Arbeitszeit über 50 std

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5 Antworten

Das Arbeitszeitgesetz sagt in §3:

Die werktägliche Arbeitszeit der Arbeitnehmer darf acht Stunden nicht überschreiten. Sie kann auf bis zu zehn Stunden nur verlängert werden, wenn innerhalb von sechs Kalendermonaten oder innerhalb von 24 Wochen im Durchschnitt acht Stunden werktäglich nicht überschritten werden.

In einer 6-Tage-Arbeitswoche können daher max. 48 Stunden Arbeitszeit vereinbart werden. Gehe ich von üblichen Ruhepausen von 60 Minuten Mo-Fr und 30 Minuten Pause am Samstag aus, so verbleiben 55 Stunden. das sind sieben Stunden zu viel.

Handelt es sich also nicht um Bereitschaftsdienst, dann ist diese Arbeitszeitregelung ohne Freizeitausgleich unzulässig. Ausnahmen siehe §7 ArbZG.

Kläre daher, welche betrieblichen Regelungen bestehen, um diese 7 Stunden pro Woche auszugleichen. Das muß nicht in einem Gleitzeitmodell ausgeführt sein, sondern kann auch als Abbau über geplante Betriebsruhen (z.B. im Sommer oder Winter) ausgeglichen sein. Bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von +7 Stunden wären das auf sechs Monate ca. 22 Tage, die auszugleichen sind. Eine Schließung des Betriebs im z.B. August und Dezember/Teil-Januar könnte damit der Anforderung des Arbeitszeitgesetzes Genüge tun. Zusätzlich zu diesen Schließungen hättest Du allerdings dann noch einen Urlaubsanspruch.

Kläre das mit dem Betriebsrat und insbesondere besorge Dir die geltenden Betriebsvereinbarungen.

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Die Dauer der regelmäßigen Arbeitszeit muss im Arbeitsvertrag vereinbart sein.

Nach der Rechtsprechung sind Arbeitsverträge unzulässig, bei denen sich der Arbeitgeber vorbehält, nach Bedarf die Dauer der regelmäßigen Arbeitszeit festzulegen.

Meine Vermutung geht dahin, dass Dir ein freier Tag pro Woche zustehen wird, der Dir - entweder im Rollsystem, oder aber als fester Wochentag bewilligt wird.

Nächste Woche wirst Du mehr darüber erfahren und auch, wie die Pausenzeiten festgelegt sind.

Eigentlich sind das Regelungen, die schon bekannt sind, bevor Unterschriften unter dem Vertrag geleistet werden

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Es gibt zum Schutz der Arbeitnehmer gesetzliche Regelungen in Deutschland die auch Dein Arbeitgeber zu beachten hat. Betreffend der Frage hier auszugsweise wichtige Regelungen des Arbeitszeitgesetz (ArbG).
http://www.channelpartner.de/a/arbeitszeitgesetz-wie-lange-darf-man-arbeiten,236791

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andrej2153 31.08.2014, 12:33

Im Vertrag steht nur das der Arbeitnehmer dazu verpflichtet ist die Mehrarbeit ohne Bezahlung zu leisten!! Das Wundert mich jetzt auch!!

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So beschrieben ist das ein Verstoß gegen das Arbeitszeitgesetz:

http://www.gesetze-im-internet.de/arbzg/__3.html

Um sich ein abschließendes Urteil erlauben zu können, müßte man die arbeitsvertraglichen Bestimmungen einsehen und prüfen.

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andrej2153 31.08.2014, 12:34

Komisch, also ich fange ja erst nächste Woche an, vlt wird es durch Pausenzeiten anders geregelt z.B längere Pausen.Bin gespannt!

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wfwbinder 31.08.2014, 12:38
@andrej2153

Diesen Kommentar verstehe ich nun so, dass die von Dir genannten Zeiten die Öffnungszeiten des Unternehmens sind. Wenn es dann heißt:

Die Arbeitszeit richtet sich nach betrieblichen Regelungen.

heißt das nichts anderes, als das Deine 40 Stunden innerhalb dieser Zeiten nach einer Art Schichtplan geregelt werden.

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andrej2153 31.08.2014, 13:03
@wfwbinder

ja richtig das sind die Öffnungszeiten. Zu mir wurde gesagt Mo- Sa in der Zeit da Sein muss!!

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Hast du keine Pausen. Wenn nein wie lange ? Werden die Überstunden vergütet ?

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andrej2153 31.08.2014, 12:02

ja bestimmt!! nach Abzug alles Pausen bleibt noch 54 Std. Woche. Es gibt kein Überstunden Konto oder ähnliches, also nein!!

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