Auto - Kleine Schramme - Schuldlage klar - Muss Anwalt des Klägers trotzdem bezahlt werden?

1 Antwort

Hallo, Du musst den Anwalt nicht bezahlen, wenn es weder Zweifel an Deiner Schuld noch am Zahlungswillen von Dir bzw. Deiner Versicherung gibt und auch sonst in keiner Weise Verzug von Deiner Seite vorliegt.

Siehe z.B. hier

https://www.focus.de/auto/ratgeber/recht/auto-versicherung-muss-nach-unfall-anwaltskosten-ersetzen_id_3614639.html

obwohl die Überschrift zunächst was anderes vermuten lässt.

Leider sind Versicherungen in diesem Punkt wie auch bei Bagatellschäden übertrieben großzügig, weil es weniger Arbeit macht und meist vom Versicherten wegen des SFR übernommen wird.

Energisch bei der Versicherung protestieren und mit dem Ombudsmann drohen. Vielleicht hilfts.

Selber Anwalt beschäftigen frühestens, wenn Versicherung sich stur stellt.

Und selbst den Kostenvoranschlag kritisch prüfen, ob nicht ein paar alte Sachen mit reingerührt wurden. Auch das macht die Versicherung bei Bagatellschäden in der Regel nicht.

Viel Glück

Barmer

Dankeschön Barmer, eine sehr hilfreiche Antwort. Ich werde morgen bei meiner Versicherung nachfragen ob die Anwaltskosten im Falle eines Rückkaufs auf mich zurückfallen und wenn ja werde ich dagegen protestieren diese so hinzunehmen. Dankeschön! :)

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Zitat: "Und selbst den Kostenvoranschlag kritisch prüfen, ob nicht ein paar alte Sachen mit reingerührt wurden."

Bei einem von mir verschuldeten Rempler, mit kleinem Kratzer an der unlackierten Kunststoff- Stoßstange des anderen Fahrzeugs, belief sich Kostenvoranschlag den sich der Geschädigte bei seiner Werkstatt holte, auf unglaubliche 3.600 EUR. Als ich meine Versicherung bat, mir den Kostenvoranschlag zur Prüfung zugänglich zu machen, verweigerte sie dies mit einem angeblichen "Datenschutz". Die Idioten haben bezahlt, obwohl die Herabstufung im SFR bei mir nicht zu einer höheren Prämie führte. 

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Gerichtles Gutachte sprengt Kosten, wie sind diese zusammengesetzt?

Hallo,

habe vor knapp einem Jahr einen unverschuldeten Unfall auf einem Parkplatz gehabt. Nach Schreiben der gegnerischen Versicherung habe ich einen Gutachter bestellt - Schadenshöhe 6000€. Nach 3 Wochen rief mich ein Gutachter der Gegenseite an und wollte das Auto nachbesichtigen - ich willigte ein, hatte ja nichts zu verbergen. Das Gutachten verlief sich auf 2000€, ich war nach Erhalt echt geschockt. Versicherung lehnt Schuld ab, erklärte das 1. Gutachten für nichtig und fordert eine Haftungsquote von 50/50, Sie haben folgend ca. 900€ überwiesen ohne Rücksprache, der Fall war damit für die gegnerische Versicherung erledigt.

Zum Jahresende wurde ich zusätzlich in meiner KFZ Versicherung hochgestuft da die Schuldfrage nicht geklärt ist.

Inzwischen ist fast ein Jahr vergangen, stehe aktuell vor Gericht (ohne Rechtsschutz). Das Gericht hat vor 3 Monaten einen dritten Gutachter bestellt, habe einen Auslagenvorschuss von 1500€ zahlen müssen. Nach 3 Monaten bekomme ich die Nachricht, dass das Gutachten fast fertig ist aber weitere 900€ überwiesen werden sollen auf Grund von erhöhtem Aufwand.

Wie soll ich jetzt vorgehen? Habe bereits Gerichtskosten und 1. Auslagenvorschuss bezahlt. Der bestellte Gutachter hat schlechte Bewertungen auf Google, dass dieser parteiisch gegenüber Versicherungen wäre.

Aktuell habe ich keine Einsicht in das neue Gutachten, hinsichtlich Bewertung der Höhe. Die Kosten des Gutachten belaufen sich inzwischen auf 2400€, das ist doch nicht rechtens bei einem Streitwert zwischen 2000-6000€ oder ?

Zur Info, diese Versicherung ist bekannt für Kürzungen (H-C)

Ich bitte um hilfreiche Kommentare.

Gruß Peter.

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