Arbeitszimmer, Umzug absetzen?

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2 Antworten

Um Umzugskosten steuerlich geltend machen zu können müssen diese mit einer Einkunftsart zusammenhängen. D.h. sie müssen insbesondere hierdurch verursacht und notwendig sein.

Ist der Umzug nach objektiven Kriterien beruflich veranlasst, so stehen dem Werbungskostenabzug persönliche Gründe grds. nicht entgegen.

Objektive Kriterien sind z.B.

- eine Fahrzeitverkürzung von täglich 1h (BFH vom 11.09.1998, VI B 208/98)
- Dienstantritt
- Arbeitsplatzwechsel

Der bloße Umzug in eine größere Wohnung, ohne ein objektives, berufliches Kriterium, führt i.d.R. zu Kosten der privaten Lebensführen (§ 12 Nr. 1 EStG).

Ob ein zu kleines und/oder gemeinsames Arbeitszimmer ein objektives Kriterium darstellt, ist m.E. fraglich. Das Finanzamt könnte also die Umzugskosten ablehnen.

Grundsätzlich hat ein Arbeitszimmer von Arbeitnehmern mit Umzugskosten nämlich aus steuerlicher Sicht nicht unmittelbar zu tun.

Siehe auch:
§ 9 EStG; R 9.9 LStR; BUKG; BMF 18.10.2016, IV C 5.

Hochbett geht gar nicht. Das wäre ja Private Nutzung. Matratze raus nehmen und durch Spanplatte ersetzen. Dann ist es eine Lagermöglichkeit für Akten etc. Ansonsten den Umzug im Verhältnis der QM absetzen.

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