Ausbildung & Nebenjob | Steuern + Versicherung

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6 Antworten

Ich sehe da so einige mögliche Probleme. Wie hoch ist die Arbeitszeit/Ausbildungszeit im Ausbildungsbetrieb durchschnittlich pro Woche? Daneben noch mindestens 8 Stunden täglich in einem Nebenjob zu arbeiten wird auf Dauer nicht funktionieren. Wenn Sie noch nicht volljährig sind müssen ohnehin die Eltern zustimmen. Die eigene Wohnung hat auch noch Zeit bis die Ausbildung abgeschlossen ist.

Da würde ich auch Probleme sehen.....

Die Gesamtarbeitszeit darf von Jugendlichen nicht über 8 Std. pro Tag liegen und bei volljährigen sind es 48 Std. pro Woche!

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@Primus

Meine Wochenarbeitszeit beträgt Aktuell 40 Std. - Das heißt es würden mir 8 Std. in der Woche für einen Nebenjob verbleiben?

Gibt's irgendwie eine Möglichkeit, wie ich mir Ausrechnen kann ob mit einem Nebenjob tatsächlich so viele (finanzielle) Vorteile für mich bestehen würden?

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@Webby96

Wenn Du volljährig bist dann stimmt das so.

Was gibt es dabei groß zu rechnen? Du darfst maximal 32 Std. zusätzlich arbeiten. Diese Stunden multiplizierst Du mit Deinem Stundenlohn und Du weißt, was unterm Strich herauskommt.

Bleibst Du dabei unter 450€ im Monat, kannst Du den Gesamtbetrag Deiner Ausbildungsvergütung hinzurechnen.

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Du schreibst nicht, wie alt Du bist, also nenne ich Dir die Vorschriften, die für einen minderjährigen Auszubildenden gelten:

Wenn Du über 15 und unter 18 Jahre alt bist, giltst vor dem Gesetz als „Jugendlicher“ und damit hat das Jugendarbeitsschutzgesetz für Dich Gültigkeit. Danach darfst Du pro Woche nicht mehr als 40 Stunden und an nicht mehr als 5 Wochentagen arbeiten. Außerdem dürfen es täglich nicht mehr als 8 Stunden sein - und das auch nur in der Zeit zwischen frühestens 6 Uhr und spätestens 20 Uhr abends. Ergo sieht es für unter 18 Jahre alte Auszubildende so aus, dass die Möglichkeiten ziemlich eingeschränkt sind, sich neben der Ausbildung etwas hinzu zu verdienen.

Für volljährige gilt, dass die Gesamt-Arbeitszeit, täglich acht Stunden je Werktag (Werktage sind die Tage Montag bis Samstag), somit also 48 Stunden pro Woche nicht überschritten werden darf. Die tägliche Arbeitszeit kann bis auf 10 Stunden ausgedehnt werden, sofern innerhalb von 6 Monaten bzw. 24 Wochen im Durchschnitt 8 Stunden werktäglich nicht überschritten werden.

Bitte bitte sag das meinen Auftraggebern, die wissen das offenbar nicht.

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@EnnoBecker

Du bist noch in der Ausbildung?????

Wer hätte das gedacht - in Deinem Alter!!

Ich hätte Dich auf mindestens 30 geschätzt ;-))

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@Primus

Ich sag es nicht gern, aber.... hier kann man keine Fotos schicken.

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@EnnoBecker

Dafür würde ich Dir auch meine E - Mail Adresse geben!

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@EnnoBecker

Ach ja.....Na dann mal los ;-)) Geht übrigens auch über Whatsapp.

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@Primus

Jetz wernSe mal nicht komisch. Ich hab WhatsApp und Gesichtsbuch auch nur, damit ich mitkriege, was meiner Kinder vielköpf'ger Schar so anstellt.

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@EnnoBecker

Soll ich Dir mal was über WhatsApp schicken, damit Du lernst, damit umzugehen ???

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@Primus

Ähm....ich KANN mit Technik umgehen, ob es nun ein Hufeisen zu schmieden gilt oder einen PC einzurichten.

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Du musst auf jeden Fall deinen Arbeitgeber informieren und den Nebenjob mit ihm abklären. Steuerlich kann sich das ganze sehr prositiv für dich darstellen, wenn du zum Beispiel die Beschäftigungsform eines 450-Euro Jobs wählst. Dann bekommst du in der Regel fast netto wie brutto zum normalen Lohn dazu.

stimmt das?

Ja. Sie darf zwar gelegentlich überschritten werden, dies muss jedoch zeitnah ausgeglichen werden.

Wenn du unter 18 bist, darfst du auch die 40 Stunden nicht übersteigen.

Was sagt denn der Ausbilder? Du musst den Nebenjob anzeigen.

aber wie sieht dies steuerlich und Versicherungstechnisch aus?

Wenn es sich um einen Minijob i.S.v. § 8 SGB IV handelt, so fallen nur Rentenversicherungsbeiträge an, wenn der Arbeitgeber pauschal versteuert (ist die Regel bei Minijobs).

So wie in einem Kommentar schon angedeutet, besteht für Auszubildende die Möglichkeit BAB zu beantragen.

Grundsätzlich gilt, dass man Berufsausbildungsbeihilfe für die erste Ausbildung in Anspruch nehmen kann.

Auszubildende, die wegen der großen Entfernung zur Ausbildungsstätte nicht bei den Eltern wohnen können, erhalten Berufsausbildungsbeihilfe. Aber auch über 18-jährige, die allein leben, können Berufsausbildungsbeihilfe beziehen.

Bei der Agentur für Arbeit kann diese Beihilfe beantragt werden. Allerdings wird auch das Einkommen der Eltern eine Rolle spielen.

Für mich ist es nicht möglich die Berufsausbildungsbeihilfe zu bekommen, da das einkommen meiner Eltern zu hoch ist. - Darauf möchte ich aber auch nicht angewiesen sein, da ich so auch Lernen möchte mit meinem verdienten Geld umzugehen und zu Wirtschaften.

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@Webby96

Die Einstellung finde ich sehr vernünftig. Es ist allerdings nicht einfach, sich schon im ersten Ausbildungsjahr auf eigene Beine stellen zu wollen und deshalb würde ich vorschlagen, mit einem zusätlichen 450€ - Job jeden Monat zu sparen und - wenn es eben geht - erst dann das Elternhaus zu verlassen, wenn das Finanzielle stimmt.

Eine gut abgeschlossene Ausbildung ist wichtig und es wäre bestimmt besser, sich darauf zu konzentrieren, damit es auch klappt.

Ich wünsche viel Erfolg, egal wie die Entscheidung sein wird.

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Aber du kannst 'ne Gedichtsanalyse schreiben? In 4 Sprachen?

Hier werden ja verschiedene Rechtsgebiete abgefragt und ich nehme mir meines raus. Das sind die Steuern.

Du kannst dir sicher sein, dass Gegenstand der Besteuerung nicht deine Arbeitszeit ist, sondern der jeweilige Steuertatbestand. Bei der Einkommensteuer ist ....tadaaaaa.... das Einkommen. Wie lange du für das Einkommen ackerst, interessiert dabei nicht.

Wie soll denn der Job im CC aussehen? Bist du dort angestellt oder wollen sie, dass du als freier Mitarbeiter tätig bist? Hier lauern Fallen, die aber im Einzelnen davon abhängen, was tatsächlich gemacht wird.

Was du also brauchst, ist ein Überblick über die Fragen, die du stellen musst.

Zuerst: Ja ich bin Volljährig.

Das mit der Gedichtanalyse ist Traurig aber Wahr - diese habe ich bei meinem Abitur gelernt aber von der maximalen Wochenarbeitszeit hat man mir nichts gesagt.

Ich habe in meinem Ausbildungsbetrieb eine Wochenarbeitszeit von 40 Std. Bis die Steuern und alles abgezogen ist bleibt am Ende des Monats nicht mehr viel Übrig, wodurch ich einen zweiten Job benötige. Der Job im CC wären 4-8 Std täglich (Wochentags / Wochenende). Wie würde es mit einem anderen Job aussehen, zum Beispiel als Regaleinräumer in einem Supermarkt oder Co.? Ich denke da würden die gleichen Gesetze gelten?

Der Wunsch zur Eigenständigkeit besteht schon seit ca. 2 Jahren und nun Wäre der Perfekte Zeitpunkt. Ein Vorteil der eigenen Wohnung wäre, dass diese im Arbeitsort liegt und ich somit keinerlei Benzinkosten haben würde.

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@Webby96

hast du mal geprüft ob du BAB beantragen könntest? Das würde dir vielleicht den Nebenjob ersparen?!?!?

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