Aufstocken Hartz IV wieviel kann ich bekommen?

5 Antworten

Wenn für Dich noch Kindergeld gezahlt wird, bist Du unter 25. Und dann werden vom jobcenter nicht ohne weiteres die Kosten für eine eigene Unterkunft übernommen. Es ist aber nicht ausgeschlossen, z.B. bei zerrütteten Familienverhältnissen. Bei dieser Baustelle würde ich erst mal anfangen.

Falls Du trotzdem rechnen willst:

Bedarf 416,-€ plus Warmmiete 250,-€ (Strom geht aus Regelbedarf). Macht 666,-€ Bedarf.

Abzüglich KG 194,-€, abzgl. Lohn 385,-€ (von 450,-€ werden 165,-€ nicht angerechnet). Mal grob überschlagen. Evtl. noch Versicherungspauschale etc.

Ohne KdU hast Du keinen Anspruch, da Dein Einkommen höher ist als 416,-€.

Sorry, von 450,-€ Lohn werden 285,-€ angerechnet, also plus Kindergeld 479,-€ anzurechnendes Einkommen, also wäre der Anspruch bei 187,-€. Wenn die KdU anerkannt werden.

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Da ist noch Klärungsbedarf, was ist mit dem Kind für das Du Kindergeld bekommst? Bekommst Du für das Kind Unterhalt?

Bekommst Du Unterhalt von den Eltern, oder hast zumindest Unterhaltsanspruch?

Da bin ich auch erst drauf reingefallen. Er meint aber hundertprozentig das KG, das er von seinen Eltern erhält bzw. abgezweigt hat.

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@Andri123

Ich denke das auch, aber ich bin es einfach satt, dass die Leute ungenaue Sachverhalte hier ins Forum stellen, anstatt es so zu schreiben, wie es sich gehört (das Kindergeld, was meine Eltern statt Unterhalt an mich weiterleiten) zu schreiben.

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@wfwbinder

Allein Schon die Formulierung:

Meine Einkünfte sind nur der Minijob 450€ und Kindergeld

Kindergeld sind keine Einkünfte: woraus?), sondern Transferleistungen.

Davon abgesehen, eine der wichtigsten unseres Sozialsystems.

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Die Stromkosten, sind die von Dir zu zahlen oder insgesamt von der WG? Von Dir allein 900 € jährlich wäre ja massiv viel!!

Auch die Miete von 650 / 750 € sind doch sicher nicht von Dir zu zahlen, sondern von der gesamten WG?

Bekämest Du Hartz IV, wäre das Deine Miete + Nebenkosten (so sie angemessen sind) + Krankenkassenbeiträge + Regelsatz (zur Zeit 416 €). Kindergeld wird voll angerechnet, und von Deinem 450 €-Verdienst hast Du einen Freibetrag von

100 €
+ von den verbleibenden 350 € 20% = 70 €
zusammen also 170 €

Die Stromkosten musst Du aus dem Regelsatz selbst zahlen.

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Ich gebe Dir zwei Rechner rein, den Hartz IV-Rechner

Arbeitslosengeld 2 Rechner
https://www.geldsparen.de/arbeitslosengeld-2/

und den

Wohngeldrechner
https://www.geldsparen.de/wohngeld-rechner/

In Hartz IV ist Wohngeld schon mit drin. Ohne Hartz IV kannst Du dann Wohngeld beantragen, wenn Du von dem, was Du mit Hartz IV kriegen würdest, 80% selbst hast (Verdienst + Kindergeld + eventuelle andere Einkünfte).

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Bei weiterem Beratungsbedarf zu diesem oder einem anderen sozialen Thema empfehle ich eine Sozialberatung. Google mit sozialberatung und füge Deinen Wohnort hinzu (oder den nächstgrößeren, falls er klein ist). Dir werden so (behördenunabhängige) Beratungsstellen gezeigt wie die Diakonie / Diakonisches Werk, Caritas, Paritätischer Wohlfahrtsverband oder die Arbeiterwohlfahrt (AWO). Vereinbare einen Beratungstermin.

Wohnst Du in Hamburg, geh zur Öffentlichen Rechtsauskunft und Vergleichsstelle (ÖRA) in der Dammtorstraße. Da bekommst Du fachkundigen Rat von ehrenamtlich arbeitenden Anwälten, Richtern und Fachbeamten. Diese halten sich an die Schweigepflicht genauso wie frei praktizierende Rechtsanwälte. - Und falls erforderlich, setzen sie auch Schreiben für Dich auf oder schreiben direkt an die Gegenseite. - Google dazu mit öra hamburg dammtorstraße

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Vorsorglich meine Hinweise für Arbeitslose (ALG 1 und ALG 2 / Hartz IV) und Aufstocker sowie Grundsicherungsbezieher - Du wirst leicht erkennen, was auf Deine Situation zutrifft:

Umgang mit Sozialbehörden

Mit dem Amt nichts telefonisch klären (das kann man später nie beweisen). Alles schriftlich machen. Am besten Schreiben, Belege und Anträge persönlich abgeben. - Den Erhalt des Schreibens lässt man sich auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel, Datum und Unterschrift bestätigen. (Dies verlangt man mit ruhigem, freundlichem Ton und reicht das Schreiben rüber, „und hier brauche ich noch Stempel mit Datum und Unterschrift“).

Wenn man nur etwas abgeben will, dann wie üblich ein Schreiben aufsetzen, in dem erklärt wird, was "als Anlage" überreicht wird (sind es mehrere Anlagen, diese mit Nummern versehen aufzählen). - Wiederum dieses Anschreiben auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel und Unterschrift bestätigen lassen.

Diese Bestätigungen sind Gold wert, sie sind mehr wert als ein Einschreibebeleg (mit dem ja nur der Eingang eines Umschlags bestätigt wird).

Mit einer solchen Bestätigung kann von Seiten der Behörde nicht behauptet werden, Schreiben und Belege seien nicht eingegangen. Und wenn doch, eine Fotokopie von deren Bestätigung vorlegen (das Original unbedingt wie eine Kostbarkeit hüten). - Nicht (oder angeblich nicht) abgegebene Unterlagen kann als Verstoß gegen die Mitwirkungspflicht gedeutet werden, was zu Sanktionen führen kann = Kürzung von Geld. - Und: Werden so die Unterlagen / Belege abgegeben, wird erfahrungsgemäß allgemein die Sache zügiger bearbeitet.

Falls Du meinst, ich würde übertreiben, google mit jobcenter unterlagen verloren und lies auch dies: Hartz IV: Verschwundene Unterlagen mit System? http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-verschwundene-unterlagen-mit-system.php

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Im Gespräch mit den Mitarbeitern immer korrekt und konzentriert sein. Wenn die Mitarbeiter freundlich und zugewandt sind: Auch Infos im Vertrauen landen in der Akte und können später gegen den „Kunden“ (wie es vollmundig bei Sozialbehörden heißt) verwendet werden. - Lies auch

Wichtige Tipps für Hartz-IV-Betroffene http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/wichtige-tipps-fuer-hartz-iv-betroffene.php

und

Die häufigsten Hartz IV Fehler der Jobcenter http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/die-haeufigsten-hartz-iv-fehler-der-jobcenter.php

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Oft ist es ratsam, zum Amt einen Beistand als Begleitung mitzunehmen. Dieser Ämterlotse muss nur zuhören und kann dabei Protokoll führen, oder hinterher macht man gemeinsam ein Erinnerungsprotokoll. Der Beistand kann aber auch für Dich Erklärungen abgeben, dazu § 13, Absatz 4 SGB X (google mit 13 sgb 10):

  • (4) Ein Beteiligter kann zu Verhandlungen und Besprechungen mit einem Beistanderscheinen. Das von dem Beistand Vorgetragene gilt als von dem Beteiligten vorgebracht, soweit dieser nicht unverzüglich widerspricht.

Für einen ehrenamtlichen Behördenbegleiter = Beistand google jeweils mit Deinem Wohnort (oder dem nächstgrößeren, wenn Deiner klein ist) mit

  • Ämterlotsen
  • Behördenlotsen
  • Behördenbegleiter
  • Hartz IV Mitläufer
  • Hartz IV Gegenwind e.V.
  • Wir gehen mit org

Diese Ämterbegleiter sind wertvolle Hilfen und notfalls auch Zeugen, und (die meisten? alle?) haben für diesen ehrenamtlichen Dienst eine kleine Ausbildung genossen und kennen sich bestenfalls mit den Gesetzen aus. (Sag beim Amt niemals, Du hättest einen Zeugen dabei! Zeugen dürfen des Raumes verwiesen werden - Beistände dagegen nicht, auf die hast Du ein Recht.)

Lebst Du in einer Bedarfsgemeinschaft (oder Haushaltsgemeinschaft): Andere Mitglieder solch einer Gemeinschaft können für Dich kein Beistand sein, denn sie sind nicht neutral, sondern automatisch selbst Betroffene.

Google mit

legitimation eines beistands pdf (die Wörter genau so)

und lade Dir die Datei vom elo-forum runter. Darin erfährst Du die gesetzliche Grundlage für Beistände und dass jeder Bürger ein Recht darauf hat, sich bei Behördengängen von einem Beistand begleiten zu lassen.

In der Info erfährst Du unter anderem, dass wenn Dein Beistand für Dich etwas sagt, und Du widersprichst nicht, gilt es so, als hättest Du selbst es gesagt.

Wenn Du bei einer Sozialberatung bist, frage dort, ob dort Beistände / Ämterlotsen / Behördenbegleiter ehrenamtlich Dienst machen. In Hamburg z.B. bietet die Diakonie Begleitung durch Ämterlotsen an.

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A C H T U N G ! - sehr wichtig für Hartz IV-Bezieher:

Folge den Dir aufgegebenen Mitwirkungspflichten wie Bewerbungen schreiben, an Maßnahmen / Fortbildungen teilnehmen (auch falls Dir eine der Maßnahmen blöd, unsinnig oder für Dich unangemessen erscheinen mag). In solch einem Fall wende Dich an eine Arbeitsloseninitiative / Arbeitslosenberatung / Rechtsberatung. - Bezüglich fehlender Mitwirkung wurde das Gesetz für Hartz IV-Bezieher krass verschärft, und das kann sehr schmerzhafte finanzielle Folgen für Dich haben!

Das Jobcenter kann dann ihren "Kunden" berechnen, was das Jobcenter hätte sparen können, hätte der "Kunde" die Anweisung befolgt und dadurch Arbeit gefunden - und das nicht nur für die Vergangenheit, sondern auch für künftige Jahre. (Das ist also ein Schauen-wir-mal-in-die-Glaskugel-Gesetz, völlig gaga, leider aber real.) Und das kann sehr, sehr, sehr teuer für den "Kunden" werden.

Wenn Du so viel Einkommen hast, dass Du Wohngeld beantragen kannst, achte auf jeden Fall darauf, dass Du krankenversichert bist!

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