Mein baldiger Ex-Mann hat ein Haus geerbt, hat aber auch hohe Steuerschulden, hafte ich für die - trotz Gütertrennung mit?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Oh, ein Roman.....

Damals teilte man mir mit, dass ich trotz meiner Gütertrennung für diese Schulden mithafte

Das kann sich ja nur auf die Einkommensteuer beziehen. Nach § 44 AO seid ihr Gesamtschuldner, wenn ihr eine Zusammenveranlagung durchführen lasst.

Alle übrigen Steuern, die der Mann selber "produziert" hat, sind und bleiben seine eigenen.

Ich hätte angeblich irgendeine Abtrennungserklärung beantragen müssen.

§ 268 AO. Du hättest die Aufteilung der Steuerschuld beantragen müssen.

Woher hätte ich das wohl damals wissen sollen?

Umso unverständlicher, wenn man sieht, dass man plötzlich in die Schulden des Partners hineingezogen wird, dass man sich da nicht fachlichen Rat holt. Steuerberater gab es auch schon damals, und eine Beratung wäre allemal preiswerter als für die Schulden des Mannes einzuspringen.

Aber, und jetzt kommt die gute Nachricht:

Was soll ich bloß tun?

Du kannst diesen Antrag immer noch stellen und dich so aus dieser Schuldenfalle befreien.

Der Roman hätte noch viel ausführlicher sein müssen, um alles genau zu erklären. Aber das war einfach zuviel! Genau, ich sollte für die Einkommenssteuer mithaften, das wurde mir allerdings erst im letzten Jahr, bevor wir umzogen, mitgeteilt. Vorher ging ich immer davon aus, dass ich damit nichts zu tun habe.

Er hat niemals eine Einkommenssteuererklärung abgegeben und ich habe niemals irgendwas mit ihm zusammen unterschrieben (außer Mietvertrag). Darum wurde er ja geschätzt. Uns ging es finanziell dermaßen schlecht, dass wir von der Hand in den Mund gelebt haben, darum konnte er keinen Steuerberater bezahlen und ich erst recht nicht, denn der verlangte Vorkasse, und zwar nicht wenig!

Ja, damals gab's kein Internet und da das FA dann stillhielt, meinte er, man solle keine schlafenden Hunde wecken. Ich wollte ihm nicht in den Rücken fallen. Ist das denn wirklich wahr, dass ich diesen Antrag immer noch stellen kann und dann aus dem "Mist" raus bin? Ich kann das gar nicht recht glauben. Aber dann muss ich doch zum FA - und liefere ihn ans Messer, oder? Sollte ich sofort tätig werden, sobald die Scheidung ausgesprochen ist?

In meinem Bekanntenkreis gibt es eine Steuerberaterin, mit der ich zwar so gut wie gar nichts mehr zu tun habe (die Ex von einem aus meiner Familie) aber vielleicht könnte ich die mal fragen, was ich machen soll. Weiß nicht, ob sie mir helfen würde.

Meine Anwältin sagt mir immer nur: "Das hat nichts mit der Scheidung zu tun.", wenn ich sie was frage. Ist wohl ihr Standardsatz, bekomme ja nur PKH. Wenn ich einmal PKH bekomme, werde ich nicht jetzt für diese Sache nochmal bei einem anderen Anwalt PKH bekommen.

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Nochmal:

Kann ich diese Aufteilung jetzt selber schriftlich beantragen oder muss das ein Anwalt machen?

Brauche ich dann nur kurz ans FA zu schreiben?

Hiermit beantrage ich lt. § 268 AO die Aufteilung der Steuerschuld ......, da wir in der Ehe Gütertrennung vereinbart hatten und ich somit für die Schulden des ,,,,, nicht hafte.

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@kreuzdame

Das kannst du selber machen. Eine Begründung brauchst du nicht. 

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Da steckt eine Menge an Ungereimtheiten drin. Konsultiere einen Anwalt zu dieser Sachlage, denn hier wirst Du allenfalls Vermutungen präsentiert bekommen, da die vollständige Situation hier gar nicht zu schildern ist.

Ich erkenne beispielsweise nicht, warum Du im Fall einer Gütertrennung für Schulden Deines Ehemanns haften solltest, es sei denn, Du hast eine Bürgschaft übernommen oder bist in irgendwelche Verträge gesamtschuldnerisch mit Deinem Ehemann eingetreten.

Ich vermute, daß eines der Ergebnisse auch sein könnte, daß Du den Scheidungsantrag zurückziehst :-) Kläre das mit einem Anwalt. Suche Dir JETZT einen solchen.

Ich erkenne beispielsweise nicht, warum Du im Fall einer Gütertrennung für Schulden Deines Ehemanns haften solltest


Dann schau dir mal den § 44 Abgabenordnung an.

http://www.buzer.de/gesetz/1966/a27736.htm


Kläre das mit einem Anwalt.


Steuerberater ist besser. Der kennt sich mit sowas aus.

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Nein, es ist genauso, wie der Vorredner gesagt hat: ich hafte trotz Gütertrennung für die Einkommenssteuer. Nein, der Scheidungsantrag wird niemals von mir zurückgenommen. Nicht nur, dass ich belogen und betrogen wurde, ich bekomme auch aufgrund meiner miesen finanziellen Lage PKH. Da ziehe ich mit Sicherheit nichts mehr zurück.

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