Aufnahme einer gewerblichen Tätigkeit Nachfrage Einkünfte

3 Antworten

     Während meines Studiums habe ich im Jahr 2011 und 2012 auf Rechnung einige Auftragsarbeiten im Programmierbereich absolviert,

Fleissig und unproblematisch.

   Ich habe hier Rechnungen gestellt mit dem Zusatz, dass ich als Kleinunternehmer keine MwSt in Rechnung stelle.

Genau richtig, absolut OK.

    Da der Freibetrag ja 17.500€ beträgt habe ich 2011 keine Steuererklärung abgegeben

17.500,- ist der Betrag bei dem keine Umsatzsteuer erhoben wird. Nur zur Sicherheit, das hat nichts mit Einkommensteuer zu tun.

    Jahr 2012 erst damit angefangen, hier habe ich allerdings diesen Betrag nicht mit angegeben, sondern lediglich mein Arbeitseinkommen, welches ich ab Okt. 2012 hatte

Bei der Umsatzsteur OK, weil eben nur 6.400,- und im Vorjahr unter 17.500,-. Aber die 6.400,- sind Betriebseinnahmen, die abzüglich der Betriebsausgaben, den Gewinn aus der Selbständigkeit ergeben. Zusammen mit den anderen Einkünften, gehören die in die Einkommensteuererklärung.

    Fragebogen zur steuerlichen Erfassung bei Aufnahme einer gewerblichen, selbstständigen (freiberuflichen) [...] Tätigkeit

Richtig. Programmiertätigkeit kann auch freiberuflich sein, also ohne Gewerbeanmeldung.

      Im zweiten Schreiben wurde dann auch um die Ausfertigung einer Steuererklärung für 2011 gebeten. An sich kein Problem, aber wie gebe ich dann die Daten an, die in 2012 noch fehlen?

Dann mache doch die Einkommensteuererklärung für 2011. 7.500,- Betriebseinnahmen, keine anderen Einkünfte, Du musst Dich also nciht mit den Betriebsausgaben befassen, weil sowieso Steuer "0,-" euro ist.

Für 2012 musst Du eine Gewinnermittlung und die Anlage "S" nachreichen.

Betriebseinnahmen 6.400,-. Betriebsausgaben? Fahrten zum Kunden, Telefongebühren in der Zeit wo Du die Aufträge erledigt hast, einen Teil der Internetkosten, Abschreibung auf Deinen Computer.

Es ist ein Fragebogen zur steuerlichen Erfassung.

Bei der Prüfung des Jahres 2011 Unternehmens, für das du gearbeitet hast, wurde deine Rechnung gefunden und eine Kontrollmitteilung führte zu dem Ergebnis, dass du die Einkünfte nicht angegeben hast. 

Es gibt keine andere Lösung als dass du für 2011 und 2012 eine Einnahmenüberschussrechnung erstellst oder erstellen lässt und die Einkünfte nacherklärst bzw. für 2011 erstmalig Steuererklärungen abgibst. 2011 wird nichts rauskommen. 2012 weil du ab Oktober gearbeitet hast vielleicht schon. 2012 ist die Sache auch etwas diffiziler, weil du da deine Einkünfte erklärt, die Einnahmen aber (aktiv) verschwiegen hast.

Auf den ersten Blick ist außer dass du deine Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit für 2011 erklärst und für 2012 nacherklärst nichts veranlasst. 

Mit Umsatzsteuer, Gewerbesteuer oder Meldepflichten hat das erst mal wenig zu tun, auch wenn sie auch die Erklärungen haben wollen. Es gibt bei Einkünften aus selbständiger Tätigkeit oder Gewerbe in der Einkommensteuer keinen Freibetrag und deshalb hast du die Einkünfte zu erklären. Du hast also unabhängig von anderen Einkünften und unabhängig davon, ob sich eine Steuer ergibt oder eine erhöht wird, 2011 und 2012 Einkünfte verschwiegen und musst die nacherklären. 

Da du offensichtlich sehr wenig Ahnung auf dem Gebiet hast, solltest du dir helfen lassen.

" den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung bei Aufnahme einer gewerblichen, selbstständigen (freiberuflichen) [...] Tätigkeit/Beteiligung an einer Personengesellschaft/-gemeinschaft auszufüllen" bedeutet, dass Du den Fragebogen ausfüllen sollst.

Wie Du da auf eine rückwirkende Gewerbeanmeldung kommst, ist schleierhaft.

Diese hätte auch nichts damit zu tun, dass Du zu versteuernde Einkünfte in der Steuererklärung nicht angegeben hast.

Für 2012 musst Du eben nacherklären.

KVdR und nicht hauptberufliche Selbständigkeit

Ich werde nächstes Jahr 65 und komme in die KVdR weil ich alle Voraussetzungen erfülle. Nebenbei bin ich in geringem Umfang selbständig tätig. Bisher beziehe ich eine private Rente und bin ebenfalls in geringem Umfang selbständig tätig. Von der AOK bin ich derzeit nicht als hauptberuflich selbständig eingestuft da die private Rente höher ist als das Einkommen aus der selbständigen Tätigkeit. Bisher bin ich immer so verfahren dass ich die Gewinne der selbständigen Tätigkeit in ein Jahr geschoben habe und im Folgejahr fast keinen Gewinn hatte. Dann habe ich beim Finanzamt zwei Jahre gleichzeitig eingereicht (z.B. 2011 hoher Gewinn und 2012 niedriger Gewinn). Die ESt-Bescheide 2011 und 2012 wurden am selben Tag vom Finanzamt ausgestellt. Es wurde bis zur Bescheidausstellung 2011 und 2012 der niedrige Gewinn aus 2010 für die Berechnung der Beiträge bei der AOK zugrunde gelegt und nach Bescheidausstellung 2011/2012 der niedrige Gewinn 2012. Der hohe Gewinn 2011 wurde nie zur beitragsberechnung herangezogen weil die AOK ja immer den aktuellsten Bescheid verwendet. So habe ich immer nur den Mindestbeitrag bezahlt. Meine Frage: Klappt dieses Spiel weiterhin wenn ich in der KVdR bin. Es werden ja dann Beiträge von der Rente aus der gesetzlichen RV einbehalten und es gibt den Zuschuss von der DRV der an die AOK abgeführt wird. Die private Rente ist Beitragsfrei und die Einkünfte aus der selbständigen Tätigkeit sind voll Beitragspflichtig. Nimmt die AOK dann weiterhin zur Berechnung dieses Beitrages den aktuellest Einkommensteuerbescheid? ich wäre sehr dankbar für eine Antwort. Viele Grüße

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?