Bafög, Steuererklärung und "außergewöhnliche Belastungen"

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2 Antworten

Vielleicht hilft Dir dieser Link weiter:

http://www.smartsteuer.de/portal/lexikon/U/Unterhaltsaufwendungen.html

Folgender Absatz spricht dagegen: Unterhaltsaufwendungen sind nur dann als außergewöhnliche Belastungen steuerlich abziehbar, wenn die unterhaltene Person gegenüber dem Stpfl. gesetzlich unterhaltsberechtigt ist. Gesetzlich unterhaltsberechtigt sind die Personen, denen gegenüber der Stpfl. nach dem Zivilrecht unterhaltsverpflichtet ist. Dies sind u.a. Verwandte in gerader Linie (Kinder, Enkel, Eltern). Allerdings setzt die Unterhaltsberechtigung insoweit zivilrechtlich die Unterhaltsbedürftigkeit der unterhaltenen Person voraus (§ 1602 BGB).

Andererseits steht hier: Die Unterhaltsverpflichtung folgt aus §§ 1360, 1360a BGB. Danach sind die Ehegatten einander verpflichtet, durch ihre Arbeit und mit ihrem Vermögen die Familie angemessen zu unterhalten. Ist einem Ehegatten die Haushaltsführung überlassen, so erfüllt er seine Verpflichtung, durch Arbeit zum Unterhalt der Familie beizutragen, in der Regel durch die Führung des Haushalts (§ 1360 BGB).

Ich würde mal beim Finanzamt anrufen, die geben da eigentlich auch immer Auskunft. Bitte informiere uns hier wieder - ich finde das eine sehr gute Frage!

Vielen Dank für deine Antwort karljosef. Also habe ich zumindest nicht alleine das Gefühl das es hierzu unterschiedliche Auffassungen gibt. Wir haben das Finanzamt bereits hierzu befragt aber auch hier leider keine eindeutige Antwort erhalten. Wir haben jetzt mal Widerspruch gegen den Steuerbescheid eingelegt da hier die "Unterhaltsleisungen" nicht berücksichtigt wurden. Die leiten dann unseren Widerspruch an die Rechtsabteilung weiter, also es bleibt weiterhin spannend.

Gerne halte ich euch hierzu auf dem Laufenden...

Viele Grüße

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