Frage von Zwergnase99, 20

Auflösung einer Limited - Rückerhalt der Beteiligung an der Firma in der Einkommensteuererklärung 2011 vergessen - Folgen?

Hallo, ich habe in den letzten Tagen eine Nachfrage vom Finanzamt bzgl. meiner Einkommensteuererklärung 2011 erhalten.

Konkret geht es um die Auflösung einer Firma (Limited) in 2011 an der ich mit GBP 1000,- (rund EUR 1150,-) beteiligt war. Mir war bis vor wenigen Tagen nicht bewußt, daß ich den Rückerhalt dieser Beteiligung durch die Auflösung der "Firma" in meiner Steuererklärung angeben muß (ich habe keinerlei Gewinn oder Dividene erhalten). Andere Einkünfte abgesehen von meinem Gehalt hatte ich in 2011 nicht.

Eine Simulation als Einkünfte aus Gewerbebetrieb oder Kapitalanlage mit der damals verwendeten Steuersoftware ergibt auch keinerlei Veränderung im Ergebnis des Steuerbescheids (übrigens sagenhafte 455,08€ Erstattung).

Offensichtlich ist meine Steuererklärung also unabsichtlich und ohne jeden Vorteil für mich fehlerhaft gewesen. Was erwartet mich nun? Ein Verfahren? Strafsteuern? Oder schlimmeres? (Ich bin gerade ernsthaft besorgt, da ich noch nie mit sowas zu tun hatte)

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von blackleather, 17

Was erwartet mich nun?

Der Dank des Finanzamts, dass es nun nicht mehr rumrätseln muss, was wohl mit deiner Ltd-Beteiligung sei.

Ein Verfahren?

Falls du ein Strafverfahren o.ä. meinst - Nein.

Falls du das normale Besteuerungsverfahren meinst - Ja.

Strafsteuern?

Nein. Aller Wahrscheinlichkeit nach fallen ja keine an, denn wenn du von dem, was du aus der Veräußerung/Aufgabe deiner Beteiligung erhalten hast, die Anschaffungskosten abziehst, wird wohl kein nennenswerter Gewinn übrigbleiben (mutmaße ich mal).

Oder schlimmeres?

Erst recht nicht. Wir sind hier nicht im Orient.

Antwort
von Zwergnase99, 2

Also erstmal vielen Dank an euch beide für eure Antworten. Letztlich habt ihr beide auch Recht gehabt.

Um das Thema abzuschließen: Ein Telefonat mit dem zuständigen Sachbearbeiter hat das ganze Thema letztlich geklärt. Allerdings hat sich die Angelegenheit ohnehin noch etwas anders bzw. für mich entlastend dargestellt, nachdem ich erfolgreich nach den alten Unterlagen gesucht und diese dem Finanzamt auch zur Verfügung gestellt habe.

Ich war zunächst sehr erschrocken und verunsichert, da ich bisher nur eine normale Steuererklärung ohne jeden Schnickschnack abgeben mußte. Da habe ich mich quasi schon mit einem Bein im Gefängnis gesehen. ;-)

Antwort
von Impact, 12

Mach Dir keine Sorgen.

Du teilst mit, dass Du nur den Rückerhalt hattest, aber keine zu versteuernden Einkünfte.

Damit ist die Sache erledigt.

Kommentar von Zwergnase99 ,

Ganz so einfach ist es leider nicht. Habe heute nochmal Post erhalten. Das Finanzamt möchte jetzt einen "Veräußerungsvertrag" für meine Beteiligung... Kann mich nicht erinnern ein solches Dokument erhalten zu haben aber ich werde mal im Keller suchen. Aber so wie ich das sehe werde ich mich wohl doch mit einem Steuerberater in Verbindung setzen müssen. 

Kommentar von Impact ,

Es bleibt Dir natürlich unbenommen, wegen diesem "Nichts" Geld für einen    h i e r   nicht notwendigen Steuerberater auszugeben.

Du könntest natürlich meinem kostenlosen Rat folgen und das mitteilen, was ich schon sagte.

"Das Finanzamt" will gar nichts von Dir - der dortige Bearbeiter aber wohl. Und der soll sich seinen Vertrag holen wo der Pfeffer wächst. 

Wenn Du sagst "Null", dann ist das so. Soll er mal versuchen Steuer festzusetzen. Hoffentlich knallst Du ihm dann eine Dienstaufsichtsbeschwerde rein!

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