Auf einer Bekleidungs-Messe für Geschäfte/Wiederverkäufer wird der EK (Einkaufspreis) angegeben. Ist dieser Preis, der von den Händlern genannt wird, ohne MWSt?

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3 Antworten

Wenn ich z.B.als Aussteller/Verkäufer auf einer Messe für eine Ware den
EK (für die Geschäfte/Wiederverkäufer) angebe, muss ich dann bei der
Rechnungsstellung die MWSt. dazu rechnen?

Als Verkäufer verkaufst Du zum Verkaufspreis VK und nicht zum Einkaufspreis, letzteres wäre vermeidbare Verwirrung. Bei einer Handelsmesse gibst Du immer Deinen Verkaufpreis netto an. Es ist doch völlig offen, ob Dein Kunde als Käufer in D, GB oder USA sitzt und daher auch, ob Du mit (nach D) oder ohne Mehrwertsteuer fakturierst.

Der Einkaufspreis EK Deines Kunden ist ja nicht nur Dein VerkaufspreisVK , sondern es kommen für ihn noch Transport-/Versicherungskosten, Zölle und andere Einfuhrabgaben/-ausgaben hinzu. Schon daher ist der Begriff EK von Deiner Seite nicht passend. Und Du mußt bei einem Verkauf an einen gewerblichen Kunden auf die von Dir gewollte Preisstellung gemäß INCOTERMS achten, z. B. EXW, DDU oder DDP. Wenn Du natürlich die gesamte Lieferung "frei Haus Long Island/USA" lieferst, dann hast Du die gesamten Versand-, Zoll- und Lokalsteuern am Hals und dazu die Transportversicherung und das Transportrisiko. In diesem letzten Falle bedeutet Deine Preisstellung allerdings  Dein VK = sein EK;-)


Unter Geschäftsleuten immer der Nettopreis.

Der Käufer zieht es sich ja sowieso als Vorsteuer ab, oder bekommt, als Ausländer, ohne Steuer geliefert und muss die Einfuhrumsatzsteuer zahlen, oder es ist für ihn ein innergemeinschaftlicher Erwerb.

Ja sicherlich ohne MWST. Das wird auf internationalen Messen schon wegen der unterschiedlichen Mwst-Sätze in den verschiedenen Ländern so gemacht. Wenn jemand was aus Frankreich kommend dort ordert, muss er ja die Mwst in Frankreich zahlen, die höher oder niedriger sein kann. Wenn er aus Dubai kommt zahlt er keine Mwst.

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