Bank mit hohen Zinsen im Ausland für Sparkonto wählen?

6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Informiere Dich am besten mal über die Bankenkrise in Island. Banken wie die Kaupthing Bank hatten sich auch stark am deutschen Markt umgesehen und immer auf die staatliche Einlagensicherung verwiesen. Dumm nur, dass auch der Staat Island fast pleite war. Das Ende vom Lied war, dass deutsche Kunden erst nach langer Wartezeit entschädigt wurden und zwischendurch in wirtschaftliche Not gerieten.

In Zypern war es noch schlimmer. Da wurden bestimmte Anteile der Guthaben einfach einbehalten.

Wenn Du von "Ausland" redest, dann würde ich mich unbedingt zunächst nach den dortigen Einlagensicherungssystemen und nach der wirtschaftlichen Lage des jeweiligen Landes erkundigen. Was bringen Dir die schönsten Zinsversprechen, wenn das Geld nachher weg ist. Und besonders beliebt dürftest Du Dich dann bei Deiner Nichte auch nicht machen.

Eine sehr sensible Antwort, die ich voll unterschreiben kann. DH!

Sie - wie auch andere Antworten - sind hier noch ergänzungsbedürftig:

mich unbedingt zunächst nach ...

.... der Geschäftssprache des Einlagensicherungsträgers im Schadensfall. Prüfe, ob Du in ihr kommunizieren kannst.

@Timo83:

Findest Du nicht, dass eine Frage nach Ausland ein wenig unspezifisch ist? Hast Du schon mal was von Wechselkursrisiko und politischem Risiko gehört?

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Tagesgeldnomadentum als Anlageidee für die Nichte??? ...

Du scheinst wenig Erfahrung mit dem Thema zu haben. Wer Erfahrung hat weiss, dass sich Konditionen schnell ändern können. Viele, die nach den Rankings gehen und ihr Geld dort anlegen, wo es die höchsten Zinsen bringt, werden zu Tagesgeldnomaden, ziehen also alle sechs bis zwölf Monate zu einer anderen Bank, um dort wieder 0,.. % bessere Zinsen zu haben.

Sinn macht das in aller Regel nicht. Man hat ja auch die Tage der Umbuchung und ein schwer abschätzbares Risiko. Das ist um so höher, wenn wie du schreibst die Zinsen hoch sind. Mehr als aktuell 1,7 % sind nicht nur in D nicht drin, ohne dass man ordentliche Abstriche bei der Einlagensicherung oder sonstwo in Kauf nehmen muss. Du musst dich damit wie mit dem Gerichtsstand, den örtlichen Gepflogenheiten und - am schwersten - damit, wie man im Insolvenzfall wahrscheinlich mit ausländischen Gläubigern umgehen wird (deine Nichte ist dann so einer) auseinandersetzen.

Bei der "kleinen" Nichte gibt es noch anderes zu bedenken. Als Onkel kannst du für Sie kein Sparkonto eröffnen. Da müssen schon die Erziehnungsbereichtigten unterschreiben und wenn die dann prozessieren darf, um an ihr Geld zu kommen, war das so richtig "eine tolle Entscheidung". Dazu kommt auch, dass die "kleine" Nichte ja auch die Zeit hätte, das Geld vernünftig anzulegen. Ein Sparkonto ist dafür im Gegensatz zu einem Fonds wenig geeignet. Schon mal überlegt, dass es gerade mal vier Jahre her ist, als sich jeder fragte, ob sein Geld bei der Bank sicher ist? Auch in Deutschland.

Vielen Dank für die zahlreichen Antworten. Ich weiß, dass ich das Einverständnis der Eltern zur Eröffnung eines Sparkontos benötige und die auch unterschreiben müssen. Das ist geklärt und sie sind auch mit der Eröffnung eines Sparkontos für die Kleine einverstanden. Es soll jeden Monat ein kleine Summe auf das Sparkonto fließen, ich habe nur gehört, dass ein Tagesgeldkonto bessere Zinsen bietet als ein Sparbuch. Ich habe beispielsweise Banken in Estland oder den Niederlanden mit höheren Zinsen entdeckt. Allerdings werde ich da nach Euren Ratschlägen wohl eher Abstand von nehmen und mich weiter informieren. Vielen Dank für Eure bisherigen Tipps, für weitere bin ich natürlich immer dankbar.

BHW Bausparen - hab ich mich verulken lassen?

Hallo Leute,

kennt sich jemand mit dem Bausparvertrag von der BHW (Dispo Maxx) aus und kann mir einen heißen Tipp geben?

Im November 2011 war ich bei der Postbank und habe nach einer Möglichkeit gefragt, immer mal wieder etwas für meine Bafög-Rückzahlung zurücklegen zu lassen. Angeboten wurde mir BHW Dispo MaXX. Ich wollte nichts blindlings abschließen und hab mich wirklich lange beraten lassen ( fühlte mich am Ende auch eigentlich gut beraten) aber heute kam mein erster Kontoauszug und irgendwie häufen sich gerade die Nachteile.

  1. Die 100€ Abschlussprämie, die meine ersten beiden Zahlungen von 50€ schon mal komplett aufgewogen haben. Wwas einen Kontostand von...0 € macht. Ich habe meinen Berater ungefähr hundert Mal gefragt ob das Abschließen eines solchen Vertrages etwas kostet und er sagte immer wieder nein. Ist das nicht schon ein bisschen dreist gelogen?
  2. Muss ich die vollen 7 Jahre lang durchsparen? Oder kann ich mir das angesparte Geld schon vorher auszahlen lassen, falls ich es brauche?

Ich bin drauf und dran hinzugehen und das Konto (auf dem sich ja noch kein Geld befindet) aufzulösen, weil ich Angst habe, durch meine Dummheit Geld zu verlieren. Ginge das nach 3 Monaten überhaupt schon? Und sind die 100 Abschlussgebühr dann verloren?

Ich hab das Gefühl, ich hätte einfach ein ganz normales Sparbuch eröffnen sollen und ärger mich, dass ich mich von den ach-so-hohen Zinsen habe locken lassen.. (zumal ich gar nicht bauen möchte..)

Grüße, Sabine

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