AOK zahlt nicht rückwirkend?

4 Antworten

das Gesetz sagt "unverzüglich" anzeige bei der Krankenkasse, hatte schonmal selber den Arzt gebeten... habe nen euro bezahlt... und er hats gefaxt... hätteste auch machen können... aber rückwirkend geht das nicht... Gesetz ist halt Gesetz, und nichtwissen schützt vor Strafe nicht... würde an deiner stelle nochmal zur KK... bitten vorschuss zu geben... das du essen hast... und nimm bitte alle unterlagen mit und die Krankmeldung...hoffe dein Arbeitgeber hat die bekommen ... sonst biste die stelle da auch bald los... Krankmeldung muss am 3ten tag beim Arbeitgeber sein... sonst könnte der abmahnen..

Gesetz über die Zahlung des Arbeitsentgelts an Feiertagen und im Krankheitsfall (Entgeltfortzahlungsgesetz)

§ 5 Anzeige- und Nachweispflichten

(1) Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, dem Arbeitgeber die Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer unverzüglich mitzuteilen. Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als drei Kalendertage, hat der Arbeitnehmer eine ärztliche Bescheinigung über das Bestehen der Arbeitsunfähigkeit sowie deren voraussichtliche Dauer spätestens an dem darauffolgenden Arbeitstag vorzulegen. Der Arbeitgeber ist berechtigt, die Vorlage der ärztlichen Bescheinigung früher zu verlangen. Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als in der Bescheinigung angegeben, ist der Arbeitnehmer verpflichtet, eine neue ärztliche Bescheinigung vorzulegen. Ist der Arbeitnehmer Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse, muß die ärztliche Bescheinigung einen Vermerk des behandelnden Arztes darüber enthalten, daß der Krankenkasse unverzüglich eine Bescheinigung über die Arbeitsunfähigkeit mit Angaben über den Befund und die voraussichtliche Dauer der Arbeitsunfähigkeit übersandt wird.

Wenn Du es bis dato verabsäumt hast die jeweils für die KK bestimmten Durchschläge Deiner AU-Bescheinigungen fristgerecht !!! an eine KK weiterzuleiten .... dann verweigert Dir diese berechtigt die Zahlung des Krankengeldes ab dem 43. Tag der Erkrankung.

Wieso aber berechtigt? Ich mein. allgemein muss ich ja auch immer rückfällig zahlen ohne irgendeine Frist.. Es ist echt schade, also meinst du ein Anwalt bringt da nichts?

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@Nonamos

Nach den Richtlinien einer jeden GKV sind die Duplikate der AU-Bescheinigungen umgehend nach Hergabe durch den Arzt an die KK weiterzuleiten.

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@wilees

Und das auch bereits in der Zeit der Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber.

Das weiss nur kaum jemand, und es kommt ja auch erst zum Tragen, wenn man länger als 6 Wochen krankgeschrieben ist.

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@Andri123

Problem ist dann , dass man folgend 6 Wochen nahtlos AU-meldungen einreichen muss, um so Krankengeld zu beziehen.

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@wilees

Das auf jeden Fall.

Ich schrieb aber, dass sogar schon ein Problem entstehen kann, wenn man nicht bereits während der Lohnfortzahlungszeit die AU der KV zugeschickt hatte. Das ist ein anderes Problem. Dir wahrscheinlich momentan nicht bekannt.

Hintergrund soll wohl sein, dass die KV auf die Abwendung des Krankheitszustandes Einfluss nehmen können soll.

Ich finde gerade auch keine Rechtsquelle dazu. Aber ich habe das schon öfters gelesen.

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@Andri123

Ich meine im Prinzip das Gleiche ..... wenn nicht bereits zu Zeiten der 6-wöchigen arbeitgeberseitigen Lohnfortzahlungen diese Durchschläge an die KK weitergeleitet werden kommt es auch danach bis zu "weiteren 6 Wochen" zur Ablehnung der Krankengeldzahlung.

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Anwälte können das Gesetz nicht ändern.

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