Auslandsrentner in der Steuerfalle

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3 Antworten

Hinsichtlich der Rechtsgrundlage stochert man noch im Nebel des DBA:

Maßgeblich könnte der Art. 18 des DBA Deutschland-Dänemark sein und dann, wer die "Rente" zahlt (Abs. 1 oder 2). Daher ist der Hinweis von blackleather schon ganz wichtig. Es kommt aber auch der Art. 19 in Frage. Wir wissen letztlich nicht, in welchem Arbeitsverhältnis die Mutter damals stand.

Hier ein Link zu diesem DBA:

http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Steuern/Internationales_Steuerrecht/Staatenbezogene_Informationen/Laender_A_Z/Daenemark/001_a.pdf?__blob=publicationFile&v=4

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Kommentar von EnnoBecker
10.01.2013, 09:42

Deswegen hab ich ja auch so rumgeeiert.

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Schau mal hier oder eventuell einen Steuerberater zu Rate ziehen. Das Informationsportal für "Auslandsrentner" Vermeidung unberechtigter Steuerforderungen! http://www.hilfe-fuer-auslandsrentner.de

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Kommentar von EnnoBecker
09.01.2013, 19:38

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wegen der sehr schwierigen Steuergesetzeslage

Unsinn. Sowas ist durchaus händelbar. Für jeden Steuerberater.

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Na das ist jetzt eine harte Nuss.

Ganz kann ich das Ansinnen des FA Neubrandenburg nicht verstehen, aber vielleicht arbeiten wir uns an die Lösung ja heran.

Wenn ich das DBA richtig verstehe, hat DK das Besteuerungsrecht, deshalb verstehe ich zunächst nicht, warum DE Steuern haben will. Vielleicht kann mich ja jemand erhellen?

Sodann verstehe ich nicht, warum ein Antrag auf unbeschränkte Steuerpflicht abgelehnt wird, denn Voraussetzung ist nicht eine kleine Rente, sondern die tatsache, dass das meiste Einkommen (90%) in DE zu versteuern ist. Irgendwie passt das aber mit dem ersten Unverständnis zusammen: Wenn DK das Besteuerungsrecht hat, ist kein Raum für eine unbeschränkte Steuerpflicht. Dann aber kann DE nicht besteuern.

Also logische Konsequenz ergibt sich, dass das FA Neubrandenburg geschätzt haben muss, da keine Steuererklärungen abgegeben wurden. Ist das so? Das steht auf den Bescheiden drauf. Wenn es so ist, bewegen wir uns nicht mehr im Einkommensteuerrecht, sondern in der Abgabenordnung.

Und da kommt man locker raus - vorausgesetzt, die Fristen sind noch nicht abgelaufen. Und die Fristen sind knapp: Einen Monat nach Bekanntgabe ist der Einspruch einzulegen. Wann die Bekanntgabe war, kann man dem Sachverhalt hier nicht entnehmen. Dazu braucht man schon etwas mehr an Informationen.

Falls alle Messen gesungen sind, bleibten noch einige Mittel übrig. Welche das genau sind, hängt von dem konketen Sachverhalt ab. Ich bin aber sicher, dass ein guter Steuerberater hier eingreifen kann.

Und wenn am Ende alles nichts nützt, dann darf die Mutter eben DE nicht mehr besuchen. Dann soll DE mal gucken, wie der Anspruch durchgesetzt werden kann. LEtztlich wäre ja sekbst durch Amtshilfe Dänemarks nichts zu holen.

besonders weil ihr vor November 2012 nie mitgeteilt wurde, dass sie seit 2005 in Deutschland auf Ihre Rente hätte Steuern zahlen müssen. Kein Brief, nichts.

Das allerdings ist kein Grund. Es geht auch niemand umher und erzählt den Leuten, welches die Haupt- und welches die Nebenstraße ist. Die Vorfahrtsregeln gelten dennoch.

Heist dass, das es noch Hoffnung gibt?

Ja, aber sie muss tätig werden. Es gibt eine Reihe von Angriffspunkten. Manche davon sind aussichtslos, manche führen zum Ziel. Welche das genau sind, muss einer sorgfältigen Prüfung eines Steuerberaters vorbehalten bleiben.

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Kommentar von gammoncrack
09.01.2013, 20:23

DH! Beeindruckend!

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Kommentar von Gaenseliesel
09.01.2013, 22:26

Hallo EnnoB. ich wusste es doch, du hast das so nett geschrieben, ich bin begeistert !!!! In so einigen, vielen Fällen bin ich entsetzt was unser Staat so mit den " Schwächsten " der Gesellschaft jetzt für ein Exempel statuiert. Man versucht dort etwas zu holen, wo in den meisten Fällen ohnehin am Ende des Geldes, zuviel Monat übrig ist. Mich würde es nicht wundern, wenn Rentner diesen Schock ( wie hier 18.000 EUR nachzahlen sollen ) nicht verkraften und am Herzversagen sterben. Kann aber auch System sein, sich somit einiger Rentner ( Rentenzahlungen ) für die Zukunft vorzeitig zu entledigen. Das in den meisten Fällen wohl nichts zu holen gibt, weiß man ganz sicher auch. K.

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