Autounfall unter Alkohol

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6 Antworten

Klar zahlt die Kfz- Haftpflicht erst einmal den verursachten Schaden.

Im Anschluss daran kann Deine Bekannte aber damit rechnen, dass sie den Betrag zurückzahlen muss und von der Versicherung die Kündigung erhält.

die Privathaftpflicht ist nicht der letzte Anker für die Zahlung von Schäden, die andere Versicherungen nicht zahlen. Würde die Privathaftpflicht hier einspringen, würde ich meine Kfz-Versicherung sofort kündigen (wenn es denn möglich wäre), denn letztendlich zahle ich ja in der Privathaftpflicht deutlich weniger.

Den Schaden wird die Kfz-Haftpflicht zahlen. Sie kann sich jedoch an den Versicherten wenden und den in seine Pflicht nehmen - monetär.

Ich weiss nicht, warum Leute glauben, dass immer irgendjemand für die Kosten ihres rechtswidrigen Verhaltens aufkommen soll. Autofahren unter Alkoholeinfluss ist rechtswidrig und jedes Kind weiss das. Wer es trotzdem tut und einen Unfall verursacht, muss für die Kosten selbst aufkommen. Dass die Kfz-Versicherung die Eigenbeteiligung auf 5.000,- EUR begrenzt ist doch sehr kulant.

Wie bereits erwähnt, gilt für private Haftpflichtversicherungen die Benzinklausel. Abgesehen davon zahlt die private Haftpflichtversicherung auch dann nicht, wenn der Schaden vorsätzlich verursacht wurde. Ich denke nicht, dass die Poller vorsätzlich beschädigt wurden, aber möglicherweise war die Autofahr unter Alkoholeinfluss vorsätzlich.

Sorry, ich habe für diese Frage kein Verständnis.

borobo 05.04.2013, 20:21

Ja Verständnis hab ich dafür auch nicht, es war ja lediglich eine Frage ob eine Versicherung dafür aufkommt, denn für den Fall dass es so wäre, dann sollte man dies doch auch nutzen, denn man zahlt ja auch Vers.-Beiträge. Das mit dem Alkohol ist unverständlich und wird ja auch bestraft und sie zieht hoffentlich eine Lehre fürs Leben draus. Danke dir für die Info

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Bei einer Trunkenheitsfahrt kann der Versicherungsschutz erlöschen, das gilt für die Kfz.Haftpflichtversicherung - bekanntlicherweise ist das Führen eines KfZ. unter Alkohol sogar eine Straftat nach Strafgesetzbuch:

§ 316 Trunkenheit im Verkehr

(1) Wer im Verkehr (§§ 315 bis 315d) ein Fahrzeug führt, obwohl er infolge des Genusses alkoholischer Getränke oder anderer berauschender Mittel nicht in der Lage ist, das Fahrzeug sicher zu führen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft, wenn die Tat nicht in § 315a oder § 315c mit Strafe bedroht ist.

Eine private Haftpflichtversicherung wird auch niemals für die Folgen einer Trunkenheitsfahrt haften.

Der Unfallverursacher muss neben den strafrechtlichen Folgen wie Führerscheinentzug auch damit rechnen, zivilrechtlich für den Unfallschaden aufkommen zu müssen.

Natürlich kommt die Privathaftpflicht dafür nicht auf. Die Versicherung muss zwar über die Kfz-Haftpflicht den Schaden ersetzen, aber sie wird bis zu einer Höhe von max. 5.000.- Euro regressieren, Liegt der Schaden darunter, wird Deine Bekannte den Schaden in voller Höhe an die Versicherung zurückzuzahlen haben.

borobo 05.04.2013, 20:09

Danke erst einmal für die schnelle Info.

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Was soll denn "zahlt nicht" bitteschön heißen? Das ist Unfug, dafür ist die Kfz-Haftpflicht da, kann aber Regreß nehmen.

Und die private Haftpflichtversicherung hat die "Benzinklausel". Google mal, was das heißt. Nichts Gutes in diesem Fal!

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