Auszahlungsverweigerung wegen nicht unterschriebenen Stundenzettel?

3 Antworten

Nun muß ich extra um den Stundenzettel für diesen Monat zu unterschreiben in die Firma fahren um mein Lohn ausgezahlt zu bekommen!

Erstelle selbst einen formlosen Stundenzettel - anhand der Daten, welche Du über whatsapp weitergeleitet hast und unterschreibe diesen .... und sende ihn perpost ( in diesem Fall Einwurfeinschreiben ) an den bisherigen Arbeitgeber .... und kündige bereits mit diesem Schreiben an, dass Du Rechtsmittel zur Zahlung des ausstehenden Lohnes veranlassen wirst, soweit die Firma nicht fristgerecht abrechnet und bezahlt.

Dazu steht dir kostengünstig ! ( ohne Einschaltung eines kostenträchtigen Anwalts ) die Möglichkeit offen gegenüber dem AG einen Mahnbescheid zu veranlassen .....

https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/geld-versicherungen/kredit-schulden-insolvenz/gerichtliches-mahnverfahren-einleiten-so-kommen-sie-an-ihr-geld-31119

Gebe ich Dir absolut Recht.

Wenn der Arbeitgeber auf Krawall gebürstet ist und sich quer stellen will, wäre ich aber etwas zurückhaltender.

Widerspricht der Arbeitgeber dem Mahnbescheid, kommt es zum Gerichtsverfahren verbunden mit den entsprechenden Kosten.

Ich persönlich wäre in der Situation selbst nachgiebiger. Recht haben und Recht bekommen - Du kennst das ja.

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Rein rechtlich sicher eine Grauzone. Einerseits kann der Arbeitgeber verlangen, dass Du ihm den Stundennachweis für die Lohnbuchhaltung ausfüllst und unterschreibst. Andererseits wurden die Arbeitszeiten ja auch schon per WhatsApp mitgeteilt.

Whatsapp ist nichts anderes als eine Postkarte oder SMS und daher prinzipiell rechtsgültig.

Andererseits was hast Du für Optionen? Du kannst den zivilen Rechtsweg bestreiten mit Klage und Gerichtskosten. Oder Du fährst halt hin und erfüllst dem Arbeitgeber seinen Wunsch. Letztere Alternative dürfte schneller, preiswerter und einfacher sein.

Rein rechtlich ist der AG auf der sicheren Seite, kann einen von Dir unterschriebenen Stundenzettel verlangen.

Denn nur weil er Arbeitszeiten per WhatsApp vorgibt, heißt das ja nicht automatisch, dass Du auch genau so gearbeitet hast.

Und selbst wenn, besteht der Anspruch!

Wieviele tausende von Kilometern müsstest Du denn dorthin fahren?

Es ging mir hier nur um das rein rechtliche. Nur weil der Chef bzgl. Meiner Kündigung nicht erfreut war, hat er mir diese Aussage vor die Füße geworfen.

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