Mein Auftraggeber kürzt Rechnung mit fadenscheiniger Begründung, wie soll ich reagieren?

3 Antworten

Meine Aufgabe besteht in Tätigkeiten, die für ihn teilweise nicht kontrollierbar sind.

Genau das ist das Problem, auch Dein Problem im übrigen. Wenn es hart auf hart kommt, bist Du derjenige der den Umfang der Tätigkeit belegen muß. Ist das irgendwie möglich? Gibt es Zeugen? Könnte man ggf die Nutzungsdauer eines Computers für Sachen des Auftraggebers belegen?

Ich kenne im übrigen diese Methode von Argumentation zur Genüge. Ist Dein Auftraggeber vielleicht in finanziellen Problemen? Grundlose Rechnungskürzungen sind da oft das erste Anzeichen.

Danke für deine Antwort. Die Auftragslage ist in der Tat nicht gut. Aber das hat mit der Rechnungskürzung nur indirekt zu tun. Bei ihm hat das System, ob Geld vorhanden ist oder nicht. Mit anderen hat er Gleiches gemacht und noch viel schlimmer. Möglicherweise war ich jetzt gerade zufällig an der Reihe. :-)

Ich habe ihm in meinem 4-seitigen Brief alles detailliert erklärt und kann größtenteils schriftliche Arbeitsprodukte vorlegen. Das werde ich dann bei Gericht machen. Danach fragt er aber gar nicht. Er stellt schlichtweg eine unsubstantiierte Behauptung in den Raum. Die Kollegen haben sich einschüchtern lassen und es akzeptiert. Dazu bin ich aber keineswegs bereit.

Ich empfinde es auch als Beleidung meiner Intelligenz. Wenn ich schummeln will, rechne ich keine Urlaubstage ab, sondern suche unauffällige Wege.

0

Endlich mal Tacheles geredet.Ich brauche hier keinen Rat zu geben. Hast Du bestens erledigt!

1

Wie argumentiere ich am besten?

Hmm, Du fragst etwas im Nachhinein statt vorher. Wie sehen die vertraglichen Bedingungen aus für Deine Abrechnungsmodalitäten? Wurde bei den bisherigen Abrechnungen von den vertraglichen Bedingungen (stets) abgewichen? Man kann nur auf dieser - mir bislang unbekannten Basis - argumentieren.

Wie kann/soll ich ihm beweisen, dass ich nicht im Urlaub war?

Im Prinzip kannst Du das nicht beweisen. Du bist auch dazu nicht verpflichtet. Wir sind hierbei nicht im Strafrecht (und auch dort ist die Vorgehensweise bekanntermaßen so, dass der Ankläger beweisen muss, nicht der Beschuldigte). Wenn Dein Arbeitgeber Deine Abrechnung bemängeln will, dann muss er dazu vertragliche (oder gesetzliche) Gründe vortragen. Er hat also Deinen Urlaub zu beweisen, wenn dies überhaupt abrechnungsrelevant sein sollte. Aber hierzu mußt Du überhaupt erstmal etwas zu Deinen vertraglichen Bedingungen schreiben!

Danke für deine Antwort.

Wir sind beide GmbHs. Der Auftraggeber war stets (telefonisch) über meine Aktivitäten informiert. Die Rechnungstellung nach Arbeitsstunden war stets dieselbe. Urlaub wäre nicht abrechnungsrelevant. Wenn ich nicht arbeite, bekomme ich nicht bezahlt. Das ist mir bekannt. Ich will und muß mich nur gegen diese Frechheit und gegen so eine dreiste Lüge wehren.

Naja, der Beweis über den Urlaub ist auch für einen zivilrechtlichen Prozeß wichtig. Ich werden jetzt noch einmal mit Fristsetzung erwidern und mahnen und dann bei Nichtzahlung einen Mahnbescheid beantragen. Ich bin rechtsschutzversichert. Ich habe mir auch schon gedacht, dass die Beweislast für seine Falschbehauptung bei ihm und nicht bei mir liegt.

0
@Fettnaepfchen

Du darfst nicht noch mehr 4-seitige Briefe schreiben, die dann gerichtlich auch gegen Dich verwendet werden könnten. Du mußt doch Deinen Urlaub nicht diskutieren, sondern nur Deine geleisteten Stunden, die sicherlich Gegenstand Deiner stetigen telefonischen Aktivitätsberichte waren - oder?

Also letzte Mahnung mit 14-tägiger Fristsetzung für Zahlungseingang, danach evtl. Mahnbescheid und dann je nach Rückmeldung eine Klage.

0

Ich würde einen solchen Kunden auf schnellstem Wege "entsorgen".

Teile ihm mit, die Unterstellung einer Straftat (Betrug) selbst wieder eine Straftat sei und Du auf den Beweis seiner Behauptung wartest. Bis dahin bzw. bis zur vollständigen Zahlung der Rechnung stellst Du alle Arbeit für diesen Kunden ein.

Nachdem das Geld eingegangen ist und wenn Du weiterhin mit diesem Kunden arbeiten willst, solltest Du die Vereinbarungen mit diesem Kunden auf Festpreisbasis umstellen.

Danke für deinen Kommentar.

Er ist bereits entsorgt! :-) Ich habe meine Tätigkeit am Tage seiner dubiosen Urlaubsbehauptung sofort eingstellt und seitdem auch keinen Kontakt mehr zu ihm gehabt. Solche Kunden sind keine Kunden. Die braucht niemand. Somit ist keine weitere abzurechnende Arbeitszeit angefallen. Ich will nur noch meine Rechnung bezahlt haben.

0
@Fettnaepfchen

Dann bleibt Dir nur der Rechtsweg.

Ich würde mir allerdings die weiteren Dinge sparen und sofort die Klage einreichen, der Kunde hat ja zum Ausdruck gebracht, dass er der Forderung widerspricht.(§286 Abs. 2 Nr. 3 BGB).

0
@Mikkey

Ja, das ist eine Überlegung wert. Dass ich ihm vor einem Mahnbescheid/einer Klage noch einen Brief schreibe, hat den Grund, dass ich in dem Brief noch einige Vorfälle schildern will, die seine Glaubwürdigkeit bei Gericht erschüttern könnten, aber nicht direkt mich betreffen. Ich werde während des Gerichtsverfahrens keine Möglichkeit haben, diese Ereignisse vorzutragen. Nur auf diese Weise kann ich sie aktenkundig machen.

0

Urlaubsanspruch aus dem letzten Jahr

Auf jeder meiner Lohnabrechnungen diesen Jahres (Januar bis Oktober) steht bei Vorjahresurlaub übergeblieben 48,5 Tage, was auch tatsächlich der Fall ist. Bei Urlaubsanspruch dieses Jahr stehen 30 Tage die ich jedes Jahr bekomme. Bei meinem Resturlaub gesamt steht (ich spreche jetzt von der Abrechnung Oktober, da ich die für November noch nicht erhalten habe) 42 Tage.

Jetzt ist es gesetzl. ja eigentlich so, dass ich den Resturlaub vom letzten Jahr eigentlich bis zum 31.03. hätte nehmen müssen. Nun habe ich letzte Woche gekündigt, da ich eine bessere Stelle gefunden haben. Um schneller aus meinem ehemaligen Betrieb zu kommen, möchte ich mit meinem Chef einen Aufhebungsvertrag machen. Mein Problem sind jetzt die restlichen Urlaubstage.

Habe ich gesetzlich den Anspruch auf alle 42 Tage, da sie auf meiner Abrechnung immer wieder angegeben worden sind oder habe ich nur Anspruch auf meinen diesjährigen Urlaub??

Mein Chef gibt als Begründung (dass die vielen Urlaubstage aus dem letzen Jahr noch mit berechnet werden) an, dass hätte der Steuerberater so gemacht. Er selber würde das nicht akzeptieren, hat aber nie eine der Lohnabrechnungen geändert.

Ich hoffe, mein Anliegen ist nicht ganz so kompliziert und mir kann jemand helfen.

Danke Jegro2010

...zur Frage

Der Chef hat im Jahr mehr Urlaubstage , als uns Mitarb.zusteht. Kann er unbez. Url.verlangen?

Wir arbeiten in einer Praxis, die geschlossen hat, wenn der Chef Urlaub macht. Wir müssen dann auch Urlaub nehmen. Nun haben wir im Jahr mehr Schließtage, als wir Mitarbeiter Urlaub zur Verfügung haben. Muss der Chef uns freistellen, Arbeiten für diese zeit auftragen oder kann er von uns verlangen, dass wir unbezahlt frei nehmen?

...zur Frage

Grundmiete erhöhen bei Änderung der Personenanzahl?

Hallo,

eine 60qm Wohnung war bisher für 330 EUR kalt + 100 EUR NK vermietet. Gas und Strom hat der Mieter aufgrund der Gas-Etagenheizung seperat mit der Stadtwerke abgerechnet.

Durch einen Familiennachzug aus dem Ausland hat sich die Personenzahl jetzt insgesamt auf 5 erhöht. Dass die Nebenkosten jetzt ordendlich steigen durch erhöhten Wasserverbrauch und Müll etc. ist ja logisch.

Wie sieht es jetzt aber mit der Grundmiete aus? Um wieviel % darf der Vermieter diese jetzt erhöhen? Gelten hier auch die max. 20%?

Das Amt würde bei 5 Personen ca. 550 kalt + 190 NK zahlen + Heizkosten.

Dies bei einer max. Wohnungsgröße von 110 qm für 5 Personen.

Kann man jetzt bei einer 60qm-Wohnung in der 5 Personen leben, die Grundmiete jetzt einfach mal um 200 EUR erhöhen, von 350 auf 550 EUR?

Dies würde im Zuge einer schriftlichen Vereinbarung zwischen Mieter und Vermieter stattfinden.

Einen schönen Abend noch.

...zur Frage

Arbeitvertrag (befristet) was kann ich tun ?

Mein Chef hat nach meiner Ausbildung einen Vertrag mit mir abgeschlossen für 1 Monat befristet. In dem einen Monat war ich 3 Tage krank, diese Tage hat er mir von meinem Gehalt abgezogen. Außerdem hatte ich noch 3,5 Tage Urlaub von meinem 3 Ausbildungsjahr welche er mir einfach für Ende August (Vertragsende) eingeteilt hat. Die Urlaubstage hat er auch nicht bezahlt. Ich habe das Gefühl er hat mich wieder mal verarscht -.- Was kann ich tun ? Er meint er zahlt mir garnichts da es sich um einen Vertrag bezüglich stundenweise gehandelt hat, aber das hat ja mit dem Urlaub nichts zu tun oder ?

...zur Frage

Hat man bei Krebserkrankung tatsächlich keine so hohe Steuerbelastung mehr?

Gestern hat mir ein Bekannter erzählt, er hätte nun so einen Behindertenausweis, dieser ermöglicht ihm mehr Urlaubstage zu beantragen. Desweiteren fällt für ihn weniger Einkommensteuer an. Ist das wirklich so, und wenn ja, in welcher Höhe ist die Ersparnis?

...zur Frage

Frage zur Berechnung des Zugewinnausgleiches?

Hallo,

muss der Partner mit dem höheren Zugewinn den anderen Partner immer zur Hälfte auszahlen?

Ich stelle mir gerade vor, Ehepartner A hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser und hat es noch nie wirklich zu Geld gebracht, während Ehepartner B in gehobener Position als Beamter arbeitet mit lebenslangem Einkommen und späterer üppiger Pension. Jetzt tritt der Fall ein, dass kurz vor Einreichung der Scheidung Ehepartner A aber einen hohen Zugewinn erfährt, z.B. durch Lottogewinn, Erbschaft etc. und dadurch während der Ehezeit einen deutlichen höheren Zugewinn hat als Ehepartner B.
Muss A jetzt trotdem die Hälfte an des Zugewinns an B abdrücken? Ehepartner B steht ja eh schon gut da und A könnte das Geld gut gebrauchen, weil er ja sonst kaum Geld verdient. Würde mich mal interessieren.

Grüße

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?