Anteilspreisberechnung eines Investmentfonds?

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4 Antworten

Die Anteilsberechnung eines Fonds ist eigentlich ganz einfach. Das funktioniert wir in Deinem Depot.

  • Ein Fonds hat eine oder mehrere Cash-Positionen, die in ggf. verschiedenen Währungen vorliegen. Diese können zum Stichzeitpunkt börsentäglich bewertet werden.

  • Ein Fonds hat mehrere Wertpapierpositionen, die zu definierten Stichzeitpunkten börsentäglich auf Basis ihrer Heimatbörse oder ersatzweise einer ausländischen Börse bewertet werden können.

  • Ein Fonds hat zusätzliche Geschäfte, z.B. Wertpapierleihen, Swaps, die als Kostenpositionen oder Ertragspositionen in der Rechnung auftauchen.

  • Ein Fonds kann Darlehen aufnehmen, die zur Finanzierung von Wertpapierpositionen dienen.

  • Ein Fonds muss Transaktionskosten berücksichtigen.

  • Für Zinsen, Dividenden oder Wertpapierverkäufe sind Quellensteuern zu berücksichtigen.

  • In manchen Ländern werden Fonds mit einer zusätzlichen Steuer auf Erträge belegt.

  • Die Verwaltungskosten, die Kosten für eine Depotbank, für Vertriebsprovisionen etc. sind dem Fondsvermögen zu belasten.

Damit bekommst Du eine Berechnung, die den Nettowert des gesamten Sondervermögens zu bestimmten Stichzeitpunkten ermöglicht. Dividiert man das durch die Anzahl der ausgegebenen Anteile, so erhält man den NAV (Net Asset Value) des Fonds, der von der KAG i.d.R. börsentäglich publiziert wird. Daraus kann man den Rücknahmepreis (NAV ggf. abzüglich eines Rücknahmeabschlags) und den Ausgabepreis (NAV zzgl. eines ggf. zu zahlenden Ausgabeaufschlags) berechnen.

Wird ein Fonds börsengehandelt, dann nimmt der Market Maker den zuletzt publizierten NAV als Grundlage für die Berechnung einer Indikation. Beispielsweise könnte man für einen Fonds auf DAX-Werte, der gestern noch bei 100 EUR je Anteil stand, eine Indikation von 101 EUR annehmen, wenn der DAX um 1% seitdem gestiegen wäre. Kann eine Indikation nicht mit hinreichender Sicherheit bestimmt werden, weiten sich ggf. die Spreads oder die Preisstellung wird freigegeben und läuft nur noch auf Basis von Angebot und Nachfrage mit einem vorgegebenen Spread.

Schau Dir zur Berechnung des NAV doch mal auch die Geschäftsberichte von Fonds an. Dort wird im Detail aufgeführt, woraus das Fondsvermögen besteht und wie sich die Vermögens- bzw. Kostenpositionen berechnen.

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HilfeHilfe 21.02.2013, 07:24

super Antwort, Allerdings kann ich das nach diesem Text nicht stehen lassen:

Die Anteilsberechnung eines Fonds ist eigentlich ganz einfach. Das funktioniert wir in Deinem Depot.

So ganz trivial ist es scheinbar nicht

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Candlejack 22.02.2013, 12:02
@HilfeHilfe

So trivial ist es, weils um die Vermögenswerte des Fonds geht. Nur ist eben das "Depot" eines Fonds etwas strukturierter und diversifizierter als ein Privatdepot und damit wird es dann für den Privatmenschen schwer. Aber der SOLL eigentlich auch gar nicht verstehen, wie der Fondswert zusammenkommt.

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Zu den guten Antworten der Mitantworter, frage ich mich, warum man das wissen muss. Alles was in eine Fonds fließt gehört den Anteilseignern. Davon werden die Kosten abgezogen und das ganze Vermögen durch die anzahl der Anteilseigner geteilt. Das ergibt den Kurs. du kannst das natürlich nicht nachvollziehen, weil in jedem Fonds hunderte verschiedene Anlagewerte mit täglichen Wertschwankungen liegen, täglich zinsen oder Dividenden zufließen und auch kosten abgezogen werden.

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Das Gesamtvermögen des Fonds, bewertet zu den Tagesschlusskursen, abzüglich seiner noch nicht bezahlten Kosten und dividiert durch die Anzahl der ausgegebenen Anteilsscheine ist der Anteilspreis (ohne Ausgabeaufschlag).

Das ist meist ganz einfach nachvollziehbar, wenn man die aktuelle Zusammensetzung des Fondsvermögens kennt.

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Hallo

das ist nicht ganz "trivial" und lässt sich nicht mit Excel nachbilden. Ein Fonds ist für gewöhnlich sehr liquide. Der Anteil einzelner Aktien innerhalb der Fonds schwankt tagesweise. Es Wir zu und verkauft und das in großen Stückmengen. Es fallen Gebühren etc. an. D.h. der Fonds müsste so transparnet sein das du diesen auf das Stück genau nachbildest. Diesen Einblick wird Dir keiner gewähren.

Weitere Treiber sind die Schlußkurse der Papiere. Sind es NY,To, Lo, FFM usw

usw usw usw

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Candlejack 22.02.2013, 12:03

Es funktioniert schon ähnlich wie Excel, nur das das Programm so angeschlossen ist, dass eben ständig einer die Werte korrigiert :-)

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