz steigert sobald ich über die 50% Beleihungsgrenze gehe, im Extremfall leicht 1%.

Finanzierung ist immer ein Hebel den ich einsetzen kann, wenn die entsprechende Liquidität vorhanden ist, damit hebele ich aber auch immer das Risiko. Andererseits, eine Immobilie ist auch immer eine Sicherheit, die ich jederzeit heranziehen kann, falls diese unbelastet ist, um andere Investitionen zu tätigen.

Die Reduktion der Sichtweise alleine auf die Steuerersparnis macht also mit Sicherheit keinen Sinn. Das Gesamtkonzept ist entscheidend und das sollte bei solch einer Investition immer vorab und auf die jeweilige Immobilie bezogen vorhanden sein.

Pauschaler Rat hilft da nie weiter. Aber der Mittelweg düfte bei einer Finanzierung mit dem niedrigst möglichen Zinssatz liegen, also irgendwo bei 50% Finanzierung. Erst mal gehen ja die Zinsen weg vom Konto. Es gibt genügend Beispiele von sehr gut verdienenden Investoren die über die Steuereinsparungsgier pleite gegangen sind.

einen klaren Rat gibt es nicht... wie hypokontor beschreibt, sind verschiedene Faktoren relevant, insbesondere die Verzinsung der Alternativ-Anlage. Ein (stark vereinfachtes) Beispiel:

Annahme: Ich habe 100 T€ und erwerbe eine Immobilie für 100 T€. Effektiv-Zins für Kredit liegt aktuell bei 3,5% pa. Mit einem Infrastruktur-Fonds-Indien erziele ich 6% pa (nach Steuer). Miteinnahmen sind 300€/Monat

1.) Barzahlung: 3600€ Mieteinnahmen * 0,7 (Steuersatz 30%) = 2520€ Netto-Einnahme pro Jahr. 2.) Kredit: 3600€ Mieteinnahmen - 3500€ Zinsen = 100€ *0,7 = 70 € Netto-Einnahme aus Vermietung. Mein Infrastruktur-Fonds bringt aber nochmal 6000€ pa. also in Summe 6070€ Einnahmen.

Hier gewinnt klar die Fremdfinanzierung, das steht und fällt aber mit der Alternativanlage. Bringt diese nur noch 2% sieht's ganz anders aus.

Grüße,

Oli

Ab wann AfA (Steuersparimmobilie) - wann beginnen die Abschreibungen?

Hallo an alle, ich war bis jetzt stiller Mitleser und nun bin ich neu hier im Forum, weil ich eine spezielle Frage habe.

Ich erwarb im Mai 2015 eine Wohnung, die in einem 1910 errichteten Baudenkmal-Gebäude liegt und vom gleichen Bauträger vor dem Mieterbezug saniert werden soll. Erstbezug und Übergang von Nutzen und Lasten wird im Juni 2017 sein.

Die Abschreibung teilt sich nun auf zwei Teile auf, in den bereits bei Kauf bestehenden Bestandsteil (minus Kosten für das Grundstück), der mit 2,5% auf 40 Jahre abgeschrieben werden kann und in den durch Sanierung neu errichteten Teil, welcher mit einem erhöhten Prozentsatz auf insgesamt 12 Jahre abgeschrieben werden kann (8x9% und 4x7%).

Zu meiner Frage: Ab wann starten die beiden Abschreibungen im einzelnen?

Nach meinem Verständnis und der Meinung meines Steuerberaters müsste ich die 2,5% bereits in meiner Steuererklärung 2016 eingeben können (Kaufdatum im Mai 2015) und die ersten 9% in meiner Steuererklärung 2018 (Fertigstellung 2017 und Übergang von Nutzen und Lasten 2017). Doch mein Finanzamt lehnte die 2,5% nun ab und ist der Meinung, dass ich sie auch erst 2018 eingeben kann.

Ich wende mich nun an euch, da ich gerne mehrere Meinungen dazu hören möchte und gerne auch die rechtliche Bestimmungen kennen lernen will. Ich würde mich auch sehr freuen, wenn jemand eine Aussage dazu treffen kann, ob das Finanzamt hier Entscheidungsspielraum hat, oder ob der Anfang der Abschreibung gesetzlich (wo im EStG?) geregelt ist.

Vielen Dank im Voraus :)

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Hausbau, mit Sitzrecht + Eigenkapital des Vaters?!?

Hallo,

mein Mann und ich haben uns vor kurzem ein Baugrundstück erworben inkl. einer unterkellerten Doppelgarage darauf. Dies haben wir als Altersvorsorge bzw. für evtl. Nachkommen gekauft. Also nicht für uns zum selbst bewohnen bei einem Hausbau.

Nun möchten wir ein Zweieinheiten-Haus darauf an/bauen, indem dann auch der Vater meines Mannes eine der beiden Wohnungen beziehen soll.

Der Vater möchte sich mit Eigenkapital in die Finanzierung mit einbringen, da für sich selbst es keinen Sinn macht Ende 50 nochmal zu bauen.

Wir dachten an die Konstellation, dass wir das Haus mittels eines Teil des Eigenkapitals vom Vater, plus beider Mieteinnahmen finanzieren können. Der Plan wäre dann , den mtl. Mietanteil des Vaters mit dem Eigenkapital das er eingebracht hat peu a peu zu verrechnen bzw die Miete entsprechend zu mindern. (Risiko einer nicht vermieteten Wohnung ist uns bewusst)

Durch das Eigenkapital des Vaters hätten wir eine gewisse Sicherheit und er bekäme im Prinzip eine Wohnung nach seinem Geschmack +  ein Nießbrauchrecht bzw. Sitzrecht für diese Wohnung.

Der Vater wohnt aktuell in Miete und würde wahrscheinlich sonst ohne dieses Bauvorhaben auch immer in Miete wohnen. So bliebe das Geld zumindest in der Familie.

Ebenso ist darauf zu achten, dass mein Mann einen Bruder hat bzgl. Erbe. Das Verhältnis der beiden ist super, trotzdem will ich es nicht unerwähnt lassen.

Sind diese Gedanken umsetzbar? Was macht hier Sinn, was muss beachtet werden und hättet ihr sonst einen Alternativvorschlag? Wir selbst können das Haus nicht alleine finanzieren.

Abschließend eine Frage zum Bausparer meines Schwiegervaters. Kann man diesen ohne weiteres an uns überschreiben um u.a. an das Darlehen zu kommen?

Vielen Dank für die Hilfe.

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