Aus Versehen 2 Mietverträge gleichzeitig?

3 Antworten

Ich sehe da auch keine Chance.

Jedenfalls würde ich die Wohnung keinen Tag zu früh übergeben, wenn nicht mindestens die halbe Novembermiete vom Nachmieter übernommen wird (dann natürlich Übergabe Mitte November).

"Fällt nämlich der letzte Tag der Mietzeit auf einen Sonnabend, einen Sonntag oder einen am Ort der Belegenheit der Mietsache staatlich anerkannten allgemeinen Feiertag, ist der Mieter gem. § 193 BGB berechtigt, die Mietsache am nächsten Werktag zurückzugeben (vgl. OLG Hamm, Urteil vom 04.11. 1980 – 4 U 136/80). Bis zum nächsten Werktag tritt kein Verzug ein. Dass der Mieter nicht am Samstag, Sonntag und Feiertag zur Übergabe verpflichtet ist, bedeutet aber nicht, dass er die Wohnung in der Zeit zwischen dem Ende des Mietverhältnisses und der Rückgabe kostenlos nutzen darf. Für diese Zeit muss er anteilige Miete bzw. eine an der Höhe der Miete orientierte anteilige Nutzungsentschädigung zahlen, es sei denn der Vermieter wäre nicht bereit gewesen, die Wohnung unmittelbar am Ende des Mietverhältnisses zurückzunehmen."

Also Montag, den 2.12. bzw. frühestens Sa, den 30.11. nachmittags.Dann soll die neue Mieterin mal zusehen, wie sie ihren Umzug und die Übergabe ihrer alten Wohnung organisiert.

Die Fristen sind hier irrelevant, weil Aufhebungsvertrag im Zeitpunkt der Nachvermietung geschlossen wurde "Auf der Kündigungsbestätigung steht auch nochmal drauf dass wir früher raus können wenn wir einen Nachmieter finden (steht soweit ich weiß auch im Mietvertrag)"

0

Das nennt man Pech. Du hättest bei Mietvertrag mit dem neuen Mieter dabei bleiben müssen und aufpassen

Wir haben einen Nachmieter gefunden, der auch gesagt hat, dass er zum 01.10.19 einziehen kann.

Hat er gesagt das er das auch "WILL" dann könnte man einen Untermietvertrag machen. Ich würde ihn freundlich Fragen ob er denn früher rein will ? Und dann einen Untermietvertrag für den Monat machen, evtl. billiger.....

jetzigen Mietvertrag zum 01.10.19 gekündigt,

Hat die frühere Frist denn einer bestätigt ?

Ihr könnt ja Pokern. Entweder die Kündigung zum 1.10 oder gar nicht. Dann haben die beiden anderen plötzlich ein Problem.

Also mal zusammensetzen und das dann schriftlich machen

Übrigens ist die Kündigung zur falschen Zeit ungültig - ihr habt also nie gekündigt.

Mietverträge kann man nur mit gesetzl. Dreimonatsfrist n. § 573c I BGB einseitig kündigen oder durch übereinstimmenden Vertrag oder nach erfolgter Nachvermietung dazu vorfristig aufheben.

Euer VM hat euch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass ihr nur dann vorzeitg rauskönnt, wenn zu diesem Zeitpunkt ein Nachmieter einzieht. Das ist nicht der Fall, da er erst zum 01.12.2019 Mietvertrag schloß.

Euer VM ist nicht verpflichtet, einen bestimmten Nachmieter oder vorfristigen Beendigungswunsch zu akzeptieren, um euch doppelte Mietzahlungen zu ersparen. Und euer Kandidat schuldet euch keine Rechenschaft, welchen Vertrag er mit eurem VM schlußendlich eingeht, auch wenn er euch gegenüber etwas anderes angedeutet hat..

Im Ergebnis schuldet ihr eurem VM bis zum 30.11.2019 weiter Mietzahlungen, BK und Vertragspflichten.

Gerade wenn man kein Geld zu verschenken hat macht es bei der eindeutigen Rechtslage wenig Sinn, es auf kostenträchtige Zahlungsklage mit hohen Gerichts- und Anwaltskosten ankommen zu lassen.

Eine Ratenzahlung der fälligen Mietzahlungen auf drei oder vier Termine vorzuschlagen, durchaus.

G imager761

Was möchtest Du wissen?