Bahncard 100 durch Arbeitgeber bezahlt. Wem stehen die Erstattungen bei Verspätung zu ?

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3 Antworten

Du handelst hier nicht auf eigene Rechnung, sondern auf Rechnung des Arbeitgebers bzw. eines Auftraggebers.

  • Erstattungen, die bei Flug- oder Bahnreisen Deine zusätzlichen Verpflegungs- oder Unterbringungskosten betreffen, können von Dir entsprechend direkt verwendet werden, müssen jedoch auch in der Dienstreisekostenabrechnung angegeben werden.

  • Erstattungen, die sich auf den Beförderungvertrag als solchen beziehen (aufgrund von Verspätungen, Ausfällen, Umleitungen), stehen dem Arbeitgeber zu, denn Deine Vergütung erfolgt über die Arbeitszeit bzw. Reisezeit. Reisekosten werden erstattet.

Während es bei Bahnfahrten meist nur um sehr kleine Beträge geht, ist dies bei Flugreisen deutlich relevanter und daher kenne ich auch die immer wiederkehrende Diskussion. Eine "Kompensation" für einen z.B. überbuchten Flug, von dem Du zurücktreten mußt und auf die nächste Maschine umgebucht wirst, wäre damit nicht zu Deiner Verfügung, sondern der des Arbeitgebers. Du kannst also die zum Teil einigen Hundert EUR oder USD nicht einfach einstecken.

Würdest Du dagegen ein jährliches Pauschalbudget vom Arbeitgeber bekommen, über das Deine Reisekosten und Reisezeiten abgegolten sind, dann wäre in der Tat eine Erstattung als Aufstockung Deines Reisebudgets zu sehen. Der Betrag geht nicht an den Arbeitgeber.

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Das hat weniger Damit zu tun, wer die Karte getragen hat, sondern werde die Folgen dieser Verspätung getragen hat.

Hat deii Verspätete Rückkehr von der Dienstreise bedeutet, dass Du weniger Freizeit hattest, ist es Dein Geld.

Wenn Arbeitszeit verloren ging (nicht von Dir durch Mehrarbeit ausgeglichen) dem Arbeitgeber.

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Arbeitsrechtlich ist das völlig eindeutig - die Erstattung steht einzig dem Arbeitgeber, der die Bahncard bezahlt hat, zu. Der Arbeitnehmer könnte seinen Verpflegungsmehraufwand ggf. bei seiner Einkommenssteuererklärung geltend machen.

Der Arbeitnehmer läuft hier das Risiko einer Abmahnung, wenn der die Erstattung nicht seinem Arbeitgeber mitteilt. Es steht dann arbeitsrechtlich auf einem völlig anderem Blatt, ob der Arbeitgeber die 15 € auch wirklich haben möchte, oder sie beim Arbeitnehmer belässt.


Fazit : Du hast eine Mitteilungspflicht an deinen Arbeitgeber, eine Bringeschuld - man könnte auch sagen: Melden macht frei !!!

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