Arbeitsvertrag - was ist das für eine Kündigungszeit?

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4 Antworten

Hierbei handelt es sich scheinbar um einen befristeten Arbeitsvertrag mit Auschluss der Kündigung bis zum Ablauf für beide Seiten.

Wenn Dein Sohn flexibel bleiben möchte, muss er nachverhandeln oder darf diesen Vertrag nicht unterschreiben.

Und:

Für solche Verträge nichts ungewöhnliches, völlig normal.

ich bin der meinung, dass es dennoch möglich ist, vor ablauf des befristeten arbeitsvertrags ordentlich zu kündigen. verträge, die sich so derart über das bgb und seine arbeitsrechtlichen regelungen hinwegsetzen, dass quasi eine ordentliche kündigung überhaupt ausgeschlossen wäre, sind meinem rechtsverständnis nach von vornherein sittenwidrig. das grenzt ja an leibeigenschaft.

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@FrauEichhorn

Stimmt, hörte sich für mich auch nach Sklavenarbeit an. Was könnte denn stattdessen im Vertrag stehen? Er hat ja noch nicht unterschrieben. Man muss ja nicht mit Rechtsverständnis anfangen, wenn noch was zu machen ist, oder ;-))

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@MonikaBerger

der vertrag ist so okay! das war nur ein beispiel, es bleibt dabei, dass der vertrag die dinge regelt, wie ich sie in meinem anderen beitrag beschrieben habe. da ist nichts verkehrtes dran

im zweifel einfach einmal auch dort in der personalabteilung anrufen und sich das bestätigen lassen.

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So sieht es für mich nämlich auch aus. Unterschreibt er den Vertrag zeitnah, ist die Probezeit ja Anfang Juli vorbei.

Bekommt er dann z.B. am 1.8. eine Lehrstelle, kann er dann NICHT kündigen?? Was sollte sonst denn am Besten drinstehen?

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@MonikaBerger

Optimalerweise wird ein unbefristetes Arbeitsverhältnis geschlossen.

Dieses kann dann jederzeit vom Sohn unter Einhaltung der Kündigungsfristen ordentlich gekündigt werden.

Oder aber ein befristetes Arbeitsverhältnis ohne Ausschluss der ordentlichen Kündigung.

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es ist ein befristeter arbeitsvertrag, der automatisch abläuft zu 31.10.2022. es ist trotzdem möglich, vorher zu kündigen, hierfür gelten die gesetzlichen kündigungsfristen bei einer ordentlichen kündigung (bgb). in der probezeit sind diese kündigungsfristen verkürzt auf 2 wochen. es ist nocht möglich, bereits vor arbeitsaufnahme zu kündigen. also quasi kann man auch am ersten arbeitsvertrag kündigen und hat dann die entsprechende 2-wochen.frist. kündigt man doch vor arbeitsaufnahme, macht man sich schadenersatzpflichtig, da dem unternehmen ja dann aufwendungen für die neue personalbeschaffung entstehen, hier ist bereits geregelt, wie hoch die vetragsstrafe in diese fall wäre: 1 monatsgehalt.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Ich sammele Paragraphen wie andere Briefmarken.

Kann man vorher kündigen, z.B. zum 1.8., falls mein Sohn eine Lehrstelle bekommt? Das sieht NACH Ablauf der Probezeit für mich sehr schwammig aus.

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@MonikaBerger

wo liest du, dass man nach ablauf der probezeit nicht mehr kündigen darf? natürlich! die vertragsstrafe fällt nur an, wenn ich ohne kündigung einfach nicht mehr zur arbeit gehe und damit den vertrag breche

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@FrauEichhorn

Das habe ich in §10 so verstanden. " ...der vertragswidrigen Beendigund des Arbeitsverhältnisses..." Was ist da vertragswidrig? So was Eigenartiges kenne ich aus keinem Vertrag, den ich je gesehen habe.

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@MonikaBerger

wie ich schon geschrieben habe: vertragswidrig ist, wenn ich vor arbeitsaufnahme kündige oder ich einfach nicht mehr hingehe, oder ich in der probezeit kündige, aber nach 1 woche schon nicht mehr hingehe, obwohl ich 2 wochen hingehen muss.

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@MonikaBerger

wenn es euch trotzdem zu heikel ist, bittet darum, dass der arbeitsvertrag noch einmal ergänzt wird um einen passus, dass das recht auf ordentliche kündigung hiervon unberührt bleibt.

aber nur sprechenden menschen kann geholfen werden, also soll dein sohn einfach mal in der personalabteilung anrufen und seine situation schildern, dan hat er doch gewissheit

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@FrauEichhorn

Mein Sohn hat direkt mit dem Chef, der ihm den Vertrag gezeigt hat, gesprochen. Da gibt es keine Personalabteilung...und der Chef hat es meiner Meinung total schwammig erklärt...natürlich keine Absicht ;-)

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gesetzliche kündigungsfrist:

https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__622.html

darüber hinaus gibt es auch noch das teilzeit- und befristungsgesetz /(tzbfrg), das ebenfalls regelt, dass befristet beschäftigte personen den unbefristet oder in vollzeit beschäftigten nicht anders gestellt werden oder gar benachteiligt werden dürfen.

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Hinsichtlich der Vertragsbefristung ist gemäß diesem Vertrag eine Kündigung nach Ablauf der 6-monatigen Probezeit bis zum Ende des Arbeitsvertrages nicht vorgesehen / möglich.

Das ist ein befristeter Arbeitsvertrag. Eine ordentliche Kündigung ist hier nicht vorgesehen. Das Arbeitsverhältnis endet zu dem gesamten Datum.

genannten 😁

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Die ordentliche Kündigung ergibt sich aus dem BGB und ist hier nicht ausgeschlossen. Der Versuch das auszuschließen würde auch vor Gericht nie standhalten.

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@Amado

Das sieht §15 des Teilzeit- und Befristungsgesetz anders.

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