Auswirkung des Wegfalls der unbeschränkten Steuerpflicht der Ehefrau im Jahr des Ereignisses

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2 Antworten

Erfolgt auch 2015 noch Zusammenveranlagung,

Ja. Die Voraussetzungen dafür lagen ja an mindestens einem Tag im Jahr vor.

kann also der Ehemann für das gesamte Jahr 2015 Steuerklasse III beibehalten?

Ist zwar unerheblich, aber ja. M.E. ist das wegen § 38b (1) Nr. 3 Bu a) DoBu aa) EStG sogar zwingend (wird aber von niemandem nachgehalten)

Wie wirken sich dann die Einkünfte der Ehefrau aus - werden sie im Rahmen des Progressionsvorbehalts berücksichtigt?

Sofern eine Einordnung in eine unbeschränkte Steuerpflicht nach § 1 Absatz 2 oder 3 verneint wird: Ja, weil Wegzugsbesteuerung.

Ist die Steuerpflicht nach § 1 Absatz 2 oder 3 zu bejahen, kommt es auf die Arbeit, das Land, die Zeit und auf das DBA an. Sofern der Wegzug und der Arbeitsplatzwechsel synchron erfolgt, dürfte es nicht mal einen DBA-Fall geben.

Besteuerung ab 2016. Ich nehme an Getrenntveranlagung,

Nein. Einzelveranlagung. Die getrennte Veranlagung gibt es nicht mehr und überdies käme sie auch dann nicht in Frage, da es ja dennoch eine Ehegattenveranlagung wäre. Also: Einzelveranlagung.

das heißt die Einkünfte des Ehefrau spielen bei der Steuererklärung des Ehemannes keine Rolle mehr. Ist das richtig?

Richtig. Denselben Effekt erzielt man aber auch in den Jahren vor 2016 durch eine Einzelveranlagung bzw. (früher) getrennte Veranlagung.

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Damit EnnoBecker die hilfreichste bekommen kann:

  1. 2015 Zusammenveranlagung.

  2. Die Einkünfte der Ehefrau mit Progressionsvorbehalt in die Erklärung.

  3. ab 2016 Einzelveranlagung.

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