Auf welchen Online-Broker kann man vertrauen?

6 Antworten

Aha! Deinem Pseudonym entnehme ich, dass Du ein angehender Daytrader und zukünftiger Millionär bist. ;-)

Ganz klassische Kriterien sind:

  • Wo sitzt der Broker? - In der EU oder in Belize etc.?
  • Trennt der Broker sauber zwischen Handel und Einlage? Ist das Geld der Kunden also separat bei einer regulierten Bank gelagert?
  • Woher kommen die Kurse? Manche Broker machen die Kurse selbst und teilweise gegen die Kunden. (Eher ausländische Anbieter)
  • Dann die Frage zu den Preisen: Wie hoch sind die Spreads? Gibt es feste oder variable Spreads? Nimmt der Broker zusätzliche Provisionen (commissions)? Wie sind die Finanzierungskosten? Gibt es weitere Transaktionskosten?

Letztendlich kommt es natürlich auch immer darauf an, was Du handeln willst:

  • Für Aktien und Fonds brauchst Du keinen speziellen Broker. Das geht aus dem Depot bei Deiner Bank.
  • Bei CFDs und Rohstoffen bietet nicht jeder Broker alles an und dasselbe gilt auch für den Forex-Handel. Du bekommst nicht überall alle Währungspaare, die Du vielleicht handeln möchtest.
  • Bei Binär-Optionen etc. musst Du auch vorher wissen, auf welche Kurse Du für welche Zeitfenster wetten willst (60 sec bis 1 Woche). Das schränkt die Wahl dann per se ziemlich ein.

Der Vollständigkeit halber zum ersten Teil Deiner Frage: Nur für mich selbst handle ich zum Spaß ein bisschen Forex und CFDs (Indexe und Aktien). Ich benutze dafür Varengold. Die sitzen ind Deutschland, sind eine ordentliche Bank und da gibt es dann aus diesem Grund auch keine Probleme mit Steuern auf die Gewinne.

Onvista und Consorsbank sind derzeit die Broker mit den niedrigsten Ordergebühren ( siehe banken-testsieger.de )

Die Zeiten von Bernie Cornfeld und IOS sind vorbei. Kein Anleger braucht Angst davor zu haben, dass sein Geld Richtung Karibik verschwindet. Was bitteschön soll denn dann die Frage nach der Vertrauenswürdigkeit? Und was soll ein "seriöser" Banker sein? Dass da kein Hampelmann mit 0 IQ an den Tasten sitzt nehme ich mal an. Der hätte nämlich keine Banklizenz bekommen. Ansonsten ist mir alles egal. Der mag meinetwegen in einer rosa Strampelhose im Büro sitzen. Hauptsache, er führt meine Aufträge aus.

rosa Strampelhose

Mit grünen Strapsen ist jetzt modern ! ;-)))

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Die in Deutschland zugelassenen Broker unterliegen der Aufsicht der Bafin und sind damit "seriös". Natürlich kann dennoch ein Broker Gelder veruntreuen oder Kunden betrügen, aber das kann überall passieren. Wenn nicht, bräuchten wir keine Strafgesetze dafür.

Bei im Ausland ansässigen Brokern sollte man vorsichtig sein, denn machmal handelt es sich nicht um Broker, sondern reine Vermittler oder gleich schlicht Betrüger. In jedem Fall solltest Du anhand objektiver Unterlagen prüfen, welcher Aufsicht der Broker unterliegt. Findest Du den Broker überhaupt nicht in seinem Domizilland, stimmen die Angaben zur Zulassung nicht, sind in dem Land überhaupt keine Zulassungen erforderlich oder hat Dich der Broker telefonisch beworben, dann sollte man die Finger davon lassen.

Es gibt in der EU genügend Broker aller möglichen Richtungen... da solltest Du schon fündig werden. Die nächste Frage daher: wofür denn einen Broker?

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