Autokauf im EU-Ausland als Gewerbetreibender / Verkauf an privat?

2 Antworten

Gewerbetreibender A stellt dieses dem Privatmann B 1:1 mi 19% USt in wiederum in Rechnung. Privatmann B zahlt diese Rechnung.

Nichts daran auszusetzen.

Fast 5 Jahre später, meldet sich nun das Finanzamt bei A und fordert Geld nach. Forderung entspricht ungefähr den 19%.

Die melden sich ja nicht "Hall A schöne Grüße, zahle uns mal ........,- Euro.

Wenn ein Finanzamt Geld will kommt entweder ein Bescheid. Der benennt die Steuerart die gefordert wird (hier wohl Umsatzsteuer), den Betrag, die Zahlungsfrist und soweit ich die kenne auch den GRund. Entweder die Steuererklärung, oder "Dier Bescheid ändert den Bescheid vom ..." und dazu dann im Allgemeinen auch die Begründung, warum ein Bescheid geändert wurde.

Also einfach mal die Lesebrille aufsetzen und den Bescheid genau ansehen.

Wenn so gebucht und gezahlt wurde wie im Sachverhalt beschrieben, müsste die Steuer seinerzeit richtig festgesetzt worden sein und das müsste dann auch richtig gezahlt worden sein.

Vielen Dank für die ausführliche Antwort.

In diesem Falle bin ich der Betroffene B.

A liegt ein Bescheid  vor, mit der Begründung das es sich um eine Betriebsprüfung aufgrund des damals erworbenen Fahrzeuges handelt. Das Finanzamt stellt eine Nachforderung die exakt den 19% UST entsprechen.

Zusammengefasst kann ich also davon ausgehen, dass die Zahlung von mir an A so korrekt abgewickelt wurde und  dieser aller Vermutung nach zum damaligen Zeitpunkt die Rechnung nicht durch seine "Bücher" hat laufen lassen?

Daher nun die Nachforderung?

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@dreamon
In diesem Falle bin ich der Betroffene B.

Womit der Fall für Dich erledigt ist. Du hast bezahlt netto + 19 % Thema durch.

Vermutlich hat der damals "vergessen" die Zahlung zu buchen.

Also wird er nun zahlen müssen. Wenn es bei einer Betriebsprüfung hochkam dürfte die Sache klar sein.

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Ein Gewerbetreibender verkauft nicht ohne Umsatzsteuer.

Ein anderer schon. Beispielsweise ein Apotheker.

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Vorsteuer bei Leistung für EU-Ausland

Ich bin in Deutschland umsatzsteuerpflichtiger Freiberufler und habe erstmals eine Beratungsleistung für ein Unternehmen (mit USt-Id) im EU-Ausland (Österreich) erbracht. Wie vereinbart möchte ich nun eine Rechnung über Honorar und nachgewiesene Reisekosten stellen. Bei einer Inlandsleistung würde ich also die Gesamtsumme mit 19 % beaufschlagen und mir die Vorsteuer aus den Reisekosten zurückholen. Da hier aber ein B2B-Geschäft mit ausländischem Leistungsort vorliegt, müsste das "Reverse-Charge"-Prinzip greifen und ich eine Rechnung ohne Umsatzsteuer stellen. Was ist aber nun mit der von mir bezahlten Umsatzsteuer zum einen in Deutschland (z.B. Bahn) und zum anderen in Österreich (z.B. Hotel)? Kann ich das eine und/oder das andere als Vorsteuer in Deutschland geltend machen? Für eine fachkundige Auskunft wäre ich dankbar.

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Wie läuft das mit der Rechnung an Unternehmer in der EU?

Guten Abend,

ich verkaufe Download-Artikel in einem Online-Shop, also Artikel, die nicht versandt werden, sondern zum Download zur Verfügung stehen. Es geht im Folgenden um die korrekte Rechnungsstellung.

Folgendes weiß ich bereits:

1) Ist der Käufer ein deutscher Privatmann oder ein deutsches Unternehmen, wird ganz normal 19,00% Umsatzsteuer berechnet. Hier ist alles klar.

2) Ist der Käufer ein Privatmann oder ein Unternehmen aus einem Drittland (z.B. USA), dann muss ich eine Netto-Rechnung ausstellen. Diese Netto-Rechnung darf keine Umsatzsteuer enthalten, sondern es wird der gesamte gezahlte Betrag als Nettobetrag gezahlt. Wenn der Käufer also insgesamt 10,00 Euro gezahlt hat, dann muss ich die Rechnung auch über einen Nettobetrag von 10,00 Euro ausstellen. Privatmann und Unternehmen werden in diesem Fall gleich behandelt.

Nun geht es um die Rechnungsstellung in die EU: Seit Anfang diesen Jahres gibt es den "Mini-One-Stop-Shop". Dementsprechend muss ich bei Privatpersonen immer denjenigen Mehrwertsteuersatz berechnen, der im Land der Käufers gilt und auch an den dortigen Staat abführen. Bei Unternehmen muss ich allerdings das Reverse-Charge-Verfahren beachten.

Meine Frage hierzu: Ich verkaufe die Download-Artikel zu einem Festpreis (z.B 10,00 Euro), egal aus welchem Land der Käufer kommt. Bei einer Rechnung nach Deutschland erhalte ich 8,40 Euro (10,00 Euro - 19% USt.), bei einer Rechnung in ein Drittland erhalte ich 10,00 Euro (10,00 Euro - 0,00% USt. = Netto-Rechnung), bei einer Rechnung an einen Privatmann (z.B. in Frankreich, wo 20% USt. gilt) erhalte ich 8,33 Euro (10,00 Euro - 20% USt.). Aber wie viel erhalte ich bei einem Unternehmen aus der EU (nehmen wir an, es befindet sich ebenfalls in Frankreich, wo 20% USt. gilt)? Über welchen Betrag muss ich hier - unter Beachtung der Reverse-Charge-Regelung - die Rechnung ausstellen? Muss ich hier die 20% USt. von 10,00 Euro abziehen und die Rechnung dann über einen Nettobetrag von 8,33 Euro ausstellen, mit dem Verweis auf die Reverse-Charge-Regelung?

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