Anwaltskosten/ Grundsicherung

1 Antwort

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Deine Frage habe ich leider erst jetzt in meiner Sammelmail.

Zur Info, falls Du keinen Anwalt findest:

Prozesse vor dem Sozialgericht sind für Dich kostenlos. - Du schreibst ja nicht, worum es geht., so kann ich nicht auf das Thema selbst eingehen Gegebenenfalls kannst Du auch zum Sozialgericht gehen und bitten, dass Du mit einem Rechtspfleger sprechen kannst. Der ist Dir bei Deiner Klage behilflich.

Falls es Not-wendig ist, dass Du ein Eilverfahren anstrengst, hilft der Rechtspfleger Dir auch dabei.

.

Manche machen gute Erfahrungen mit dem Beratungsschein, einige finden damit keinen Anwalt. Das ist unverständlich, denn ... google mit

beratungsschein anwälte verpflichtet

.

Falls Du in Hamburg wohnst, kannst Du fachkundigen Rat erhalten bei der Öffentlichen Rechtsberatung und Vergleichsstelle (ÖRA) in der Dammtorstraße. (Hier machen Rechtsanwälte, Richter und Fachbeamte ehrenamtlich Dienst und halten sich dabei an die Schweigepflicht wie Anwälte in ihrer Praxis.)

Wenn Du nicht in Hamburg bist und (noch) keinen Anwalt gefunden hast, google auch mit

rechtsberatung für arme und füge Deinen Wohnort hinzu (oder den nächstgrößeren, falls Deiner klein ist).

Wenn Du so nichts findest, google mit

rechtsberatung hartz IV und füge Deinen Wohnort hinzu. Bestenfalls gibt es in Deiner Nähe eine gute Beratungsstelle für Menschen, die mit wenig Geld leben.

.

Du schreibst nur "Grundsicherung". Damit ist nicht klar, ob Du Grundsicherung im Alter und für Erwerbsunfähgie bekommst oder Hartz IV / ALG II. (Beides wird auch einfach nur Grundsicherung genannt. Küntig ist es besser, wenn Du bei Fragen deutlich machst, um welche Art von Grundsicherung es geht.

.

Wenn es um Hartz IV / ALG II geht, kannst Du Dir auch Rat holen bei einer guten behördenunabhängigen (!!!) Beratungsstelle wie dieser Hamburger

Arbeitslosen Telefonhilfe

0800 111 0 444 - wenn Du in Hamburg / Umgebung wohnst oder

040 22 75 74 73 - wenn Du in einem anderen Bundesland wohnst.

Sind die Anwaltskosten in Ordnung??

Hallo zusammen,

ich habe folgende Frage zu meinen Anwaltskosten und wollte fragen, ob diese Kosten so wirklich in Ordnung sind. Es gfeht um folgendes:

Ich habe im April einen Mietvertrag ab 01. 05. unterschrieben. Der Vermieter erlaubte mir, bereits im April vor meinem Einzug Renovierungsarbeiten in der Wohnung durchzuführen. Hierbei entdeckte ich dann mehr oder weniger, dass die Wohnung an machen Stellen hinter der Tapete komplett verschimmelt ist. Durch einen ZUfall kam ich in Kontakt mit mehreren Vormietern und diese bestätigten mir, dass Schimmel schon immer ein Problem in der Wohnung war und der Vermieter auch Kenntnis davon hat. Gesagt hat er mir bei der Wohnungsbesichtigung nichts und auch die besagte Wand mit dem Schimmel war frisch gestrichen, was mir aber zunächst nicht verdächtig vorkam, da der Kontakt zu den Vermietern erst später entstanden ist.

Naja jedenfalls habe ich daraufhin einen Anwalt eingeschaltet, der für mich den bereits unterschriebenen Mietvertrag angefochten hat wegen arglistiger Täuschung durch den Vermieter. Gleichzeitig hat er die Wohnung sicherheitshalber fristgerecht gekündigt.

Jetzt bekam ich die Rechnung und war ein wenig geschockt. Ich habe mich einmal beim Anwalt beraten lassen was ca. 20 min gedauert hat und er hat anschließend das Schreiben mit der Anfechtung an den Vermieter geschickt. Kostenpunkt insgesamt dafür: knapp 420€.

Ich weiß, dass die Berechnungsgrundlage der Gegenstandswert ist, allerdings wurde bei der Erstellung der Rechnung als Grundlage die monatliche Kaltmiete (280€) für ein ganzes Jahr berechnet, also 12 x 280€ = 3360,00€. 20 Euro zusätzlich für Telekommunikation( was ja einleuchtend ist).

Warum geht es hier um einen Streitwert für eine ganze Jahresmiete? Ich habe keine Klausel in meinem Mietvertrag, in der eine Mindestmietdauer von 1 Jahr angegeben ist. Dürfte dann der Streitwert nicht maximal 3 x 280€ ,also insgesamt 860,00€ betragen?

Für Antworten wäre ich dankbar,

Gruß, Siggi

...zur Frage

Wer trägt meine Anwaltskosten bei gewonnenem Verfahren, wenn die Gegenseite nicht zahlen kann?

Hallo zusammen,

ich habe eine Frage die mich brennend interessiert und ich hoffe, dass mir hier weitergeholfen werden kann.

Zur Sache: Vor zwei Jahren wurde ich auf offener Straße verprügelt und bestohlen ("schwerer Raub"). Ca. drei Monate später hat man die Täter aufgrund meines Handys finden und festnehmen können. Bevor es zur Gerichtsverhandlung kam, habe ich einen Anwalt aufgesucht, um Schmerzensgeld von den Täten einzufordern. Dem Anwalt habe ich mitgeteilt, dass ich finanziell nicht in der Lage bin ihn zu bezahlen und habe das Thema Prozesskostenhilfe angesprochen und nach weiteren Optionen gesucht. Der Anwalt war sich über den Ausgang des Verfahrens wohl sehr sicher, so dass nicht weiter auf die Kosten eingegangen wurde, auch wenn ich das Thema mehrmals angesprochen habe, dass ich nicht will, dass Kosten auf mich zukommen. Es kam etwas später zu dem Verfahren, bei dem die Angeklagten verurteilt wurde. Direkt im Anschluss wurde im Adhäsionsverfahren folgender Vergleich geschlossen:

  1. Die Angeklaten zahlen mir 400 Euro als materielle Entschädigung,

  2. Die Angeklagten zahlen mir 6000 Euro Schmerzensgeld,

  3. Anerkennung eines Feststellungsantrag für die Erstattung der Kosten von Folgeschäden,

  4. "Die Angeklagten tragen die Kosten des Adhäsionsverfahrens als Gesamtschuldner, wobei dem Vertreter des Verletzten (also mein Anwalt) die Verfahrens- und Terminsgebühren zu ersetzen sind."

Vor Gericht waren die Angeklagten auch guter Dinge die Schuld auf einen Schlag zu begleichen, doch vor ca. einem halben Jahr stellte sich heraus, dass bei beiden Angeklagten kein Cent zu holen ist (auch eine Zwangsvollstreckung hat nichts erbracht). Und als das nicht ärgerlich genug für mich wäre hat sich jetzt mein Anwalt bei mir gemeldet und möchte einen Ausgleich der Anwaltskosten in Höhe von 2500 Euro von mir.

Jetzt meine eigentliche Frage: Ist das das richtige Vorgehen? Darf mein Anwalt jetzt die Kosten bei mir einfordern?

Ich habe ja immerhin mündlich bei der Aufsuche des Anwalts meine Situation geschildert (ich war zu der Zeit Student und hätte die Kosten nicht tragen können), auf die von mir angesprochene Prozesskostenhilfe wurde nicht eingegangen. Zusätzlich steht unter 4. des Vergleichs, dass die Angeklagten die Kosten erstatten müssen, und nicht ich.

Was sagt ihr dazu? Wie soll ich vorgehen?

Vielen Dank und Liebe Grüße.

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?