Aufstockung vom Arbeitsamt möglich?

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Ein Erwerbstätiger hat dann Anspruch auf eine Aufstockung mit Hartz IV, wenn er weniger als 1.200 Euro brutto verdient. Dieser Betrag erhöht sich auf 1.500 Euro, wenn man sich um mindestens ein Kind kümmern muss. Wieviel aber am Ende ein Einzelner genau erhält, errechnet sich aus der Höhe des Einkommens und dem Bedarf den er hat.

Was gehört zum Einkommen? Zum Einkommen gehört grundsätzlich alles, was ein Leistungsberechtigter in Geld erhält. Dazu gehört etwa:

•Einnahmen aus Arbeit

•Lohnnachzahlungen

•Weihnachts- und Urlaubsgeld

•Arbeitslosengeld oder Krankengeld

•Steuererstattungen

•Unterhaltsleistungen

•Kindergeld

•Kapital- und Zinserträge

•Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung

•Eigenheimzulage

http://www.refrago.de/Aufstocker_Ab_wann_kann_man_mit_Hartz_IV_sein_Gehalt_aufstocken.frage218.html

Natürlich geht das, so wie bei Arbeitnehmern auch. Es gibt lediglich das Problem, dass man eben keine Gehaltsabrechnung hat und deshlab die Einkünfte anders nachgewiesen werden müssen.

Dafür gibt es die "Anlage EKS" zum Antrag auf ALG II.

Das Problem dabei, der Einkommensbegriff des Jobcenters ist nicht der Einkommensbegriff des Finanzamtes. Bei Telefongebühren ist der Abzug auf 30,- Euro begrenzt. Bewirtung von Geschäftsfreunden kann man nicht abziehen, bzw. sind alle diese Dinge von amtsinternen Anweisungen abhängig.

Das soll aber nur eine kleine Warnung sein und nicht davon abhalten das zu machen.

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die durch Aufnahme einer selbständigen, hauptberuflichen Tätigkeit die Arbeitslosigkeit beenden, können zur Sicherung des Lebensunterhalts und zur sozialen Sicherung in der Zeit nach der Existenzgründung einen Gründungszuschuss erhalten. Ein direkter Übergang von einer Beschäftigung in eine geförderte Selbständigkeit ist nicht möglich.

Der Gründungszuschuss

Der Gründungszuschuss ist eine Ermessensleistung der aktiven Arbeitsförderung, auf die kein Rechtsanspruch besteht. Die Förderung der Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit soll zu einer möglichst nachhaltigen beruflichen Integration führen. Dabei ist auch die Aufnahmefähigkeit des Arbeitsmarktes zu berücksichtigen und die Frage, ob Stellenangebote vorhanden sind.

Der Gründungszuschuss kann geleistet werden, wenn die Arbeitnehmerin oder der Arbeitnehmer bis zur Aufnahme der selbständigen Tätigkeit einen Anspruch auf Arbeitslosengeld hat, dessen Dauer bei Aufnahme der selbständigen Tätigkeit noch mindestens 150 Tage beträgt und nicht allein auf § 147 Abs. 3 SGB III beruht („kurze“ Anwartschaftszeit). Nähere Informationen zur Anspruchsdauer auf Arbeitslosengeld sind dem Merkblatt 1, Abschnitt 3, zu entnehmen.

http://www.arbeitsagentur.de/web/content/DE/BuergerinnenUndBuerger/ArbeitundBeruf/Existenzgruendung/FinanzielleHilfen/Detail/index.htm?dfContentId=L6019022DSTBAI485480

Also zu meiner Zeit ist schon ein paar Jahre her gabe es für 1 Jahr 150 % vom Arbeitslossengel wenn man sich selbständig machte. Es hat sich da schon was geändert aber würde mal beim Arbeirsamt vor sprechen.

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