Ausschlagen des Erbes, wer bekommt was?

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6 Antworten

Wenn die Personen Erben sind, also ihnen gemeinschaftlich der gesamte Nachlass hinterlassen wird, fällt der Erbteil des Ausschlagenden dem anderen Erben zu.

Wurde den beiden Personen aber jeweils ein Gegenstand oder eine Geldsumme vermacht, fällt nach Ausschlagen des Vermächtnisses dieses dem Haupterben, nach Deiner Beschreibung also dem Staat zu,

Kurt:

Gesetzliche Erben sind nicht vorhanden. Einer der beiden gewillkürten Erben hat ausgeschlagen. Ein Ersatzerbe wurde nicht bestimmt.

Dadurch erhöht sich nicht etwa der Erbteil des anderen, sondern es tritt die gesetzliche Erbfolge ein mit der Folge, dass letztendlich dem Staat der hälftige Teil des Nachlasses zufällt.

Franzl:

§2094 BGB Abs. 1 sagt aber:

Sind mehrere Erben in der Weise eingesetzt, dass sie die gesetzliche Erbfolge ausschließen, und fällt einer der Erben vor oder nach dem Eintritt des Erbfalls weg, so wächst dessen Erbteil den übrigen Erben nach dem Verhältnis ihrer Erbteile an

Hast Du irgendwo eine anderslautende Bestimmung gefunden? Dann lass sehen.

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War auch schon meine Befürchtung, und ich muss sagen, leider. War NIE der Wunsch des Erblassers, denn wenn ich das Erbe annnehme, gehen 30% an den Deutschen Staat. Im anderen Fall..............geht mein ganzer Anteil an den Staat Österreich. Kann man nur sagen, besser zu Lebzeiten anders organisiert, aber nicht mehr zu ändern.

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Dann beginnt erst einmal das Suchen nach einem Erben durch einen Nachlassverwalter. Der freut sich über seine Provision von bis zu 30% (je nach Aufwand).

Wir kein Erbe gefunden, geht der Rest an das Bundesland, in dem der Erblasser zum Zeitpunkt seines Todes gewohnt hat.

Nun, ob der Nachlassverwalter letztendlich so- und soviel Prozent nimmt, sollte mir egal sein, wichtig für meine Frage war, wer bekommt was beim Verzicht/Ausschlagung. Das mit dem Bundesland ist gleichdedeutend Staat. Danke.

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@KurtHoelzli

Das mit dem Bundesland ist gleichdedeutend Staat. .

Das erzähl denen mal!°

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Schlägt der Erbe aus, so verliert er rückwirkend die Erbenstellung. Erbe wird nun derjenige, der Erbe geworden wäre, wenn der Ausschlagende beim Erbfall nicht mehr gelebt hätte.

G imager761

Es bekommt der, der dann nach gesetzlicher Erbfolge dran ist.

Es gibt "KEINE" Gesetzlichen Erben.

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@KurtHoelzli

wer sagt es ?

Wahrscheinlich seid ihr schon geil drauf :)

ich verspreche dir der Testamentvollstrecker hat die Pflicht nach der Erbfolge zu forschen. Es soll fälle geben das es Kinder gab die vorher nie bekannt waren.

Also Mund zu, Sabber einziehen.

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@KurtHoelzli

Es gibt "KEINE" Gesetzlichen Erben.

Quatsch mit Soße. Es gibt IMMER gesetzliche Erben, an letzter Stelle Vater Staat.

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@Privatier59

War mir auch klar, dass der Staat als letzter immer Gewinner ist. War allerdings nicht von mir gemeint mit "KEINE". Das bezog sich nur auf Lebende Personen.

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Es kommt auf die Formulierung an, wenn daraus auf eine Beschränkung der Erbschaft auf die Hälfte des Nachlasses zu schließen ist, hast Du recht (§2088 BGB)

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Hallo,

ist dies ein privatschriftliches Testament oder ein Notartestament ???

W

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