Arbeitslosigkeit?

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3 Antworten

Guten Tag,

bei Deinen Angaben zur Vorbeschäftigung ist davon auszugehen, dass Du bis zum 15.09.2017 versicherungspflichtig beschäftigt gewesen bist. In diesem Fall erhältst Du Arbeitslosengeld 1 nach dem SGB 3.

Die Dauer des Anspruch auf Arbeitslosengeld beträgt 12 Monate. Die Höhe des Anspruch auf Arbeitslosengeld beträgt 60 % von Deinem letzten Nettoentgelt, ohne Kinder und 67 % mit Kind(ern) im Haushalt.

Dieser Anspruch auf Arbeitslosengeld soll Dein Einkommen aus Arbeitskraft für die Dauer der Arbeitslosigkeit ersetzen. Sollte dies nicht auskömmlich sein, kommt es auf Deine persönliche Situation an, welche ergänzenden Leistungen zu prüfen sind.

Die Größe Deines Haushaltes? Die Anzahl der Familienmitglieder? Wohnen; Miete, Eigentum? Persönliche Verhältnisse? Einkommen der Familienmitglieder?

Alles Gute & Herzliche Grüße

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Florentine22 18.09.2017, 19:27

Vielen Dank für den ausführlichen Rat.

Ich lebe allein mit meiner 4 jährigen Tochter. In einer Wohnung zur Miete.

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Rentner1978 18.09.2017, 19:59
@Florentine22

Es kann dann ein Anspruch auf Wohngeld und Kinderzuschlag bestehen. Alternativ ist zu prüfen, ob ein Anspruch auf Leistungen nach dem SGB 2 besteht, entsprechend dann wenn Wohngeld und Kinderzuschlag der Höhe nach nicht ausreichend sind, um Armut im Sinne des Gesetzes zu vermeiden.

Die Bewilligung von Wohngeld, Kinderzuschlag oder Leistungen nach dem SGB 2 begründet auch einen Anspruch auf Leistungen zur Bildung und Teilhabe für deine Tochter. Auch der Entfall Deines Beitrag auf die kommunalen Kinderbetreuungskosten ist auf Deinen Antrag hin zu überprüfen.

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Brigi123 18.09.2017, 20:09
@Florentine22

Dann käme evtl. noch Kinderzuschlag infrage. Die weiteren Quellen hatte Primus ja schon genannt.

Welche dieser Stellen zuständig ist, müßte man ausrechnen, wenn man die Höhe des ALG-I kennt sowie die in Deinem Bezirk geltenden anerkannten Mietkosten sowohl der arge als der Wohngeldstelle.

Wenn Du einen Antrag auf ergänzendes ALG-II stellst, wird Dich das jobcenter eigentlich auf vorrangige Leistungen wie Kinderzuschkag oder Wohngeld hinweisen, und das jobcenter sollte wohl die Voraussetzungen kennen.

Bei ALG-I und ALG-II kann man auch nebenbei einen Minijob annehmen und ein Teil des Lohns bleibt anrechnungsfrei.

Und genieße die freie Zeit mit Deiner Kleinen! Das muß ja schon ein enormer Stress sein, in Vollzeit berufstätig und anschließend Haushalt und so ein kleines Kind. Alles Gute.

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Brigi123 18.09.2017, 20:14

Und bitte sofort die Anträge stellen, damit keine Fristen versäumt werden.

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Ich gehe jetzt davon aus, dass Du einen eigenen Haushalt führst und ALGI beziehst. 

Dieses kannst Du, sofern die Höhe unterhalb des Sozialsatzes liegt, mit der Grundsicherung aufstocken lassen, oder aber Wohngeld beantragen.

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Du verlierst 33 % von Deinem Nettoeinkommen (mit Kind ist Dein ALG I 67 % vom letzten netto.

Dazu kommen ggf. (bitte beantragen/prüfen lassen)

-Kindergeldzuschuss

-Wohngeld

-ALG II Aufstockung

Übrigens alle Achtung mit Kind eine Ausbildung abgeschlossen. Gute Leistung, sehr fleissig.

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