Arbeitsrecht_möchte nach 30J im Betrieb selbst kündigen_AG drückt mir jed. 7 Mo Kündigungsfrist auf?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Antworten zur rechtlichen Seite deines Arbeitsverhältnisses hast Du ja schon bekommen. Die sind auch alle richtig. Deswegen füge ich dem auch nichts hinzu.

Was mich interessieren würde: Wie schafft es ein AG einen loyalen, altgedienten Mitarbeiter, der bisher so ziemlich jede Kröte geschluckt hat, die man ihm vorsetzte, so zu vergraulen, dass der kündigen möchte?

Oder hat dich der neue (Konkurrenz)-AG schlichtweg einfach abgeworben? Wenn ja, wie hat er das gemacht? Bietet er mehr Geld, mehr Perspektive, mehr Verantwortung?

Worauf ich hinaus möchte ist, dass Du bei diesem Wechsel sehr gut aufpassen solltest - so kurz vor der verdienten Rente.

Beim neuen AG wird es eine Probezeit geben. Die gilt auch für Dich.

Wer sagt Dir, dass der neue AG deinem alten AG nicht einfach nur den Spitzenmann ausspannen möchte um ihm (dem alten AG) zu schaden? Ist der Coup gelungen, wird der "hochgelobte" neue Mann dann entsorgt.

Falls Du glaubst, das Dir das nicht passieren kann - allein in meinem direkten Bekanntenkreis ist genau dieses Spielchen in den letzten 2 Jahren vier Mal von diversen AG´s gespielt worden.

Was kannst Du nun tun?

Pokern bis die Schwarte kracht - in beide Richtungen!

Tendenziell würde ich Dir aber raten, die langjährige Loyalität zu deinem jetztigen AG nicht so ohne Weiteres und ohne wirklich gute Gründe einfach über Bord zu werfen.

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D.H. . Und das vor Weihnachten . Schöööön !!

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Dieser Link der IHK sagt, dass die längere Frist ungültig wäre:

http://www.hk24.de/recht_und_steuern/wirtschaftsrecht/arbeitsrecht/Kuendigung/362720/Kuendigungsfristen.html;jsessionid=453D4C867BCF0DE600348B2746E278A8.repl1

Auf der anderen Seite kann ich verstehen, dass dr Arbeitgeber in Probleme kommt, wenn eine langjährig eingearbeitete Kraft plötzlich geht.

Kann man einen Vergleich finden?

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Um zu einem Vergleich zu kommen, sollte man wissen, zu welcher Branche der neue Arbeitgeber gehört. Wenn es Konkurrenz vom bisherigen Arbeitgeber - möglicherweise am gleichen Ort - ist, dann ist das Verhalten des Arbeitgebers durchaus nachvollziehbar.

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@Snooopy155

Ja, natürlich ist es wieder ein Sanitätshaus, also genau wie ich oben geschrieben habe: ein Mitbewerber. Und am selben Ort: 3,2 Millionen Einwohner.

Nach 30 Jahren bin ich natürlich ein "Fachidiot" und kann kaum etwas anderes ;-)

Dennoch fühle ich mich bei einer weiteren 7 monatige Bindung an den alten Arbeitgeber als so ziemlich versklavt...

Ich bin doch kein Leibeigener!

Was der AG in mich investiert hat, ist kein Vergleich zu dem, was er aus meiner Arbeitskraft in über 30 Jahre herausgepresst hat.

Die Firma wurde laufend verkauft, feindlich übernommen, ständig umfirmiert, Geschäftsführer ausgetauscht etc.

Meine Verträge wurden immer schlechter: Arbeitszeit und Aufgaben stiegen ständig - Der Lohn im Gegensatz wurde immer weniger.

Mit fast 60 Jahren ist es ohnehin schwer einen neuen Job zu finden.

Jetzt hätte ich einen und soll 7 Monate warten müssen?

Ich fall hier echt vom Glauben ab... Kann mir keiner helfen?

EgiEhrlich

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@EgiEhrlich

Ich denke ohne Rechtsberatung kommst du nicht weiter .

Und ich denke dein Vertrag ist gültig . Du kommst nicht ohne weiteres dort raus.

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@EgiEhrlich

Mit fast 60 Jahren ist es ohnehin schwer einen neuen Job zu finden. Jetzt hätte ich einen und soll 7 Monate warten müssen? Ich fall hier echt vom Glauben ab... Kann mir keiner helfen?

Nur mit dem Rat, den neuen Betrieb zu fragen, ob er mit einer Aushilfe überbrückend auf dich wartet. Andernfalls die paar Jahre bis zur Rente noch durchzuhalten: Die Schadensersatzansprüche deines Chefs wären immens :-)

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@wfwbinder:

Dieser Link der IHK sagt,dass die längere Frist ungültig wäre:<

Du hast einen wichtigen Satz im Beitrag der IHK übersehen,und zwar lautet der:

Eine Verlängerung der Kündigungsfristen ist stets möglich. Es dürfen allerdings für die Kündigung des Arbeitsverhältnisses durch den Arbeitnehmer keine längere Fristen vereinbart werden als für die Kündigung durch den Arbeitgeber.

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Mit welchem Abfindungsfaktor kann ich in meinem Fall wirklich rechnen?

Folgender Fall liegt vor: Ich bin 57 Jahre alt, seit 17 Jahren in der Firma beschäftigt und nun findet ein grösserer Stellenabbau statt. Lt. Rahmensozialplan wurde uns arbeitergeberseitig eine Abfindung mit dem Faktor 0,8 angeboten. Also Bruttomonatgehalt X Beschäftigungsjahre X 0,8 Zusätzlich habe ich die Möglichkeit in eine Transfergesellschaft zu gehen, muss mich aber sehr schnell innerhalb einer Woche entscheiden. Dann würde meine Kündigungsfrist von jetzt 10 Monaten auf 12 Monate verlängert und ich würde in dieser Zeit ein Transferkurzarbeitergeld in Höhe von 80 % meines Nettogehalts bekommen, aufgestockt durch den Arbeitgeber. Da ich z. Zt. im Krankengeld bin, fängt meine Kündigungsfrist erst ab 01.10.2017 an. Ich wäre also insgesamt bis zum 30.09.2018 noch weiterhin in einem Arbeitsverhältnis. Mein Anwalt sagte mir allerdings, dass er bei meinen Voraussetzungen bei der Abfindung den Faktor 1,5 einklagen wolle. Dieses steht aber im Widerspruch zu Allem, was ich bisher hier im Internet gelesen habe. Es wäre dann zwar eine fast doppelt so hohe Abfindung, aber wenn er das nicht erreicht, geht mir nicht nur dass Geld verloren, sondern auch der Eintritt in die Transfergesellschaft, sowie die verlängerte Kündigungsfrist. Hat jemand in solch einer Situation Erfahrungswerte ?

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