Aushilfsjob wird gekündigt, müssen die Stunden trotzdem gezahlt werden?

4 Antworten

Wenn Du regelmäßig 10 Stunden pro Woche arbeitest und nur die jeweilige Arbeitseinteilung, also die Lage der Stunden an den Tagen schwankt, dann stehe Dir die 20 Stunden zu.

Übrigens, Kündigungsfrist gem. § 622 Abs. 1 BGB 4 Wochen zum 15. oder letzten des Monats.

Also weitere 40 Stunden.

Die meisten Arbeitgeber halten es gerade bei Minijobs so, dass Du als Arbeitnehmer ein  vertraglich vereinbartes, gleichbleibendes monatliches Arbeitsentgelt erhältst, dem abhängig vom Stundenlohn eine bestimmte Soll-Arbeitszeit zugrunde liegt. Das bedeutet, dass Du aber je nach Bedarf unterschiedlich viele Stunden im Monat arbeitest.

 Wenn die betriebliche Situation es erfordert, kannst Du dann für die Dauer von maximal drei Monaten unter Fortzahlung des Arbeitsentgelts von der Arbeitsleistung freigestellt werden.

Jetzt kommt es auf die Regelung an, die Du mit Deinem Arbeitgeber getroffen hast, denn ist kein festes monatliches Gehalt vereinbart, müssen die nun ausfallenden Stunden nicht bezahlt werden.

in meinem Vertrag steht: 

Der Arbeitseinsatz und -umfang erfolgt tageweise in vorheriger Abstimmung zwischen den o. a. Vertragsparteien und richtet sich generell nach den Erfordernissen des Arbeitgebers. 

die monatliche Arbeitszeit beträgt max. 53,00 Stunden. Hieraus ergibt sich kein Anspruch auf die monatliche Ausschöpfung der Maximalstunden. Eine Vergütung erfolgt immer nach den tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden. 


Ich glaube mein Arbeitgeber ist fein raus, wenn er einfach anruft und sagt ich brauch erst dann und dann wieder kommen. 


Es besteht eine Kündigungsfrist von 14 Tagen aber darf diese Kündigung auch ohne Grund erfolgen? 

Als erstes möchte ich Dich darauf hinweisen, dass Du bei weiteren Nachfragen das Rädchen unter den Antworten anklicken solltest, um die Funktion "kommentieren" zu benutzen.

Durch Antworten auf die eigene Frage wird der Zusammenhang auseinander gerissen.

Nun zu Deiner Mitteilung: So wie ich es sehe, ist Dein Arbeitgeber gegen Zahlungen von nicht geleisteten Stunden tatsächlich abgesichert.

Wie er sich bei einer Kündigung zu verhalten hat, liest Du in dem Link der Minijobzentrale:

http://www.minijob-zentrale.de/DE/0_Home/01_mj_im_gewerblichen_bereich/20_arbeitsrecht/node.html

1

Wie viel wird bei der Grundsicherung wegen Erwerbsminderung vom Einkommen eines Minijobes angerechnet?

Guten Morgen, ich bin noch ganz neu hier auf der Plattform und versuche mich jetzt mal hier einzufinden.

Ich bin voll gewerbsgemindert, beziehe momentan Grundsicherung wegen Erwerbsminderung und darf nur 3 Stunden am Tag, also 15 Stunden in der Woche arbeiten. Durch Zufall habe ich nun einen Minijob erhalten und werde 6 Stunden in der Woche diesen besagten Minijob ausüben. Mein Lohn (Mindestlohn) beträgt 8,50€ die Stunde. Ich bekomme 184,00€ Kindergeld, wegen meinem 50% Schwerbehindertenausweis und 215,00€ Grundsicherung. Außerdem bekomme ich einen Anteil für meine Versicherung. Nun zu meiner Frage. Mein Lohn wird ca. 220€ im Monat sein. Da ich nach Leistung bezahlt werde, variiert dieser Betrag von Monat zu Monat, aber das spielt keine Rolle. Wie viel darf ich von diesen 220€ behalten? Bin ich richtig informiert, dass ich nur 25% meines Lohnes behalten darf? Oder gibt es einen Freibetrag, oder so was ähnliches? Meine gesetzliche Betreuerin befürchtet, dass ich, wenn mein Vertrag zum 10. August beginnt, dann für September so viel Leistung vom Sozialamt gestrichen bekomme, dass das Sozialamt nicht mehr die volle Miete an meinen Vermieter überweisen wird. Ich bekomme ja ca. 215€ Grundsicherung und ihre Befürchtung ist, dass die Sozialhilfeleleistungen, durch den Arbeitsvertrag des Minijobs, um mehr als 215€ gekürzt werden. Laut ihrer Aussage bekomme ich, mit der Zahlung für September, den für August gezahlten Lohn, der mir Ende August überwiesen wird, rückwirkend auf die Leistung für August angerechnet. Die Leistungen für August habe ich nämlich vom Sozialamt in voller Höhe ausgezahlt bekommen. Für September erhalte ich zudem weniger Leistungen von der Grundsicherungsstelle, da der Lohn Ende September, rückwirkend für September, gezahlt wird. Aber ich glaube nicht, dass das Sozialamt dann nicht mehr die volle Miete an meinen Vermieter überweist. Das ich mit einer Leistungskürzung rechnen muss, ist mir natürlich klar, auch rückwirkend für August, dennoch ist mir bewusst, dass ich den vollen Lohn auf mein Konto überwiesen bekomme und diesen auch in voller Höhe behalten darf. Die Sorge meiner gesetzlichen Betreuerin ist nicht nur, dass das Sozialamt, Grundsicherungsstelle, für den Monat September nicht mehr die volle Miete wegen zu starker Kürzungen bezahlt, sondern auch, dass sie meine Rechnungen nicht mehr bezahlen kann, beziehungsweise, dass sie dann zu wenig Geld hat, um mir Geld zum Leben auszuzahlen. Aber, der erste Lohn würde am 31. August kommen... Angenommen, ich würde den Lohn von meinem neuen Angestellten vom 10. August ab, zum Ende des Monats ausgezahlt bekommen. Das wären für August 153,00€ Lohn. (3 Wochen mal 6 Stunden mal 8,50€ sind 153,00€.) Angenommen das stimmt, dass mir nur 25% vom Lohn zustehen... das würde also heißen, dass ich vom 10. bis 31. einen Leistungsanspruch von 38,25€ habe! Aber hätte ich vom 1.8. bis 9.8. also noch einen Anspruch auf die volle Grundsicherung?

Vielen Dank für Eure Antworten! :-)

Grüße, Tobi.

...zur Frage

Arbeitgeber greift nicht auf Werkstudentenregel zurück?

Hallo allerseits,

ich befürchte mein Fall ist etwas komplizierter. Ich bin Studentin, privat versichert und habe bereits zu Beginn des Jahres eine kurzfristige Beschäftigung über 30 Tage ausgeübt. Nun übe ich erneut eine kurzfristige Beschäftigung über 70 Tage aus. Vereinzelt komme ich über 20 Stunden in der Woche. Auf der Seite der TK (steht so ähnlich auch bei der AOK) finde ich zu kurzfristigen Beschäftigungen und Studenten folgendes:

  1. Befristete Beschäftigungen Wird die Beschäftigung eines Studenten von vornherein auf maximal drei Monate befristet, besteht grundsätzlich Versicherungsfreiheit. Dies ist auch dann der Fall, wenn der Student mehrere solcher Beschäftigungsverhältnisse hintereinander ausübt. Auch hierbei muss aber weiterhin das Studium im Vordergrund stehen. Wenn ein Student im Laufe eines Jahres über 26 Wochen (182 Kalendertage) mehr als 20 Stunden pro Woche arbeitet, müssen Sie ihn als versicherungspflichtigen Arbeitnehmer anmelden. Dabei rechnen Sie vom voraussichtlichen Ende der zu beurteilenden Beschäftigung zurück. In diesen Fällen tritt folglich in der aufgenommenen Beschäftigung Versicherungspflicht ein. Bei dieser Prüfung werden alle Beschäftigungs-verhältnisse mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von mehr als 20 Stunden angerechnet. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie während der Vorlesungszeit oder in den Semesterferien ausgeübt wurde. Auch die versicherungsrechtliche Beurteilung ist ohne Belang.

  2. Befristete Beschäftigungen Wird die Beschäftigung eines Studenten von vornherein auf maximal drei Monate befristet, besteht grundsätzlich Versicherungsfreiheit. Dies ist auch dann der Fall, wenn der Student mehrere solcher Beschäftigungsverhältnisse hintereinander ausübt. Auch hierbei muss aber weiterhin das Studium im Vordergrund stehen. Wenn ein Student im Laufe eines Jahres über 26 Wochen (182 Kalendertage) mehr als 20 Stunden pro Woche arbeitet, müssen Sie ihn als versicherungspflichtigen Arbeitnehmer anmelden. Dabei rechnen Sie vom voraussichtlichen Ende der zu beurteilenden Beschäftigung zurück. In diesen Fällen tritt folglich in der aufgenommenen Beschäftigung Versicherungspflicht ein. Bei dieser Prüfung werden alle Beschäftigungs-verhältnisse mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von mehr als 20 Stunden angerechnet. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie während der Vorlesungszeit oder in den Semesterferien ausgeübt wurde. Auch die versicherungsrechtliche Beurteilung ist ohne Belang.

Ich komme defintiv nicht über die 26-Wochen-Grenze (oder 182 Kalendertage). Ich zog daraus die Schlüsse, dass ich nur Abgaben an die Rentenversicherung bezahlen muss. Nun bekam ich aber meine erste Abrechnung und siehe da, mein Arbeitgeber hat mich einfach bei der AOK angemeldet. Darf er das? Vielen Dank!

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?