Aufkündigung der Sicherheit durch Ex-Ehemann für Immobiliendarlehen der Ex-Ehefrau möglich?

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Ria vom finanzfrage.net-Support

3 Antworten

Während der Ehe bürgte der Ehemann mit einer eigenen Immobilie für ein Immobiliendarlehen der Ehefrau.

Alles klar, war aber interessant wäre, gibt der Ex-Ehemann nur die dingliche Sicherheit, oder auch eine persönliche Bürgschaft?

Sie bürgte ihrerseits für seine Kredite, wurde jedoch auf seine Intension hin aus dieser Bürgschaft während der Trennungsphase entlassen.

Alles klar, war sozusagen ein gegenseitiger Dienst, aber er hat für die Entlassung aus den Bürgschaften gesorgt.

Sein Wunsch, insofern aus seiner Haftung, egal ob nur durch dingliche Sicherheit, oder als persönlicher Bürge, entlassen zu werden ist nachvollziehbar.

Nun etwas, was mir unklar ist:

Sie ist bis auf ihr Einkommen mittellos und verfügt über keinerlei Sicherheiten.

wie geht das zusammen mit:

Das Haus mit Grundstück ist unbelastet,

Eine Person mit einem unbelasteten Grundstück hat Sicherheiten, daher ja auch:

wurde damals jedoch von der Bank als alleinige Sicherheit nicht anerkannt.

Somit hätte es ja als teilweise Sicherheit gehen können, was man wohl unterlassen hat, weil es mit einer anderen Eintragung gereicht hat und vermutlich billiger war, nur eine Eintragung zu machen.

Leider fehlt jede Zahl in dem Sachverhalt.

So ist eine Änderung bei den Sicherheiten eine Frage von einem Gespräch mit der Bank und die Verhältnisse gegenüber dem Kauf dürften sich ja auch geändert haben.

  1. Die Frau hat ein Immobiliendarlehen für das Grundstück. Sie hat ein Einkommen. Reicht das Einkommen, um den Kredit zu bedienen?

  2. Was war der Kaufpreis und wann wurde gekauft?

  3. Wie hoch ist die Restschuld?

  4. Wohnt die Frau in dem Haus, oder ist es vermietet?

Entscheidend wird sein, ob der Restkredit mehr als 80 % des Grundstückswertes ist und ob die Frau den Kredit allein bedienen kann.

Das war der Teil, der sich mit seiner Pfandentlassung des Ehemannes befasst.

Nun zur Frage, wo ggf. Gefahr droht.

Eine Pfandentlassung, ist nur möglich, wenn die Bank zustimmt.

Er war, um es mal so auszudrücken, aus meiner Sicht sehr dumm, bei der Vereinbarung zu den Scheidungsfolgesachen. Dort hätte er es leichter durchsetzen können.

Nun würde es relativ schwierig darauf zu klagen. Es besteht für den Mann aber kaum eine Chance, da die Bürgschaft vermutlich völlig bis zum Auslauf des Kredites gewährt wurde.

Aber, wenn er wirklich finanziell so stark ist, kann er seine Exfrau trotzdem fertig machen.

Er könnte zur Bank gehen udn sagen, das er das Grundstück auf dem die Grundschuld eingetragen ist, verkaufen will. Er wird die Grundschuld einfach in Cash ablösen. Damit geht die Forderung gegen die Exfrau auf ihn über und den Kredit kündigt er dann zum nächstmöglichen Termin. Kann sie dann nicht zahlen, egal, ob es in 1 Jahr, oder in 5 Jahren soweit ist, kann er die Verwertung erreichen, also die Zwangsversteigerung.

Sie sollte zusehen, sich mit der Bank zu einigen.

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Kommentar von jkbrand
24.02.2015, 13:52

Der Kredit läuft alleine auf die Frau. Die Raten werden regelmäßig beglichen, es besteht kein Zahlungsrückstand. Mit mittellos ist gemeint, kein sonstiges Vermögen als Sicherheit vorhanden.

Der Wert des Grundstückes war etwas niedriger als der Kredit, die Immobilie wird von der Ex-Frau bewohnt.

Sie ist als alleinige Eigentümerin eingetragen.

Es wurde in der Vereinbarung festgehalten, dass angestrebt ist werden soll, die Bürgschaften zu regeln, jedoch keine Frist festgehalten.

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Weshalb die Ex-Ehefrau mit einem regelmäßigem Einkommen und dem unbelasteten Haus und Grundstück mittellos sein soll erschließt sich mir nicht. Fakt ist der Ex-Ehemann hat ein nachvollziehbares Interesse aus der Bürgschaft entlassen zu werden. Ob es auch ein berechtigtes Interesse im Sinne des Gesetzes darstellt, müsste notfalls gerichtlich geklärt werden. Auf jeden Fall wäre die Ehefrau gut beraten das Gespräch mit der Bank oder einen Ersatz der Sicherheit zu suchen.

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Kommentar von jkbrand
24.02.2015, 13:53

Der Kredit läuft alleine auf die Frau. Die Raten werden regelmäßig beglichen, es besteht kein Zahlungsrückstand. Mit mittellos ist gemeint, kein sonstiges Vermögen als Sicherheit vorhanden.

Der Wert des Grundstückes war etwas niedriger als der Kredit, die Immobilie wird von der Ex-Frau bewohnt.

Sie ist als alleinige Eigentümerin eingetragen.

Es wurde in der Vereinbarung festgehalten, dass angestrebt ist werden soll, die Bürgschaften zu regeln, jedoch keine Frist festgehalten.

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jkbrand:

Der Darlehensgeber entscheidet, ob und unter welchen Voraussetzungen er

  1. den Ex aus der persönlichen Schuldhaft (oder der Bürgschaft) entlässt,
  2. die Löschung der auf dem Grundstück des Ex. lastenden Grundschuld bewilligt,
  3. einem Pfandobjektaustausch zustimmt (reicht der Wert der Immobilie der Frau zur Besicherung des (Rest)-Darlehens jetzt aus?

Und vor allen ist zu klären: Welche bonitätsstarke Person soll den künftig für den Zinsen-und Tilgungsdienst aufkommen?

Aus welchem Grund wurde bei der Vermögensauseinandersetzung zwischen den Eheleuten die Haftung/Bürgschaft des Mannes nicht behandelt?

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Kommentar von jkbrand
24.02.2015, 13:54

Der Kredit läuft alleine auf die Frau. Die Raten werden regelmäßig beglichen, es besteht kein Zahlungsrückstand. Mit mittellos ist gemeint, kein sonstiges Vermögen als Sicherheit vorhanden.

Der Wert des Grundstückes war etwas niedriger als der Kredit, die Immobilie wird von der Ex-Frau bewohnt.

Sie ist als alleinige Eigentümerin eingetragen.

Es wurde in der Vereinbarung festgehalten, dass angestrebt ist werden soll, die Bürgschaften zu regeln, jedoch keine Frist festgehalten.

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