Sind Anwaltskosten wegen einer Kündigungsschutzklage beim Finanzamt absetzbar?

3 Antworten

Wenn die Abfindung in Deinen Unterlagen steuerpflichtiges Einkommen ist, dann sind insb. in diesem Fall doch die Anwaltskosten die dazu passenden Werbungskosten. Ohne diese Werbungskosten hättest Du die Abfindung (vielleicht) nicht erhalten.

Aber langsam: Du trägst diese Werbungskosten als Anwaltskosten in Anlage N 2014 in Zeile 46 ein.

Guck Dir in § 9 Abs. 1 (Satz 1 und 2) EStG bitte nochmal die Definition der Werbungskosten an:

"1Werbungskosten sind Aufwendungen zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung der Einnahmen. 2Sie sind beider Einkunftsart abzuziehen, bei der sie erwachsen sind."

Pech? Wenn Du sonst gar keine Werbungskosten hattest, dann wären wegen des Arbeitnehmerpauschbetrages von € 1.000 nur noch € 1.500 steuerlich wirksam.

http://www.steuernetz.de/aav_steuernetz/lexikon/K-11643.xhtml?currentModule=steuern

Prozess- und Anwaltskosten für zivile Gerichtsverfahren sind generell außergewöhnliche Belastungen - es sei denn, sie stehen in direktem Zusammenhang mit einer Einkunftsart (§9 Abs 1 Satz 1 EStG). Dann sind es nämlich Werbungskosten zu dieser Einkunftsart. Immerhin hast Du eine Abfindung erhalten, d.h. dies war direkt mit einer Einnahme verbunden.

Bedenke, daß selbst wenn bisher die Angabe von Fahrten zur Arbeit nicht steuermindernd wirkte, dies nun auf jeden Fall sinnvoll anzugeben ist, da die ersten 1.000 EUR an Werbungskosten bereits als Pauschale in den Steuertabellen berücksichtigt sind - mithin werden sie von Deinem Gesamtwerbungskostenbetrag abgezogen. Du solltest daher alle relevanten Werbungskosten nun aufführen.

Vielen Dank für die Antworten.

Mein Problem liegt aber darin, dass ich aufgrund von fortbildungskosten für meinen neuen Job, eine bergründung nachweisen muss, dass diese beruflich bedingt sind.

Nun habe ich kurz nach der Kündigung eine Zusage für meinen neuen Job erhalten, die kpndigungsschutzklage aber 2-3 Tage vorher eingereicht. Aufgrund des neuen Jobs musste ich mir schnell ein Sörachtraining organisieren. Das Finanzamt wird nun dann erfahren, dass ich trotz neuen Jobs, noch meine Klage weiterführt habe. Deshalb die Frage, ob das Finanzamt dann sagt "nee, sie hätten ja schon eine Zusage für den neuen Job, dann hätte man ja nicht weiter Klagen müssen, und die rechsanwaltkosten wären nicht entstanden"

Den Job habe ich selbstverständlich erst nach dem gäteverfahren angetreten..

Du hast doch durch die Klage noch die Abfindung rausgehandelt, die du sonst nicht bekommen hättest, also quasi nachträglich "Einkommen erzielt". Unabhängig von dem Sprachkurs und dem neuen Job. Also ich sehe da keinen Widerspruch.

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Auto - Kleine Schramme - Schuldlage klar - Muss Anwalt des Klägers trotzdem bezahlt werden?

Folgender Fall

Beim Einparken ein Auto leicht angefahren - eine kleine Schramme ist entstanden.

Die Polizei wurde bemüht, hat die weitere Klärung jedoch uns überlassen.

Der Kläger hat sofort einen Kostenvoranschlag beim KFZ machen lassen,(ein Bagetellschaden, 600Euro) und einen Anwalt "aus seinem Bekanntenkreis" mit dem Fall beauftragt, so schrieb er mir auf Whatsapp und fragte auch dort wer der Halter ist und erwähnte auch das "sie grade ein Halteranfrage gemacht haben". Vorerst antwortete ich ihm nicht, da ich erst mit meiner Versicherung sprechen wollte.

Schon am nächsten Tag erhielt ich einen Brief seines Anwalts der mich nach meiner Haftpflichtversicherung und meiner Versichertennummer fragte. Am nächsten Tag hatte ich einen Termin bei der Versicherung und..

Der Anwalt hatte sich bereits mit der Versicherung in Verbindung gesetzt und ihnen den Kostenvoranschlag sowie Rechnung für Anwaltskosten zukommen lassen und dort den Anspruch gemeldet.

Ich fragte ob ich wirklich für die Anwaltskosten aufkommen müsse da es keinen ersichtlichen Grund gab einen Anwalt einschalten zu müssen und sich die Kosten für einen kurzen Schrieb auf satte 150 Euro belaufen. Mein Versicherer meinte, ab dem Moment wo eine berechtigte Forderung an die Versicherung gestellt wurde muss diese Zahlen und die Anwaltskosten wären berechtigt da jeder das Recht auf einen Anwalt hätte.

Meine Frage ist:

Muss ich den Anwalt bezahlen auch wenn dieser nicht nötig wäre?

Auch vor dem Hintergrund das der Kläger mir schrieb dieser stamme aus seinem "Bekanntenkreis" und er hätte einfach keine Zeit sich persönlich darum zu kümmern.

Und wie müsste ich vorgehen um nicht für die unnötigen Anwaltskosten aufkommen zu müssen?

Selber einen Anwalt beschäftigen?

Ich freue mich über fachkundige Antworten

mit freundlichen Grüßen

B.U.

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Kleinunternehmer EÜR Endproblem?

Hallo zusammen,

ich bin seit ende letzten Jahres Kleinunternehmer, weshalb nun die Steuerklärung ansteht. Ich habe mit Hilfe eines online-Leitfadens in Elster die EÜR ausgefüllt. Die Einnahmen für letztes Jahr betragen lediglich einen Auftrag mit Gewinn von 100€ und 0€ ausgaben.

Wenn ich mit dem ausfüllen fertig bin kriege ich allerdings die Meldung das ich unterm Strich 100€ zu versteuern habe. Obwohl ich die Kleinunternehmer Regelung nutze und auch nur die für mich vorgesehenen Felder ausgefüllt habe. Wie kommt das zu sStande? Als Kleinunternehmer sollte ich doch mit diesen Beträgen 0€ zu versteuern haben, oder habe ich da etwas falsch verstanden? Wo kann mein Fehler liegen?

Vielen Dank im vorraus!

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Steuererklräung bei Abfindung / NAchzahlung?

So ich schreibe mal eben alle Daten zusammen:

Gekündigt Ende 2013 / Vergleich vor Gericht im Januar 2014: 10.500 EUR Abfindung

Das Arbeitsverhältnis wurde zum 1.2.2014 beendet. Ich hatte direkt einen neuen Jo und war somit keinen Tag arbeitslos. Die Abfindung habe ich im Februar erhalten. Es ergeben sich olgende Zahlen

1.1.14 - 31.1.14 = 2.700 EUR Brutto (alter AG / Steuerklasse 1)

Abfindung in 2/14 = 10.500 Brutto (Steuerklasse 6 mit 1.470 EUR Lohnsteuer)

1.2.14 - 31.12.14 = 35.000 EUR Brutto (Neuer AG / Steuerklasse 1)

Nun fand ich die Steuerelastung der Abfindung sehr niedrig, obwohl Sie mit Steuerklasse berechnet wurde. Meine Frage wäre nun, ob ich bei meiner Steuererklärung mit einer hohen NAchzahlug rechnen muss?

Ich verstehe dieses ganze Steuergedöns nämlich nicht so ganz :-/

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Beamter macht Falschangabe bei Steuererklärung

Hallo

ich habe versehentlich eine falsche Angabe bei der Steuererklärung gemacht. Leider liegt die Erklärung schon einige Wochen beim Finanzamt und ich gehe davon aus das die Falschangabe nicht auffällt.

Es handelt sich hierbei um Angaben die ich seid Jahren dort angegeben habe und erst jtzt gemerkt habe, dass sie nicht korrekt sind.

Was kann mir als Beamter passieren, wenn es entdeckt wird?

Danke für die Hilfe!

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Fünftelregelung oder Günstigerprüfung

Was genau ist der Untersxhied zwischen Günstigerprüfung und Fünftelregelung? Ich habe 2014 eine Abfindung erhalten , da meine Job ins Ausland verlagert wurde. Glücklicherweise habe ich aber gleich im Anschluss einen neuen Job gefunden. nach Rückfrage habe ich nun von meiner alten Firma die Antwort erhalten, dass die Abfindung nicht seperat in der Lohnsteuerbescheinigung ausgewiesen wurde, da sie nicht verpflichtet sind die Fünftelregelung anzuwenden, sondern Sie haben die Günstigerprüfung angewandt. Was bedeutet dies für mich? Kann ich dennoch nächstes Jahr mit der Steuererklärung die Fünftelregelung beantragen? Ist die Günstigerprüfung für mich ein Nachteil oder ist das Gleichbedeutend? Die Abfindung beträgt aufgrund der lanhjährigen Zugehörigkeit ca. Ein Jahresgehalt. Bei meinem neuen Job habe ich in etwa das gleiche Gehalt wie bei der alten Firma.

Danke für die Info im Voraus

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Fünftelregelung bei Abfindung im nächsten Jahr

Nehmen wir mal an:

  • Person A unterschreibt einen Aufhebungsvetrga zum 30.6.2014
  • Abfindung wird am 1.1.2015 ausgezahlt
  • Abfindungshöhe: 48.531€
  • verheiratet, Steuerklasse 3, keine weiteren Einkünfte in 2015, da auf Weltreise, Ehefrau auch ohne Einkünfte in 2015
  • ab dem 1.2.2014 kann A vorzeitig kündigen und damit die Abfindung pro Monat, den er früher geht um 2.144€ erhöhen
  • Jahresgehalt laut Arbeitsvertrag 58.000€ + variable Prämien (0-25%)
  • Gehalt 2013: ca. 70.000€

Fragen: A) Wird in 2015 die 1/5 Regelung angewendet und dadurch wird die Abfindung steuerfrei, da damit die Abfindung unter den Steuerfreibetrag rutscht (<16.000€)? B) Muss A dafür zwingend früher gehen, damit die Abfindung größer wird, als die 58.000€ Jahresgehalt oder wird das tatsächliche Gehalt 2014 als Grundlage genommen? C) Wie werden die Prämienzahlungen hier behandelt (In 2014 wird es keine Prämie geben)? D) Was passiert, wenn A ab Februar 2014 noch einen anderen Job sucht und mit dem Jahresgehalt 2014 über / unter der Abfindungshöhe bleibt?

Danke euch!

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