Anzahlung für Leasing-Kfz bei Betriebsvermögen

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Beim Leasing ist stets zuallererst zu prüfen, wem das Leasinggut wirtschaftlich zuzurechnen ist. Hierfür gibt es mehrere Leasingerlasse aus dem Jahr 1971, die immer noch gelten und die die verschiedenen Formen des Leasings behandeln.

Wenn man zu dem Ergebnis kommt, dass es sich nicht um ein Kaufleasing handelt, sondern um ein Mietleasing, dann gehört die Anzahlung auf ARAP, wenn es sich um einen Bilanzierer handelt oder wenn die Laufzeit des Vertrages mehr als 5 Jahre beträgt.

Beim Nichtbilanzierer UND einer Laufzeit von bis zu 5 Jahren ist es sofort abziehbare Betriebsausgabe.

das sind gute Nachrichten....

Nichtbilanzierer UND einer Laufzeit von bis zu 5 Jahren

d.h.: ab in die Betriebsausgaben!

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Die Anzahlung ist ggf. auf die Vertragslaufzeit zu verteilen. entweder linaer, oder Digital (Gaussche Formel).

Aber das ist so sicher auch nicht.

Die meisten Verträge mit Anzahlungen (eventuell große Schlussrate) sind keine echten Leasingverträge, sondern es handelt sich um Finnzierungsleasing.

http://www.leasing-factoring.de/archives/LeaseFacts%20Erlass%20VA%2019041971.pdf

Entspricht der Vertrag nicht den Bedingungen des Leasingerlasses, ist der Vertrag wie eine Finanzierung zu behandeln und das Wirtschaftsgut (hier Fahrzeug) abzuschreiben und die Raten wie Darlehnsraten zu behandeln. die Zinsen sind dabei natürlich auch Betriebsausgaben.

Eindeutige Unterschiede ergeben sich nur bei bilanzierenden Unternehmen, weil die dann eben aktivieren müssen.

Jetzt mal ehrlich: Wäre es nicht Blödsinn, eine Anzahlung zu wählen, wenn man sie über die Laufzeit verteilen müsste!?

Das wäre doch genauso sinnvoll, wie die Zahlung aller Leasingraten in einer Summe...

Es gibt nun mal Leute, die bekommen einen Leasingvertrag ohne Anzahlung nicht.

Bei bilanzierenden Unternehmen ist die Anzahlung als Akt. Rechnungsabgrenzung zu erfassen und zu verteilen.

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das ist m.E. zu kurz gedacht, weil nicht jeder Händler/ Finanzierer rückt einen Pkw ohne Anzahlung raus. Und bei einigen werden die Konditionen deutlich schlechter, wenn man 0% Anzahlung bekäme und es durchrechnet.

Damit ist es nicht zwingend Blödsinn, eine Anzahlung zu nehmen, sondern oft Zwang oder einfach günstiger.

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@KU333

Es ist ja alles schön und gut, was ihr auf meine Antwort postet, aber das hat rein gar nichts mit der steuerlichen Betrachtung zu tun und nur nach der war gefragt...

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