Außergewöhnliche Belastung - Absetzbarkeit in Folgejahren

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4 Antworten

So einfach läßt sich die Frage nicht beantworten, da nicht einmal das für Dich in Frage kommende Steuerrecht benannt ist! Ein derartiger Brandschaden könnte in D eine außergewöhnliche Belastung sein, wenn einige Voraussetzungen erfüllt sind, die Du hier nachlesen kannst:

http://www.steuernetz.de/aav_steuernetz/lexikon/K-14468.xhtml?currentModule=home. Dabei wird jedoch im Allgemeinen davon ausgegangen, dass ein Versicherungsschutz für Deine Brocken erhältlich war, so dass der Steuerzahler üblicherweise nicht zu bemühen ist.

Nach U.S.-amerikanischen Einkommensteuerrecht des Bundes sind die Wiederbeschaffungskosten ohne diese Einschränkungen als Aufwand absetzbar. Vielleicht ein Grund, warum es in Kalifornien so oft brennt?

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Voraussetzungen damit Wiederbeschaffungskosten als außergewöhnliche Belastung angesetzt werden können:

  • Es muss sich um einen existenziellen Gegenstand handeln

  • Es muss ein unabwendbares Ereignis stattgefunden haben

  • Eigenes Verschulden, Schadenersatzansprüche und Erstattungsmöglichkeiten dürfen nicht vorliegen

  • Sie müssen alle Versicherungsmöglichkeiten ausgeschöpft haben

Ein Abzug der Wiederbeschaffungskosten bzw. der Kosten der Schadensbeseitigung lässt der BFH nur zu, wenn Sie keine Möglichkeit hatten, eine »allgemein zugängliche und übliche Versicherung« abzuschließen (BFH-Urteil vom 26.6.2003, III R 36/01, BStBl. 2004 II S. 47).

»Allgemein zugänglich« ist eine Versicherung (FG Köln vom 20.11.2000, 1 K 4490/00, EFG 2001 S. 438),

  • wenn nahezu alle Versicherungsgesellschaften eine Absicherung gegen ein bestimmtes Risiko anbieten,

  • keine Beschränkung der Versicherungsmöglichkeit auf einen bestimmten Personenkreis besteht und

  • die Versicherung zumutbar ist. Das heißt, dass die Höhe der Versicherungsbeiträge annehmbar sein muss.

Eine Gebäude- bzw. Hausratversicherung (Feuer, Sturm, Leitungswasser, Absturz, Explosion, usw.) gilt im Regelfall als allgemein zugängliche Versicherung im Sinne von R 33.2 Nr. 7 EStR 2008.

Eine sogenannte Elementarversicherung gegen Überschwemmung, Erdbeben, Erdrutsch zählt nicht zu den üblichen Versicherungsmöglichkeiten (BMF-Schreiben vom 1.10.2000, BStBl. 2001 I S. 960). Deshalb werden bei Schäden durch Naturkatastrophen wie zum Beispiel das Elbehochwasser im Frühjahr 2006 die Schäden ohne Prüfung der Versicherungsmöglichkeiten anerkannt.

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Sorry warum sollte das steuerlich berücksichtigt werden. Mit einer Hausratversicherung von 80-100 € /Jahre würde der Hausstand zum Neuwert ersetzt.

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Die Aufwendungen für die Wiederbeschaffung können üblicherweise nicht abgesetzt werden. Es ist nicht Aufgabe des Steuerrechts, die versäumte Versicherung quasi durch die Hintertür wieder zu heilen.

Wenn es aber absetzbar wäre, dann in dem Jahr, in dem die Aufwendungen entstehen.

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