Aussichten anwaltlicher Vertretungen bei geschlossenem Immobilienfonds?

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3 Antworten

Die Tatsache, daß ein Investment eine Negativentwicklung nimmt, gibt keinen Grund für eine Klage gegen irgendjemanden. Die Tatsache, daß ein geschlossener Immobilienfonds schlecht läuft, ist ein übliches Risiko. Ich kenne einige Bekannte, die offene oder geschlossene Immobilienfonds gekauft haben und glauben, eine Negativentwicklung rechtfertige eine Klage. Mitnichten!

Die Kernfrage ist also, was denn Gegenstand der Klage vor Gericht sein soll. Gegen welche gesetzlichen Auflagen oder vorgeschriebene Vorgehensweisen wurde verstoßen? Wie ist das nachzuweisen? Dazu läßt Du Dich nicht aus.

Wenn Du die Antwort darauf schlüssig begründet geben kannst, bist Du einen Schritt weiter und es bestehen Chancen auf außergerichtliche Einigung oder Erfolg vor Gericht.

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GAFIB 03.04.2014, 21:53

Stimmt, Aufgabe einer qualifizierten Beratung ist es, auf die mit einem Investment verbundenen Risiken hinzuweisen und eine Angemessenheitsprüfung durchzuführen - und dann ggf. auch abzuraten.

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Um heraus zu bekommen, ob die an sonsten eingesetzte Verjährung in genau dem Fall deiner Mutter aus irgendeinem Grund ausgesetzt war, braucht es vielleicht einen Anwalt.

Vielleicht reicht es aber auch, wenn du dich im Internet (das ist voll von Informationen) intensiv einliest und das, was du dort findest mit dem Fall deiner Mutter vergleichst.

Wie die Chancen stehen, wenn sich der Geschädigte an die Swiss Life Select als Rechtsnachfplger des AWD wendet, kann ich schwer beurteilen. Generell halte ich dann irgendeine Form eines Vergleichsangebots für möglich.

Ich hoffe, dass dir Betroffene oder der eine oder andere Vermittler des DLF weiterhelfen kann.

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Wenn ich die Worte "vor vielen Jahren" lese, dann denke ich sofort an Verjährung. Wir haben hier keine genauen Angaben, aber wenn ich mich recht entsinne, ist dieser Fonds vor weit über 10 Jahren aufgelegt worden und da hätte man keinesfalls so lange warten dürfen.

Im Internet findet man jede Menge Anwälte die sich selber als Experten für dies oder das anpreisen. Die Frage ist aber, wieviel Sachen sie schon mit Erfolg vertreten haben. Da werden viele sehr schweigsam.

Und die Frage nach dem Recht auf Rückzahlung des eingezahlten Kapitals provoziert die Gegenfrage, ob Dir bewußt ist, worauf sich Deine Mutter da eingelassen hat. Ein geschlossener Fonds ist kein Sparvertrag, sondern eine unternehmerische Beteiligung. Wenn das Geld weg, ist es weg. Ob man kündigen kann muß sich aus den Vertragsbedingungen ergeben die die Mutter unterschrieben hat. Aber selbst wenn eine Kündigung möglich sein sollte -was ich sehr bezweifele- bekäme man nur das Auseinandersetzungsguthaben. Das kann mit Null Euro enden oder sogar unter Null Euro, nämlich mit einem Anspruch der Gesellschaft wenn sich nämlich herausstellt, dass die Ausschüttungen nicht aus dem Gewinn, sondern aus dem Kapital erfolgt waren.

Schadensersatzansprüche hätte man nur gegen den Vermittler, sofern diese nicht verjährt sind.

Fazit: Es ist höchstwahrscheinlich alles verloren.

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