Ausfallhonorar Psychotherapy

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Als Psychotherapeutin mit eigener Praxis weiß ich darum, wie ärgerlich es ist, einen der begehrten Ersttermine zu vergeben und dann ohne Absage einen Stundenausfall zu haben. Ich halte es so, dass bei erneutem Anruf zu klären ist, warum jmd nicht kam und ich den Grund schon sehr gut nachvollziehen können muß bevor ich einen weiteren Termin vergebe und in so einem Fall auch vorher das Ausfallhonorar regele. Falls jmd den Termin jedoch selber telefonisch absagt, habe ich das noch nie in Rechnung gestellt - weil es keine Vereinbarung darüber geben konnte und die Nachweisbarkeit viel zu schwierig ist und überhaupt sich der Aufwand nicht lohnt!! Ein therapeutisches Arbeitsbündnis ist sowieso nicht mehr zu schließen und der Rest ist nur gegenseitiger Ärger. Ganz anders sieht das in laufenden Therapien aus, weil es da ein wichtiger und zu verhandelnder Teil des ganzen Geschehens und auch vorher klärbar ist. Also: beim Ersttermin ist die Basis für ein Ausfallhonorar nicht gegeben, in laufender Behandlung schon - und selbst da tut man sich sehr schwer gegenüber den Patienten!!!

Die Frage ist ganz klar mit "Ja" zu beantworten. Es kommt nur darauf an, dass ein solche Termin verbindlich vereinbart wurde. Als Schadensersatz geschuldet wird dann das übliche Honorar.

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