Banken und Eigenkapital im Vergleich zu Firmen

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2 Antworten

Banken und andere Unternehmen sind grundsätzlich unterschiedlich. Banken hantieren als Geschäftszweck mit Geld und können daher mit wenig Eigenkapital viel bewegen. Es kommt nur darauf an, welche Risiken bestehen und wie diese durch Eigenkapital gedeckt sind. Bei Unternehmen, deren Umsatz mit kleiner Marge bedeutet, daß ein Großteil dessen ja auch wieder als Kosten anfällt, ist das Risiko ein ganz anderes. Ein Automobilbauer oder Pharmaunternehmen muß eine ganz andere Liquidität vorhalten, um das Geschäft mit seinen Vorfinanzierungen und Entwicklungskosten überhaupt tragen zu können.

Bei Eigenkapitalanforderungen und Bewertungen geht es immer um die Risiken relativ zum Eigenkapital bzw. aufgenommenen Fremdkapital. Welches Risiko besteht, daß bei besonderen Ereignissen ein Unternehmen nicht mehr in der Lage ist, die negativen Konsequenzen daraus zu puffern? Diese Antwort sieht für Banken anders aus als für viele andere Unternehmen.

Es gehört numal zum Kerngeschäft einer Bank, dass sie Geld, das die einen bei Ihnen einzahlen oder bei ihnen anlegen, teurer an andere zu verleihen. Dazu braucht es kein Eigenkapital. Es gibt natürlich neben den Einlagen noch einige andere Geldquellen, bei denen sich Banken Geld leihen, das Sie an Kunden, die auch mal Hauskäufer oder Staaten sind, verleihen. Auch dafür braucht es kein Eigenkapital.

Es liegt also in der Natur der Sache, dass Banken wenig Eigenkapital brauchen. Wie nebenbei auch andere Unternehmen, die wenig Anlagevermögen und kein Lager haben.

Finanzschlumpf 13.02.2014, 11:31

Na ja, das sind ja eher "Quelchen". Wenn man die Interbankgeschäfte mal saldiert, ist die Haupquelle auf der Passiva schon die Einlagen, gefolgt vom Eigenkapital.

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neueKarre11 15.02.2014, 15:28

Dazu braucht es kein Eigenkapital

mir hat die Finanzkrise aber was anderes gezeigt. Ob die 8% reichen, stelle ich in Frage.

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