Ausbildung, Berufserfahrung und dann doch noch Studium, wie sind Kosten Abzugsfähig

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2 Antworten

Also vorab: Der Beschreibung nach handelt es sich hier nicht um eine Erstausbildung, so dass die Aufwendungen als Werbungskosten abzugsfähig sind.

1)
Alles richtig, zusätzlich in den ersten drei Monaten Verpflegungsmehraufwand. Außerdem alles, was sie absetzen könnte, wenn es sich um ihren Arbeitsplatz handelt würde. Einfach ein wenig kreativ sein und gucken, wo welche Aufwendungen anfallen. Das gilt auch für Dinge, die du ihr bezahlst (wichtig ist nur, dass sie selbst Vertragspartner ist, abgekürzter Zahlungsweg schadet nicht).

2)
Wenn du keinen Anspruch auf Kindergeld hast und sie kein oder nur wenig Einkommen, dann könnte der § 33a (1) EStG dein Freund werden. Dazu gibt es ein schönes BMF-Schreiben aus dem Juni 2010, das herauszusuchen ich im Moment aber zu faul bin.

3)
korrekt

4)
Genauso. Nur dass wegen der fehlenden Einnahmen (ist doch so?) ein negativer "Gesamtbetrag der Einkünfte" entsteht, der dann in die Zukunft vorgetragen wird (oder ein Jahr zurück, sofern es da Auswirkungen hat). Einfach in jedem Jahr die Aufwendungen erklären.

Leider ist es oftmals so, dass der mühsam erarbeitete Verlustvortrag im Nirwana verschwindet, weil er eben auch angesetzt wird, wenn man den Grundfreibetrag nicht überschreitet und sowieso keine Steuern zahlen würde. Die Tochter muss also zusehen, dass sie in dem Jahr, wo sie wieder Einkünfte hat, ordentlich viel verdient, damit sich die ganze Sache auch lohnt.

danke, war sehr hilfreich

eine kleine Nachfrag sei bitte noch gestattet:

wie ist das mit dem Verpflegungsmehraufwand in den ersten 3 monaten? -> muß da ein Nachweis erbracht werden? -> oder genügt ein Pauschalansatz für den 24h Ansatz der Steuerverwaltung

gruß und schönen Tag noch

biba

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@logologo

Auch dabei wird das

was sie absetzen könnte, wenn es sich um ihren Arbeitsplatz handelt würde

gelten, deshalb keine Nachweis erforderlich, es gelten die üblichen Pauschalen.

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na, dann hoffen wir mal, Enno Becker liest diese Frage- der ist nämlich top im Steuerrecht und hilft da sicher weiter...!

Oje, da habe ich aber anscheinend wirklich einen "Ruf" weg hier, was?

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