Ausgleichsanspruch Ehepartner bei getrennter Veranlagung?

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2 Antworten

Ich schätze den Kollegen @EnnoWarMal wirklich sehr, aber in diesem Fall sehe ich es nicht ganz so eindeutig.

Grundsätzlich hat @EnnoWarMal natürlich Recht, weshalb ich seine Antwort auch positiv bewerte. Ich sehe hier allerdings einen Unterschied, weil es sich bei Deinem Beitrag um einen Verlustvortrag handelt.

In den bisher richterlich entschiedenen Fällen ging es meines Wissens nach immer um Fälle wo ein Ehegatte ein hohes und der andere ein geringes, oder gar kein Einkommen hatte. Da ist Zusammenveranlagung immer günstiger.

Hier ist es aber so, dass Du Deinen Verlustvortrag eventuell in einem Jahr mit Einzelveranlagung selbst zu Deinen Gunsten verwenden kannst.

Ich würde daher die Entscheidung über die Zusammen- oder Einzelveranlagung erst treffen wollen, wenn die Erklärung 2016 geprüft und eventuell eine Schätzung für 2017 besteht (erstes Jahr der zwingenden Einzelveranlagung) und man alle Auswirkungen kennt.

sehe ich ähnlich, im Veranlagungsjahr des Verlustes hätte ich einen Ausgleichsanspruch. Da ich den Verlust in kommende in Veranlagungszeiträume mit aktuell hypothetischen Gewinnen verrechnen kann, hätte eher ich einen Ausgleichsanpruch auch für kommende Perioden.

Diese Fälle kenne ich bzgl. Steuerklasse 3/5, eine getrennte Veranlagung durch einen Verlust ist natürlich auch nicht willkürlich herbeigeführt.

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@BM2017

Was ich aufgezeigt habe ist lediglich eine Möglichkeit. Natürlich wäre auch meiner Ansicht nach eine Zusammenveranlagung erzwingbar, wenn sich ein Vorteil  errechnen lässt. 

Die bloße Möglichkeit, dass der Verlustvortrag für Dich einen Vorteil bedeutet, reicht nicht. Es muss schon nachgewiesen werden.

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Hllo wfwbinder,

es geht aktuell noch um das Jahr 2015, zwingende Einzelveranlagung erst 2017, aber da 2016 noch keine Erträge aus dem Verlust (Ausbildungskosten) entstanden sind dürfte auch hier noch ein Verlust anfallen

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@BM2017

Aus meiner Sicht, müsstest Du Deine Zahlen 2016 ermitteln. Wenn das wieder einen Verlust ergibt, könnte man kalkulieren, wie hoch die daraus resultierenden Erstattungen für 2015 und 2016 werden.

Das wäre dann zu vergleichen mit einem wahrscheinlichen Ergebnis 2017.

Wenn die Erstattungen 2015+2016 höher sind (was nicht sicher, aber wahrscheinlich ist), dann wäre Deine finanzielle Entschädigung zu errechnen.

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Natürlich hat er das.

Du bist verpflichtet, den möglichen Schaden zu vermeiden oder ihm zu ersetzen.

Und ich würde hier vor Gericht deinen Mann vertreten.

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