Arbeitgeber will nicht zur Altersvorsorge dazu zahlen - was kann man tun?

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5 Antworten

Prinzipiell hast du einen Rechtsanspruch auf betriebliche Altersvorsorge durch Entgeltumwandlung (§ 1 BetrAVG).

Entgeltumwandlung heißt, dass du die Beiträge von deinem Bruttogehalt steuer- und sozialabgabenfrei bezahlst. Dadurch sinkt dein Bruttoverdienst und für den Arbeitgeber auch die Lohnnebenkosten in Form seines Anteils zur Sozialversicherung.

Beiträge des Arbeitgebers sind aber, sofern nicht Betriebsvereinbarung oder Tarifvertrag etwas anderes vorsehen, freiwillig.

Da der AG jedoch eine Kostenersparnis hat, wenn ein Mitarbeiter eine Entgeltumwandlung macht, könnte er so nett sein dir diese in Form einer zusätzlichen Arbeitgeberleistung zur bAV beizusteuern. Vielleicht muss man ihm das nur mal erklären.

Bei 40,- € Zuzahlung wären das für seine Bilanz ungefähr plus-minus-null, sofern du den vollen Betrag von 232,- € im Monat ausschöpfst.

Das wonach du suchst nennt sich Entgeldumwandlung und wird häufig im Rahmen einer betrieblichen Altersvorsorge angeboten. Hier findest du ein paar Infos dazu. Über das Thema solltest du dich mal genauer belesen, denn da gibt es durchaus auch Vorteile für den Arbeitgeber. Dieser kann sogar Steuern sparen, da sich durch die Entgeldumwandlung das zu versteuernde Einkommen verringert.

Arbeitgeber will nicht - er muss auch nicht ! Warum muss er wollen ?

Der Arbeitgeber ist lediglich verpflichtet, Dir eine Form der Betrieblichen Altersvorsorge zu ermöglich, mindestens durch Gehaltsumwandlung. Alles andere ist ein Entgegenkommen von ihm. Sei froh, dass Du Tankgutscheine bekommst, die meisten kriegen gar nichts !

Stimmt das?

Das stimmt nicht. Aber wenn er nicht will, will er nicht. Der AG muss Dir nur die Möglichkeit zur Gehaltsumwandlung für BAV geben, die Verpflichtung zur Zuzahlung gibt es nicht.

Alles nachlesbar bei Google: Altersvorsoge durch Arbeitgeber!

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