Auto in die Werkstatt gebracht wegen Quietschen, bezahlt und Fehler nicht behoben, kann man das Geld wieder verlangen, wie ist die Rechtslage?

2 Antworten

Du hast mit der Werkstatt einen Werkvertrag nach § 631 BGB geschlossen. Dieser Vertrag ist erst erfüllt, wenn der Mangel behoben ist. Wenn die Reparatur mangelhaft ausgeführt wurde, musst du der Werkstatt die Gelegenheit zur Nachbesserung geben. Die Rechtsprechung billigt überwiegend 2 kostenlose Nachbesserungsversuche zu. Erst danach kannst du Mindern oder vom Vertrag zurücktreten und eine andere Werkstatt beauftragen.

Nach Auffassung des OLG Hamm sind auch solche Teile der Fehlersuche zu bezahlen, die nicht direkt mit dem Fehler in Zusammenhang stehen (OLG Hamm, 16.09.2020 - 12 U 177/19)

Keilriemen und Rippenriemen sind sehr wahrscheinlich das gleiche Bauteil, nur zwei verschiedene Bezeichnungen. Dass der Preis für die Fehlersuche bezahlt werden muss, ist nun mal so. Was könnt ihr tun? Das Auto wieder zur Werkstatt bringen und denen sagen, dass es daran nicht lag. Oder ihr sucht euch eine andere Werkstatt und sagt, was bereits getauscht wurde.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Kfz-Meister

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