Außergerichtliche Einigung mit Angebot an Gläubiger?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wenn da 15 Jahre nichts zu holen war, stehen die Chancen vielleicht relativ gut.

Ich hab mal auf einer Fortbildung gelernt, dass man die Zahlung "durch Dritte möglich" o.ä. anbieten sollte. Man will natürlich nicht einfach eine Vollstreckung auslösen, indem man die Tatsachen 1:1 mitteilt.

Also Vergleich anbieten, gegen Zahlung von 2.500 Verzicht auf Restforderungen. Vorab schriftliche Bestätigung, anschliessend Aushändigung des Titels und schriftliche Bestätigung über Verzicht auf sämtliche mit der Hauptforderung verbundene Forderungen.

Wir haben noch am selben Abend ein Schreiben aufgesetzt in dem wir dann relativ offen an den Anwalt herangetreten sind.

Aus dem bestehenden Erbe wurde dann ein privates Darlehn das ggf. beschaffbar wäre.

Wir sind dann auch direkt mit den 2500€ All In gegangen und haben klar gesagt, mehr wie diesen Betrag wird es in Zukunft nicht geben da es die wirtschaftliche und berufliche Situation nicht hergibt.

Gestern war wohl ein Schreiben bei ihr im Briefkasten wo der Anwalt sich mit dieser Einmalzahlung zufrieden gibt und nach Geldeingang die Sache als erledigt ansieht.

Natürlich hätte man tiefer einsteigen können aber sie soll es als Lehrgeld sehen. Jetzt ist sie schuldenfrei.

Danke für alle Antworten hier.

0

Sie soll machen, was @Andri123 vorgeschlagen hat, aber nicht gleich 2.500 anbieten, sondern mit 1.500 anfangen und dann mit viel Gejammer auf 2.000 hoch gehen. 2.500 kann man im Notfall immer noch anbieten.

Auf keinen Fall über die Erbschaft sprechen, sondern sich z.B eine Geschichte über einen Freund ausdenken, der für sie mit diesem Betrag einspringen will, damit sie endlich aus der Misere herauskommt. Ruhig ein wenig pokern, Nerven behalten und nicht nervös werden.

Wenn die Bank schon 15 Jahre auf dieser Forderung sitzt, ist die längst abgeschrieben und jeder Euro, der noch eingetrieben werden, ist Gewinn. Wenn die Bank 1.500 bekommt, ist das immer noch mehr als die Hauptforderung und die zwischenzeitlich für die Bank entstandenen zusätzlichen Kosten sind ja eher fiktive Kosten. Ich könnte mir vorstellen, dass die froh sind, wenn sie überhaupt noch etwas bekommen und die Sache damit erledigt ist.

Das kann klappen, aber man muss geschickt vorgehen.

Man muss alle Hintergründe kennen und dann einen Plan machen.

Wenn man zu einem Anwalt der Gegenseite geht und sagt ich habe 2.500,- geerbt und möchte einen Vergleich, dann sagt der (innerlich) danke, geht nicht auf den Vergleich ein und kassiert die 2.500,- und macht mit den restlichen 1.300,- weiter.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

So sieht's aus.

1

man muss halt bei der Verhandlung eines Vergleichs nur nicht mit der Wahrheit (Erbschaft) hausieren gehen.

Es reicht m.M. völlig aus zu erklären, dass man das leidliche Thema gern ein für allemal abschließen möchte. Dafür steht das Angebot, einmalig 2500€ zu zahlen - Punkt !

Alles weitere regeln Anwalt und Gläubiger... entweder klappt es oder halt nicht 🤷‍♀️

0
@Gaenseliesel

Der Anwalt sollte gar nciht wissen, dass die Frau geerbt hat.

Eine Möglichkeit wäre, dass man mit dem Arbeitgeber arbeitet, oder mit einem Freund. Der geht zum Anwalt und sagt: "ich würde gern meiner Freundin helfen, aber ich habe nur genug Geld für 50 % der Forderung. Oder eben der Arbeitgeber, der sagt, wir möchten unserer Mitarbeiterin gern helfen ..........

2
@Gaenseliesel

Wenn man solche Aktionen schon öfter gemacht hat, gibt es etwas Routine.

Ich mag keine Inkassoleute und habe schon öfter Leuten geholfen zu Regelungen zu kommen.

2

Wo soll da noch ein Rest sein. Das reicht doch noch immer nicht.

Korrekt, mit 2500€ kann man keine 3800€ bezahlen.

Darum geht es ja.

1

gemeint ist wohl, ob sich ein Gläubiger (bei cleverer Verhandlung) auch mit den einmalig 2500€ evtl. zufrieden geben würde, den Schulden Rest quasi erlassen bekommt..... und wie dabei am besten vorzugehen wäre 🤷‍♀️

1

Was möchtest Du wissen?