Arzt meint, Arbeitgeber muß Beschäftigungsverbot ausstellen- kann das stimmen?

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4 Antworten

Da hat der Arbeitgeber Recht. Das Beschäftigungsverbot muss der Arzt per Attest bestätigen. Hieraus muss auch hervorgehen, warum es erteilt wird, damit Dein AG die die Möglichkeit hat zu prüfen, ob er Dich anderweitig einsetzen kann.

§ 3 MuSchG

Werdende Mütter dürfen nicht beschäftigt werden, soweit nach ärztlichem Zeugnis Leben oder Gesundheit von Mutter oder Kind bei Fortdauer der Beschäftigung gefährdet ist.

Nachteile entstehen im Regelfall nicht, da das Gehalt gem. Durchschnitt der letzten 3 Monate weitergezahlt wird.

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. Beschäftigt ein Arbeitgeber eine Schwangere oder Stillende, hat er grundsätzlich eine Beurteilung der Arbeitsbedingungen durchzuführen. In die Beurteilung sollte die Fachkraft für Arbeitssicherheit sowie der Betriebsarzt mit einbezogen werden.

Die Betroffene sowie die übrigen bei ihm beschäftigten Arbeitnehmer und der Betriebsrat oder Personalrat müssen über das Ergebnis der Beurteilung und die zu ergreifenden Schutzmaßnahmen in Kenntnis gesetzt werden. Ergibt sich aus der Beurteilung ein Beschäftigungsverbot für die gesamte bzw. für einzelne Tätigkeiten, darf der Arbeitgeber die Schwangere oder Stillende mit diesen Arbeiten nicht beschäftigen.

Finanzielle Nachteile dürfen der Frau jedoch durch die Änderung der Arbeitsbedingungen nicht entstehen

Siehe weiter: http://www.berlin.de/lagetsi/themen/37445.html

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Die Arbeitnehmerin muss dem Arzt ihre Tätigkeit schildern, und dieser entscheidet dann, ob ihr diese Beschäftigung zugemutet werden kann oder nicht. Dann schreibt er ein Zeugnis aus, dass diese Beschäftigung gefährlich ist.

Dann kann der Arbeitgeber sie andersweitig einsetzen oder heimschicken.

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Mein gesunder Menschenverstand sagt mir, dass der Arbeitgeber doch gar nicht beurteilen kann, ob eine Schwangere noch in der Lage ist, bestimmte Arbeiten auszuführen. Das ist doch originäre Aufgabe des Arztes.

Und auch wenn ich keine Juristin bin, bestätigt mich die gesetzliche Regelung in meiner intuitiven Auffassung. In §3 Abs. 1 des Mutterschutzgesetz steht geschrieben:

(1) Werdende Mütter dürfen nicht beschäftigt werden, soweit nach ärztlichem Zeugnis Leben oder Gesundheit von Mutter oder Kind bei Fortdauer der Beschäftigung gefährdet ist.

Diese Regelung sollte jedem Frauenarzt bekannt sein.

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