Ausl. thesaurierende Fonds und Bundesanzeiger

1 Antwort

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Mein Lieblingsthema :-)

Wenn Du einen ausländischen thesaurierenden Fonds verkaufst, dann gab es keine zwischenzeitliche Besteuerung bei der Bank (da es keine Ausschüttungen gab) oder der Fondsgesellschaft (da ausländisch). Also mußt Du ja jährlich die im Veranlagungszeitraum angefallenen Thesaurierungen versteuern und kannst die ggf. anrechenbare Quellensteuer verwenden.

Verkaufst Du den Fonds, dann wird von der Bank haltezeitig der akkumulierte ausschüttungsgleiche Ertrag bestimmt und versteuert. Das ist natürlich Unsinn, da ja die Vorjahre schon versteuert wurden und nur maximal der aktuelle Zeitraum jetzt noch zu versteuern ist. Der Fiskus traut den Anlegern jedoch nicht und fordert die Besteuerung beim Verkauf mit einer Option der Rückerstattung zuviel gezahlter Steuer per Veranlagung.

Also kannst Du nun in Deiner Einkommensteuererklärung, Anlage KAP, aufführen, daß der angegebene Betrag an Steuern gezahlt wurde. Weiterhin gibst Du die Summe vor haltezeitigen ausschüttungsgleichen Erträge aus allen Vorjahren aufsummiert als (negativen) Korrekturbetrag in die passenden Zeilen mit ein. Die Eigenheiten des Bundesanzeigers und seiner wahnwitzigen Suchmaschine (keine Findemaschine) fordern Dir die Eingabe der ISIN ab: FR0010135103. Dann findest Du auch die fehlenden Jahre.

Die Erläuterungen für die korrigierten Beträge sind offensichtlich und immer gleichlautend mit Verweis auf die Einkommensteuererklärungen der Vorjahre :-)

Die Eigenheiten des Bundesanzeigers und seiner wahnwitzigen Suchmaschine (keine Findemaschine) fordern Dir die Einga....

Wie wahr!!!! Das Ding nervt..... Und dann noch die nervige Sicherheitsabfrage, die bei mir nur jedes zweite Mal funktioniert...

LG

L

2

Finanzamt "übersieht" Verlust des Kleinunternehmerstatus

Hallo!

Bin seit vielen Jahren Kleinunternehmer nach §19 UStG mit einem Umsatz, der die 17500 EUR Grenze nicht überschreitet. Mit einer einzigen Ausnahme: 2008 lag ich darüber.

Da ich damals die 50000 Euro-Grenze falsch aufgefasst habe, und zudem noch falsch beraten worden bin (man sagte mir, das FA würde mich dann anschreiben und zukünfitg eine USt-Erklärung verlangen, sobald sie mich nciht mehr als KU betrachten), ging ich also weiterhin davon aus, nicht USt-pflichtig zu sein. Die Jahre danach lagen die Einnahmen ja auch wieder unter 17500 EUR.

Nach meinem jetzigen Kenntnisstand hätte ich aber seit Jan. 2009 USt abführen müssen. Das FA hat dies jedoch bisher nicht bemerkt oder eingefordert!

Jetzt aktuell (2013) liege ich das erste mal wieder über den 17500. D.h. ich bin 2014 in jedem Fall umsatzsteuerpflichtig, was auch meinem eigenen Interesse entpricht. Ich würde sogar für 2013 gerne rückwirkend auf die KU-Regelung verzichten.

Nun aber die Fragen:

Gibt es eine Art Verjährungsfrist, wenn das FA selbst verpasst, vom Unternehmer die USt-Erklärung einzufordern?

Spielt es eine Rolle, dass ich für 2009 zwar umsatzsteuer hätte abführen müssen, aber eigentlich nun seit 5 jahren wieder unterhalb der 17500 Grenze liegen (selbst wenn ich in dieser Zeit USt hinzurechnen müsste)?

Wäre es klug, rückwirkend für dieses Jahr zur USt zu optieren oder eher schädlich?

Mein Tätigkeitsumfeld hat sich mittlerweile leicht geändert. Ich könnte also auch das bestehende Gewerbe abmelden und ein neues anmelden, um dann gleich auf die KU zu verzichten. Findet bei der Gewerbeab- und -neumeldung eine umsatzsteuerliche Prüfung der vergangenen Jahre statt, oder wäre dies evtl. ein Weg, mit etwas Glück keine Nachforderung zu bekommen?

Ich weiß im moment nicht so recht, wie ich mich verhalten soll. Ich habe immer alle EInnahmen ehrlich angegeben und bin etwas irritiert darüber, daß mich das FA damals nicht aufgefordert hat, USt zu zahlen, sie hatten ja meine Umsatzzahlen....

bin dankbar für jeden tipp / jede meinung

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?