Anstieg der Kosten für Immobilien, wenn Inflation kommen sollte? Im Speziellen die Steuern...

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4 Antworten

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Anschaffung, Miete, Nebenkosten oder ...?

Grund- und Grunderwerbsteuer steigen, wenn der Staat das Geld von den einzigen holen will, der nicht fliehen kann. Inflation sorgt dort auch ohne Steuererhöhung zu deutlich steigendem Aufkommen.

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MrHypo 15.09.2012, 21:39

es geht um die Eigentümersicht - ganzheitlich... also Anschaffung und Unterhalt aus rein steuerlicher Sicht.

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Rat2010 17.09.2012, 15:01
@MrHypo

Was Experten zurecht anmerken ist, dass man dann, wenn man glaubt, mit Immobilien vor einer Krise flüchten zu können, einen Blick in andere Länder und in die eigene Geschichte wagen sollte.

Immobilienbesitzer können vom Staat (faktisch oder tatsächlich) enteignet werden und da Immobilienbesitzer als einzige nicht flüchten können, ist das Risiko, dass z. B. eine Zwangshypothek, irgendwelche Steuern oder Abgaben oder auch nur eine noch stärkere Begrenzung der Mieterhöhung eingeführt oder erhöht werden, die Immobilien faktisch wertlos machen, auf jeden Fall gegeben.

Experten wissen das und wundern sich oft über die blauäugigkeit von Anlegern, die angesichts von Horrorszenarien, die ihnen in den Sinn kommen, ausgerechnet in Immobilien gehen.

Was kommt hängt aber davon ab, wie sich die Krise entwickelt. Eine rechte Regierung wird ihr Klientel kaum vergraulen. Ein Linksruck könnte zusammen mit einer Entwicklung, in deren Verlauf auch Deutschland in die Krise kommt, zu derartigen Ergebnissen führen.

Wahrscheinlich ist das derzeit nicht. Unmöglich ist es aber ebenso wenig.

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Nicht die Inflation ist der Anlaß für mögliche Steuererhöhungen, sondern die Lage der öffentlichen Haushalte und da ist doch heute schon die Steuererhöhungswelle munter am fließen: Grunderwerbsteuer ist vielerorts bereits erhöht worden, etliche Städte passen die Grundsteuer an und bei den sonstigen öffentlichen Abgaben (Straßenreinigung, Müllabfuhr und Abwasserentsorgung) gibt es schon seit 20 Jahren fast kein Jahr ohne deutliche Anhebung. Je nach Ausgang der Bundestagswahl im nächsten Jahr kommt eine Vermögensteuer hinzu. Und mit einer Erhöhung der Umsatzsteuer, die dann ua auch auf Handwerkerleistungen durchschlägt, rechne ich unabhängig von der politischen Konstellation ohnehin.

Das ist die traurige Wahrheit, sowohl für Eigentümer wie für Mieter. Nur, wo ist die Alternative? Soll man deswegen unter der Brücke hausen?

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MrHypo 16.09.2012, 19:10

nö. Ich kenne wenige Brücken, unter denen ich leben möchte :)

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Also die Immobilienpreise müssen die 2,1 % Inflation aushalten - wichtiger ist jedoch der Anstieg der Grundstückspreise in guten Lagen.

Mit der Steuer hat das nur bedingt etwas zu tun, solange der Mehrwertsteuersatz bei 19% bleibt. Was aber zu beachten ist, die Grunderwerbssteuer hat sich in NRW vor einigen Monaten auf 5% erhöht, andere Bundesländer kommen noch mit 3,5 bzw. 4,5 % aus:

Bei einem Kaufpreis von 250.000 Euro würden sich die Unterschiede in den Steuersätzen also folgendermaßen bemerkbar machen:

Bei 3,5 %: 8.750 Euro Grunderwerbsteuer

Bei 4,5 %:11.250 Euro Grunderwerbsteuer

Bei 5 %: 12.500 Euro Grunderwerbsteuer

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Logischerweise, nicht nur bei Immobilien steigen bei Preissteigerungen immer automatisch nicht nur die Steuern, sondern auch die abzuführenden Kosten auch. Mehrwertsteuer, Notarkosten, Grunderwerbsteuer usw. Dass die Immobilienpreise im steigen sind steht überall. Die Nachfrage ist stark und regelt somit auch die Preise. In München sind die Neuimmobilienpreise in den letzten 2 Jahren ca. 30% gestiegen. Neue auf dem Markt erscheinende Immobilien sind innerhalb kurzer Zeit verkauft

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