Aufhebungsvertrag nichtig?

...komplette Frage anzeigen

7 Antworten

Sorry, aber der Sachverhaltes ist etwas verworren.

Grundsätzlich ist es so, wenn es ein befristetes Arbeitsverhältnis war (Sachgrundbefristung) und keine formalen Fehler gemacht wurden (gerade bei kleineren Betrieben häufig), bedarf es keine Aufhebungsvereinbarung.

Das hier auf eine Aufhebungsvereinbarung hingewirkt wurde, ist für mich ein Indiz, dass etwas nicht stimmig ist. Eine Aufhebungsvereinbarung kann grundsätzlich angefochten werden. Dies muss jedoch innerhalb von einem sehr engen Zeitrahmen (unverzüglich) geschehen. Von daher einzig sinnvolle Empfehlung: sofort zur Rechtsberatung des Vertrauens

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Seltsamer Sachverhalt.

Für das Ende eines befristeten Anstellungsvertrages  braucht es keinen Aufhebungsvertrag. Der endet und fertig.

Dabei ist es auch egal, ob die Beschäftigte schwanger ist, oder nicht.

Allerdings hat der Arbeitgeber in einem Punkt Recht. Mit dem Ende des Vertrages muss er die Beschäftigte mit dem befristeten Vertrag nach Hause schicken, sonst wird ein unbefristeter Vertrag daraus.

http://www.eltern.de/beruf-und-geld/job/befristeter-arbeitsvertrag.html

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Burkie88
02.09.2017, 07:38

A hat keinen schriftlichen Vertrag. 

0
Kommentar von Burkie88
02.09.2017, 08:21

Nachtrag! : Die Chefin meinte wohl zu ihr, dass ihr befristeter Vertrag gestern ausgelaufen sei und da sie schwanger wäre, kein weiter befristeter Vertrag möglich sei und sie nun, um weiter Geld zu erhalten, den Aufhebungsvertrag unterzeichnen müsse. 

0

Ein befristeter Vertrag ist , wie der Name schon sagt, ein befristeter Vertrag. Ist diese Frist abgelaufen und wurde nicht verlängert, bzw. entfristet, ist es nicht nötig, einen Aufhebungsvertrag zu unterzeichnen.
Bitte schau nach, was im Vertrag steht.
Schwanger oder nicht schwanger ist dabei hier nicht die Frage.
Womit wurdest Du bedroht? Oder hast Du Dich bedroht gefühlt, aufgrund dessen, dass Du beim Chef hast antraben müssen?
Hattest Du Zeugen bei dem Gespräch?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Burkie88
02.09.2017, 12:11

Die Chefin sagte A wohl, dass Sie sie gerne weiter einstellen würde, aber da der Vertrag (welchen sie nicht besitzt)  gestern abgelaufen sei, dies nur mit einem Aufhebungsvertrag möglich wäre, wo der letzte Tag der 28.02.2018 säre ( Beginn Mutterschutz). 

Die Chefin wurde wohl sehr "zickig" und meinte, wenn A nicht unterzeichnet, könne sie direkt gehen und bräuchte nicht wieder kommen,  da der "Vertrag" eh abgelaufen sei.  Sie hätte A so lange unterstützt und immer aufgenommen und jetzt  meine A zi einem Anwalt zu gehen.  Dass sie dann lieber direkt weg bleibt / rausgeschmissen ist. 

0

Hallo, soviel ich weiß hat A, wenn sie keinen schriftlichen  Vertrag hat alle Rechte. Das heißt, das ihr Vertrag auch nicht befristet sein kann. Daher hat man bestimmt auf den Aufhebungsvertrag bestanden. Und A unter Druck gesetzt. Sie sollte möglichst schnell zum Anwalt gehen. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

"A wurde also getäuscht und bedroht, ist es anfechtbar?"

Getäuscht worüber? Über den Inhalt eines nicht existierenden Arbeitsvertrags, das wusste A doch. Ist eh nicht zu beweisen. In einen mündlichen Arbeitsvertrag lässt sich viel interpretieren.

Bedroht? inwiefern, eine körperliche Bedrohung an Leib und Leben hat nicht stattgefunden. Nur dann würden Verträge rück-abgewickelt. Nur Konsequenzen zu schildern, die eine finanzielle Bedrohung darstellen ist legal. Das macht jeder Versicherungsonkel.

Nicht anfechtbar, da unterschrieben wurde. Der Fehler wurde schon begangen, dort überhaupt zu erscheinen trotz Krank-Meldung. Klar das so was kommen kann.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hallo,

wenn es einen Betriebsrat gibt, sollte sie diesen kontaktieren.

Wenn sie Mitglied einer Gewerkschaft ist, sollte sie sich dort beraten lassen.

Sonst ggf. die Frage in einem Forum für Arbeitsrecht stellen. Entscheidend vor dem Arbeitsgericht ist, wer wem was beweisen muss.

Gruß

RHW

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Guten Abend,

so lässt sich das kaum beantworten. Falls es richtig ist, dass der befristete Arbeitsvertrag der Arbeitnehmerin ausgelaufen ist, dann ist das Arbeitsverhältnis beendet.

Jetzt ist die Rede von einem Aufhebungsvertrag. Ein Aufhebungsvertrag kann auch nur die Inhalte einer Beendigung der Anstellung regeln, die hier ja schon eindeutig durch das Ablaufen des Arbeitsvertrag geregelt sind.

Ist der befristete Arbeitsvertrag aber nicht abgelaufen, so konnte der Aufhebungsvertrag ihn aber nicht vorzeitig auflösen.

Eventuell die Unklarheiten in der Frage noch beantworten.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?